Otterstadt in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Pfalz-Kreis
Verbandsgemeinde: Waldsee
Koordinaten: 49° 22′ N, 8° 27′ O
Höhe: 96–100 m ü. NN
Fläche: 15,57 km²
Einwohner: 3279
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67166 (alt: 6701)
Vorwahl: 06232
Kfz-Kennzeichen: RP
Gemeindeschlüssel: 07 3 38 021
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Ludwigstraße 99
67165 Waldsee
Webpräsenz: www.otterstadt.de
Ortsbürgermeister: Paul Dötschel
Lage der Gemeinde Otterstadt im Rhein-Pfalz-Kreis

Otterstadt ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Waldsee im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Geschichte

Germanische Spuren in der Gemarkung aus der Zeit vor ständiger Besiedelung stellt der vorwiegend aus Küchengeräten bestehende Hortfund von Otterstadt dar, der römisches Beutegut aus dem 3. Jahrhundert beinhaltet und heute im Historischen Museum der Pfalz in Speyer aufbewahrt wird.

Otterstadt wurde erstmals 1020 in einer Urkunde des Speyerer Bischofs Walther erwähnt, aber wahrscheinlich bereits im 7./8. Jh. von den Franken gegründet.

Mit anderen Orten des Speyergaus wurde Otterstadt 974 von Kaiser Otto II. von der kaiserlichen Gerichtsbarkeit befreit und dem Bistum Speyer unterstellt. Der Bischof übernahm 1065 dann auch die Landeshoheit über Otterstadt. Von 1090 bis 1797 war Otterstadt im Besitz des Speyerer St. Guidostiftes unter der Oberhoheit des Hochstiftes Speyer.

Nach der Zugehörigkeit zur französischen Republik 1797 – 1813 wurde Otterstadt vom Bezirksamt Speyer im „Bayerischen Rheinkreis” verwaltet, aus dem nach dem Zweiten Weltkrieg der Landkreis Speyer gebildet wurde, der 1969 aufgelöst und dem Landkreis Ludwigshafen, heute Rhein-Pfalz-Kreis, zugeschlagen wurde.

Uzname für die Einwohner der Rheingemeinde ist "Stickelspitzer". Dieser Name geht auf eine Anekdote zurück, nach der die Otterstädter einem durchreisenden Betrüger auf den Leim gingen, der ihnen eine größere Vorabinvestition auf die zu bauende Eisenbahnlinie abverlangte, um damit Otterstadt angeblich zu einem Bahnhof zu verhelfen. In ihrer Vorfreude spitzten die Bürger bereits "Stickel" (Stöckchen), mit denen sie die versprochene Bahnlinie im Gelände abstecken wollten. Diese Begebenheit ist am "Stickelspitzerbrunnen" (Georg Günther Zeuner, 1986) szenisch umgesetzt, hier stiehlt sich gerade der Betrüger mit einem prallgefülltem Beutel davon, deutlich ist sein Pferdefuß zu erkennen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist der Otterdritschen Brunnen, der 2004 von dem renommierten pfälzer Bildhauerehepaar Professor Gernot Rumpf und seiner Frau Barbara geschaffen wurde.

Politik

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

  • CDU 40,5% (-1,8) - 8 Sitze (=)
  • FWG 35,8% (-3,5) - 7 Sitze (-1)
  • SPD 23,7% (+5,3) - 5 Sitze (+1)



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Informationsportal über Otterstadt in Rheinland-Pfalz - 25.5.2012