Owingen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Koordinaten: 47° 49′ N, 9° 10′ O
Höhe: 535 m ü. NN
Fläche: 36,73 km²
Einwohner: 4227
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88696 (alt: 7776)
Vorwahl: 07551
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 047
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 35
88696 Owingen
Webpräsenz: www.owingen.de
Bürgermeister: Günther Former

Owingen ist eine Gemeinde im westlichen Bodenseekreis, etwa sechs Kilometer nördlich von Überlingen im Bodensee-Hinterland in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Owingens findet sich in der Petershauser Chronik von 1134. Die Gegend wurde jedoch schon im 5. Jahrhundert durch die Alemannen besiedelt. Der Ortsteil Taisersdorf wird erstmals 1255 erwähnt.

Durch die folgenden Jahrhunderte zieht sich eine enge, wenn auch nicht immer reibungsfreie Verbindung mit dem Kloster Salem, dem die Ortschaft seit 1324 untergeordnet war. Im Dreißigjährigen Krieg wird Owingen 1634 durch die Schweden zerstört und 1643 durch die Franzosen geplündert. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisierung des Reichsstifts Salem wird Owingen badisch. Im Zuge der Revolution stellt Owingen im Mai 1849 Waffen und Soldaten für die badische Bürgerwehr auf.

Den Strukturwandel nach dem Zweiten Weltkrieg bewältigt die Gemeinde gut und versechsfacht ihre Einwohnerzahl bis heute ungefähr. In den 1960er Jahren war Owingen eine der ersten Gemeinden (außerhalb der größeren Städte) am Bodensee, die eine komplette eigene Kanalisation mit Kläranlage betrieb.

In die internationalen Medien geriet die Gemeinde im Jahr 2002 durch einen tragischen Unglücksfall: Am 1. Juli 2002 stieß im Luftraum über Owingen eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines mit einem Frachtflugzeug der DHL zusammen. 71 Menschen starben bei dem Unglück, darunter viele Kinder, die nach Spanien reisen sollten. Siehe auch Bashkirian-Airlines-Flug 2937

Politik

Owingen hat mit der Gemeinde Sipplingen und der großen Kreisstadt Überlingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Bürgermeister

  • 1831-1842: Fidel Endres
  • 1842-1869: Johann Storck
  • 1870-1874: Josef Keller
  • 1874-1896: Josef Endres
  • 1896-1904: Gerhard Gams
  • 1904-1929: Wilhelm Endres
  • 1929-1945: Karl Mayer
  • 1946: Edwin Lutz
  • 1946-1969: Josef Fischer
  • 1969-2001: Karl-Friedrich Reiner
  • 2001-heute: Günther Former

Partnergemeinde

  • Coudoux, Frankreich

Wirtschaft und Infrastruktur

Die bis zum Zweiten Weltkrieg rein bäuerlich-handwerklich geprägte Gemeinde profiliert sich in jüngerer Zeit vor allem als Ferien- und Ausflugsort.

Verkehr

Von Überlingen, das über die Bundesstraße B 31 und mit der Bahn zu erreichen ist, gelangt man über die Landesstraße 195 oder mit dem Bus nach Owingen. Die Gemeinde gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Neue Medien

In Owingen hat am Freitag, den 16. Dezember 2005 das "Highspeed-Zeitalter" begonnen. Seit diesem Zeitpunkt ist in Owingen nach Investitionen der Telekom DSL möglich.

Bildungseinrichtungen

Owingen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Owingen gibt es insgesamt drei Kindergärten.

Stadtgliederung

Zu Owingen gehören die drei Teilorte Billafingen, Hohenbodman und Taisersdorf.

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

  • 1972: Hohenbodman
  • 1973: Taisersdorf
  • 1975: Billafingen

Einwohnerentwicklung

  • 1945: 670
  • 2005: 4.105



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Owingen in Baden-Württemberg - 25.5.2012