Petershagen in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-Lübbecke
Koordinaten: 52° 23′ N, 8° 58′ O
Höhe: 41 m ü. NN
Fläche: 212 km²
Einwohner: 26.779 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 32469
Vorwahl: 05707
Kfz-Kennzeichen: MI
Gemeindeschlüssel: 05 7 70 028
Stadtgliederung: 29 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 63
32469 Petershagen
Webpräsenz: www.petershagen.de
Bürgermeister: Marianne Schmitz-Neuland (SPD)
Lage der Stadt Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke

Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) ist eine aus Vereinigung der ehemaligen Ämter Petershagen und Windheim zu Lahde (insgesamt 29 Ortschaften) entstandene Stadt im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens, nördlich von Minden an der Weser und Ösper, im Nordosten des Mindener Landes. Den Kern bilden die einander an der Weser gegenüberliegenden Stadtteile Petershagen-Kernstadt und Petershagen-Lahde.

Geografie

Geografische Lage

Das Stadtgebiet liegt im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens.

Die Stadt ist die flächenmäßig deutlich größte Gemeinde des Kreises Minden-Lübbecke. Durch Petershagen fließt die Weser.

Naturräumlich liegt es größerenteils im Mittleren Wesertal, im Osten hat es Anteil an der Loccumer Geest, im Westen an der Rahden-Diepenauer Geest.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998 - 26.816
  • 1999 - 27.042
  • 2000 - 27.040
  • 2001 - 27.103
  • 2002 - 27.104
  • 2003 - 27.091
  • 2004 - 26.990

Ausdehnung des Stadtgebiets

Von Süd nach Nord ca. 23 km. Von West nach Ost ca. 21 km. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist der Lusebrink in der Ortschaft Neuenknick mit 79,1 m über NN, der niedrigste Punkt ist die Weser in der Ortschaft Wasserstraße mit 27,0 m über NN

Klimatische Verhältnisse

Petershagen liegt in einem überwiegend maritim beeinflussten Klimabereich mit gemäßigten Temperaturen im Sommer wie im Winter.

Stadtgliederung

  • Bierde
  • Buchholz
  • Döhren
  • Eldagsen
  • Friedewalde
  • Frille
  • Gorspen-Vahlsen
  • Großenheerse
  • Hävern
  • Heimsen
  • Ilse
  • Ilserheide
  • Ilvese
  • Jössen
  • Lahde
  • Maaslingen
  • Meßlingen
  • Neuenknick
  • Ovenstädt
  • Petershagen-Kernstadt
  • Quetzen
  • Raderhorst
  • Rosenhagen
  • Schlüsselburg
  • Seelenfeld
  • Südfelde
  • Wasserstraße
  • Wietersheim
  • Windheim

Geschichte

Das heutige Stadtgebiet wurde am 1. Januar 1973 im Rahmen der Kommunalen Neugliederung aus den einst unabhängigen Ämtern Petershagen und Windheim zu Lahde geschaffen. Der links der Weser gelegene Bahnhof in Petershagen hat mit der Einstellung der Bahnbetriebes auf der Strecke Minden-Uchte und dem Abbau der Strecke den Betrieb eingestellt, so dass nur der Bahnhof in Lahde bleibt.

Politik

Stadtrat

Der Rat der Stadt Petershagen (Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004):

CDU SPD GRÜNE FDP Sonstige Gesamt
2004 21 11 3 3 0 38
1999 20 13 2 3 0 38
1994 17 16 3 3 0 39
1989 17 17 2 3 0 39
1984 18 15 3 3 0 39

Wappen

Auf rotem Grund steht über einem silbernen (weißen) Wellenfluss eine silberne (weiße) Brücke auf zwei Pfeilern. Darüber stehen über Kreuz zwei silberne (weiße) Schlüssel, die wie die Wappenfarben rot-silber auf Petershagens Zugehörigkeit zum alten Fürstentum Minden hinweisen, dessen Residenz die Stadt zeitweilig war. Die Brücke und der Fluss symbolisieren Petershagens Lage links und rechts der Weser und die Verbindung der Ortschaften beiderseits des Flusses zu einer Stadt.

Städtepartnerschaften

Peterhagen unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften: Gemeinde Petershagen im Kreis Strausberg, seit 1990

Bürgermeister

Die aktuelle Bürgermeisterin ist Marianne Schmitz-Neuland aus dem Ortsteil Eldagsen. Sie befindet sich in ihrer zweiten Amtszeit und ist Mitglied der SPD.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist das Schloss und die Altstadt, die verschiedenen Windmühlen und die naturbelassene Umgebung. Im Sommer nisten regelmäßig Störche in Petershagen und einigen seiner Ortsteile nahe der Weser. Radtouren entlang des Weserradweges oder der Mühlenroute führen mitten durch Petershagen.

Bauwerke

  • 11 Mühlen in den einzelnen Ortsteilen (Teile der Westfälischen Mühlenstraße)
  • Siehe Petershagen-Kernstadt

Museen

  • Heimat- und Heringsfängermuseum Heimsen
  • Westfälisches Industriemuseum (Standort Glashütte Gernheim)
  • Scheunenviertel Schlüsselburg

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Petershagen hat im Stadtteil Lahde einen Bahnhof an der Weser-Aller-Bahn Minden - Nienburg - Rotenburg (Wümme). Regionalbusse und Züge (Richtung Minden) können zum einheitlichen Tarif "Der Sechser" (Verkehrsverbund OstweftfalenLippe) benutzt werden.

Die Bundesstraße 61 und Bundesstraße 482 führen auf beiden Weserseiten durch Petershagen den Verkehr von der A2 in Richtung Norden nach Nienburg und Bremen weiter. In den 1970er Jahren wurde eine neue Weserbrücke errichtet und der Fährbetrieb eingestellt.
Petershagen besitzt einen Yacht- und Bootshafen sowie einen alten Fischerhafen an der Weser. Durch Petershagen-Lahde verläuft ein Schleusenkanal der Weser.

Ansässige Unternehmen

In Petershagen-Lahde befindet sich das Kraftwerk Heyden mit dem größten Steinkohleblock Europas. Größter Arbeitgeber ist das Diakonische Werk Minden mit verschiedenen Einrichtungen in Petershagen.

Vereine

Petershagen ist Sitz der Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Petershagen geboren:

  • um 1340: Meister Bertram, Maler (mutmaßlich in Bierde geboren)
  • 1783: Friedrich Wilhelm Graf von Bismarck, General, Militärschriftsteller
  • 1870: Wilhelm Normann, Erfinder der Fetthärtung und damit Begründer der Margarineherstellung

oder hier aufgewachsen:

  • 1955: Annette Fugmann-Heesing, Politikerin (SPD)

weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Edelgard Bulmahn, Politikerin (verbrachte ihre Kindheit in Döhren und erlangte die Hochschulreife am Aufbaugymnasium Petershagen)
  • Walter Gieseking, Pianist (verbrachte während seines Studiums an der Musikhochschule Hannover regelmäßig die Ferien bei seiner Verwandtschaft in Lahde)

Literatur

  • Thomas Spohn: Petershagen (Westfälische Kunststätten, Heft 95). Münster 2002
  • Friedhelm Fischer: Petershagen erleben - Multimedia CD-ROM mit virtuellen Rundgängen, Einblicke in Museen, histrorischen Gebäuden, Kirchen.



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Informationsportal über Petershagen in Nordrhein-Westfalen - 25.5.2012