Padingbüttel in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Wursten
Koordinaten: 53° 42′ N, 8° 32′ O
Höhe: 1 m ü. NN
Fläche: 9,42 km²
Einwohner: 477
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27632
Vorwahl: 04742
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 047
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Westerbüttel 13,
27632 Dorum
Webpräsenz: www.sglandwursten.de
Bürgermeister: Helwig Tepke (SPD)

Padingbüttel ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Land Wursten in der gleichnamigen Landschaft im Landkreis Cuxhaven. Die Gemeinde liegt in der Nähe der Nordsee. Der eigentliche Ortskern ist etwa drei Kilometer von der Nordsee entfernt. Allerdings liegen Teile des verstreuten Marschendorfes ihr näher. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Padingbüttel die Ortsteile Rotthausen, Oberstrich und Niederstrich sowie Altendeich.

Geschichte

Die ersten sächsischen Wurten wurden etwa im 1. bis 5. Jahrhundert aufgeworfen. Im Laufe der Völkerwanderung verließen die Sachsen das Land Wursten und Friesen besiedelten die alten Wohnplätze.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand dann 5. März 1365 statt.

Einwohnerentwicklung

  • 1888: 516 Einwohner
  • 1964: 595 Einwohner
  • 1978: 613 Einwohner
  • 1988: 595 Einwohner
  • 1993: 549 Einwohner
  • 1998: 534 Einwohner

Politik

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl 2001 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 3 Ratsmitglieder
  • SPD: 6 Ratsmitglieder

Wappen

Das Wappen von Padingbüttel ist gespalten. Vorn auf grünem Grund werden drei silberne Kleeblätter dargestellt. Hinten auf silbernem Grund ein schwarzer Adler, der eine Krone trägt. Dieses Wappen ist von dem des Oberdeichgrafen Eibe Siade Johans, der von 1659 bis 1720 lebte, abgeleitet.

Die Gemeinde führt eine waagerecht in gleichen Teilen grün-weiß-grün gestreifte Flagge, in deren Mitte das Wappen abgebildet ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Bereits im 13. Jahrhundert war die Matthäus-Kirche als Wehrkirche errichtet worden. Sie besitzt eine Kanzel aus dem Jahre 1652 sowie einen Flügelaltar aus der Zeit um 1480. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche um den Westturm erweitert. Das Fundament ist auf Findlingen gegründet, auf dem ein Sandsteinsockel aufsetzt, während der eigentliche Kirchenbau aus Backstein besteht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Ort ist heute hauptsächlich Wohnort mit einigen landwirtschaftlichen und handwerklichen Betrieben. Seit 1993 besteht zudem ein Windpark beim Ort, der mit zehn Rotoren eine Leistung von 4,8 Megawatt erzeugt.

Persönlichkeiten

  • Die älteste bekannte Padingbüttelerin war Tjede Peckes, die in der Schlacht am Wremer Tief der Wurster Friesen gegen den Bremer Erzbischof Fahnenjungfer war.
  • Der barocke Komponist Vincent Lübeck wurde 1654 in Padingbüttel geboren.
  • 1810 wurde Bernhard von Langenbeck im Ort geboren.
  • Der Theologe Johann David Schlichthorst starb 1843 in Padingbüttel, wo er die Stelle als Pfarrer ausfüllte.

Sagen und Legenden

  • Der Wattgeist
  • Der Wunderberg
  • Der Ochsenhandel

Quelle
„Hake Betken siene Duven” Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung ISBN 3-931771-16-4 von den Männer vom Morgenstern




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Informationsportal über Padingbüttel in Niedersachsen - 25.5.2012