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Ottersweier ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Rastatt. Geografische LageOttersweier liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Schwarzwald und Rhein, 3 km südlich von Bühl (Baden). Geschichte1774 verlegte die Markgräfin-Witwe Maria Viktoria Pauline von Aremberg ihren Wohnsitz von Baden-Baden nach Ottersweier, um im ehemaligen Residenzhaus der Jesuiten eine Klosterschule einzurichten. In der Klosterschule lernten junge Mädchen alle notwendigen Fähigkeiten, die sie als zukünftige Mütter und Erzieherinnen benötigten. ReligionenDie Markgrafschaft Baden-Baden hatte im Laufe des 16. Jahrhunderts nach dem damals geltenden Fürstenrecht bereits sieben Mal das Religionsbekenntnis gewechselt. Im Jahr 1622 kam der streng katholische Markgraf Wilhelm von Baden an die Regierung, der wiederum von seinem Recht Gebrauch machte und sein Erbland wieder zur katholischen Kirche zurückführte, das achte Mal - Ottersweier ist seitdem katholisch geprägt. Es gibt aber auch eine landeskirchliche und eine freie evangelische Gemeinde im Ort. EingemeindungenAm 1. Januar 1972 erfolgte die Eingemeindung von Unzhurst. PolitikDie Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bühl. GemeinderatDem Gemeinderat gehören neben dem Vorsitzenden und Bürgermeister 18 Mitglieder an, zehn von der CDU, sechs gehören der Freien Wählergemeinschaft an und zwei Gemeinderäte stellt die SPD. PartnerschaftenOttersweier pflegt gute partnerschaftliche Beziehungen zu
Wirtschaft und InfrastrukturBildungIn Ottersweier gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie eine weitere Grundschule im Ortsteil Unzhurst. PersönlichkeitenProf. Dr. Joseph Sauer, geboren am 7. Juni 1872 in Unzhurst, gestorben am 13. April 1949 in Freiburg im Breisgau. Nach dem Besuch der Volksschule Unzhurst (1878-1885) verbrachte der vom Unzhurster Pfarrer Gotthard Eglau geförderte Junge einige Jahre auf der Heimschule Lender in Sasbach. 1889 wechselte er an Gymnasium in Rastatt, wo er 1891 das Abitur ablegte. In Freiburg studierte Sauer katholische Theologie. Am 5. Juli 1898 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. 1900 folgte die Promotion, 1902 habilitierte Sauer und wurde Privatdozent für Kirchengeschichte, speziell des Mittelalters, in Freiburg. 1905 erhielt er den Titel außerordentlicher Professor. 1909 wurde Sauer Großherzoglich Badischer Konservator der kirchlichen Denkmäler. Bis 1948 übte er dieses Amt aus, und in zwei Weltkriegen war er dabei vor allem um den Erhalt der Kirchenglocken im Land bemüht. 1916 wurde er ordentlicher Professor für Patrologie, christliche Archäologie und Kunstgeschichte in Freiburg. Zweimal war Sauer Rektor der Albert-Ludwigs-Universität (1925/26 und 1932/33. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Ehrenbürger von Unzhurst ernannt. Joseph Sauer fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Unzhurst. Literatur
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