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Parsau ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. GeografieGeografische LageParsau liegt zwischen den Naturparks Südheide und Drömling in der geschichtlichen Landschaft des Vorsfelder Werders, einem eiszeitlichen Geestrücken. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Brome an, die ihren Verwaltungssitz in dem Flecken Brome hat. GemeindegliederungDie Ortsteile der Gemeinde sind:
GeschichteParsauParsau wurde urkundlich erstmals um 1505 als Barso, 1510 als Persauw, erwähnt. Die ursprüngliche Dorfform war die eines wendischen Rundlings. Laut einem Siedlungsverzeichnis um 1850 bestanden zu dieser Zeit 31 Bauernhöfe. Das Niederungsgebiet Drömling beginnt unmittelbar östlich von Parsau. Daran hatte der Ort, wie die übrigen Anrainer-Dörfer, seit Jahrhunderten bis in die Neuzeit Holzanteile in dem Bruchwaldgebiet. In der Gemarkung von Parsau standen einst zwei Windmühlen. Die 1876 erbaute Holländermühle wurde 1925 abgerissen. Die Bockwindmühle entstand 1843 und wurde 1926 abgebrochen. Die Windmühlen wurden von einer Motormühle einer dörflichen Molkereigenossenschaft verdrängt. Ortsteile
PolitikGemeinderatDer Gemeinderat aus Parsau setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006) BürgermeisterDer ehrenamtliche Bürgermeister Helmut Werthmann wurde am 9. September 2001 gewählt. WappenDas Wappen ist gespalten in Grün und Silber. Links enthält es die Abbildung eines silbernen Reihers. Rechts wird ein grünes Schwarzerlenreis mit aufrechtstehendem Blatt und drei hängenden Samenzapfen gezeigt. GedenkstättenAn der Kreisstraße 85 zwischen Parsau-Kaiserwinkel und Brome-Zicherie befindet sich eine Gedenkstätte, die an den Dortmunder Journalist Kurt Lichtenstein erinnert. Er wurde an dieser Stelle am 12. Oktober 1961 von Grenztruppen der DDR erschossen, als er mit Landarbeitern auf DDR-Gebiet sprechen wollte. Die innerdeutsche Grenze verlief damals parallel zu der Kreisstraße. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDie B 244 (Abzweig von der B 4 Nähe Hankensbüttel–Wittingen–Parsau–Helmstedt–Elbingerode (Harz)) führt direkt durch die Gemeinde. Bei Parsau war die B 244 einst Teil des alten Heer- und Handelsweges von Braunschweig in die Altmark nach Salzwedel. Von 1857-1866 wurde die Straße im Streckenbereich Vorsfelde–Ahnebeck mit einem Sandunterbau und einer festen Kiesel-Lehm-Oberdecke ausgebaut. In den Ortslagen hatte die Straße Kopfsteinpflaster. Parsau ist an die im Stundentakt verkehrende Buslinie Wolfsburg–Brome angeschlossen. An Sonn- und Feiertagen verkehren die Busse im Zwei-Stunden-Takt. EisenbahnParsau besitzt am Ortsrand einen stillgelegten Bahnhof sowie stillgelegte Gleisanlagen, die zur 1909 eingeweihten Kleinbahnstrecke Wittingen–Oebisfelde gehörten. Die ab 1944 von den OHE (Osthannoversche Eisenbahnen) genutzte Strecke kam durch die deutsch-deutsche Grenzziehung auf dem Abschnitt Rühen–Oebisfelde 1945 zum Erliegen. Sie wurde zunächst noch in nördliche Richtung (Wittingen) genutzt. Ende Mai 1974 wurde der Personenverkehr eingestellt. Bis 2003 fand auf der Strecke Richtung Norden noch Güterverkehr statt. Die Parsauer Firma Lichtnack wurde mit Steinen beliefert. Das Gleisstück Richtung Rühen wurde noch bis 2004 zum Abstellen von Güterwagen genutzt. BildungIn Parsau besteht eine Grundschule, die 1995 durch Teilung der Dörfergemeinschaftsschule Rühen entstanden ist. Sie umfasst das neu entstandene Hauptgebäude mit vier Klassenräumen, Pausenhalle, Betreuungsraum und drei Gruppenräumen, von denen einer als Bücherei genutzt wird. Außerdem steht für den Musik- und Werkunterricht ein Raum zur Verfügung. Durch die erfolgreiche Teilnahme am „Projekt n-21: Schulen in Niedersachsen online” (niedersächsische Variante von Schulen ans Netz) konnte ein Computerraum eingerichtet werden. Literatur
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