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Penkun im Landkreis Uecker-Randow ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern und liegt im äußersten Südosten Vorpommerns, nahe der polnischen Grenze. Seit dem 1. Juli 2004 gehört Penkun zum Amt Löcknitz-Penkun. GeografiePenkun liegt etwa in der Mitte des Dreiecks Prenzlau - Stettin - Schwedt/Oder. Die Stadt wird von 7 Seen umgeben, sie liegen in einer Senke zwischen zwei Endmoränenzügen, die zur Randow und zum Landgraben hin abfallen. Die größten Seen sind der Schloßsee und der aus vier Teilen bestehende Bürgersee. Das Hügelland setzt sich nach Norden bis vor Stettin fort. Das Gebiet um Penkun wird intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Ortsteile
Diese vier Ortsteile waren bis zum 31. Dezember 1998 selbständige Gemeinden. NachbargemeindenIm Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Krackow, Tantow, Casekow, Randowtal und Brüssow. GeschichtePenkun wurde 1240 erstmalig als Dorf urkundlich erwähnt. Vorher existierte dort eine slawische Siedlungsstätte, umgeben von Burgwällen. Nachdem dort 1186 zur Sicherung einer Handelsstraße zwischen Stettin und der Mark Brandenburg eine pommersche Grenzfeste errichtet wurde, entwickelte sich Penkun im Schutze dieser Burg. Bereits im Jahr 1269 wurde Penkun urkundlich als Stadt bezeichnet. Die Burg wechselte in ihrer Geschichte oft den Besitzer und wurde so zu einem prächtigen Herrenschloss ausgebaut. Heute hat es 44 Räume und 190 Fenster auf einer Gesamtfläche von ca. 1.720 m². Zum Schutz der Bürger wurde 1433 die Penkuner Schützengilde gegründet. Bereits 1468 konnten die Bürger Penkuns und die Schützengilde die Stadt erfolgreich über 4 Monate gegen den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich II. verteidigen.
In den letzten Jahren vor der Wende war das Schloss baufällig geworden und man hat es dem Verfall preisgegeben. Engagierte Bürger bemühten sich jedoch um den Erhalt des Schlosses. 1991 wurde mit einer Sanierung des Schlosses begonnen und inzwischen wird es für wechselnde Ausstellungen benutzt. In seiner Entwicklung wurde Penkun mehrmals von Bränden heimgesucht. So wurde zum Beispiel die Kirche im Laufe der Jahrhunderte durch 7 Brände erheblich beschädigt und 1854 wurde sie komplett durch ein Großfeuer der Stadt vernichtet. Über 60 % der Gebäude in Penkun sind daher aus dem späten 19. Jahrhundert. 1945, zum Ende des 2. Weltkrieges, wurden das Rathaus und das Schützenhaus durch ein Feuer zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg waren in Penkun größtenteils landwirtschaftliche Betriebe ansässig. Seit der Wende wurden viele Modernisierungsarbeiten durchgeführt (Ausbau des Straßennetzes, Schaffung einer Kanalisation, Bau eines Klärwerkes, Bau einer neuen Grundschule). Kultur und Sehenswürdigkeiten
MusikIn Penkun gibt es den "Penkuner Singkreis". Dieser besteht aus 20 Mitgliedern (Mai 2003) im Alter von 16 bis 60 Jahren. Durch regelmäßige Proben und einen festen Mitgliederstamm sieht der Chor seine Aufgabe darin, die gesamte Bandbreite der Chormusik des 16. bis 20. Jahrhunderts kennenzulernen, zu studieren und aufzuführen. Über das Jahr probt der Chor zwei bis drei Konzertprogramme und führt diese auf. Des Weiteren ist er auch bei Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen vertreten. Zusätzlich gibt es die Schalmeienkapelle der Feuerwehr, sie besteht schon seit über 50 Jahren und zählt 30 Mitglieder im Alter von 8 bis 75 Jahren. Des Weiteren gibt es auch ein Blasorchester in Sommersdorf. SportEs gibt verschiedene (Sport-)Vereine in Penkun : Schützen-, Fußball-, Tischtennis-, Volleyballverein u.a. Penkun besitzt außerdem eine erfolgreiche Herrenmannschaft, welche zur Zeit in der Landesliga spielt. Penkun bietet eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten. Regelmäßige VeranstaltungenZu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die Geflügelschau, das Sommer- und Herbstfest und der Weihnachtsmarkt. Die Karnevalsveranstaltungen gehören nun seit 20 Jahren zum Muss eines jeden Narren in der Umgebung von Penkun. Jedes Jahr findet der Karneval unter einem anderen Motto statt. Im Jahre 2006 erlitt der Penkuner Karneval jedoch einen herben Rückschlag. Der Festsaal samt Zubehör brannte ab. Es würde jedoch geschafft, den Karneval trotz der räumlichen Probleme stattfinden zu lassen. BildungIn Penkun gibt es eine Grundschule und eine Regional Schule. VerkehrsanbindungIn unmittelbarer Nähe von Penkun befindet sich die letzte Autobahnanschlußstelle der A 11 vor der polnischen Grenze. Durch den Ortsteil Storkow führt die B 113. Im benachbarten Tantow besteht Anschluss an die Bahnlinie Berlin-Stettin. StädtepartnerschaftStädtepartnerschaften bestehen mit der Gemeinde Fors in Frankreich und der Gemeinde Widuchowa in Polen. Es findet ein regelmäßiger Kulturaustausch in Form von gegenseitigen Treffen statt. PersönlichkeitenDer wohl bekannteste Sohn Penkuns ist der Trainer von Sven Ottke, Ulli Wegner. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
