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Pfaffenweiler ist eine Gemeinde etwa 10 km südlich von Freiburg im Breisgau am nördlichen Rand des Markgräflerlands. Der Ort ist unter anderem durch das jährlich stattfindende Schneckenfest bekannt. GeografieGeografische LagePfaffenweiler liegt im sogenannten Schneckental im nördlichen Markgräflerland zwischen dem Batzenberg im Westen und dem Hohfirst als Teil des Schönbergmassivs im Osten. Durch das Tal fließt der Duffernbach. GeologieDas Schönbergmassiv besteht aus Gesteinsschichten von Buntsandstein bis Tertiär. Das Gestein wurde in mehreren Steinbrüchen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts von ortsansässigen Steinmetzen abgebaut. NachbargemeindenPfaffenweiler umgeben m Norden Schallstadt und Ebringen, im Osten Bollschweil, im Süden Kirchhofen (Ehrenkirchen) sowie im Westen Norsingen und Scherzingen (beide zu Ehrenkirchen gehörig). GemeindegliederungDie Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Öhlinsweiler und Pfaffenweiler. GeschichteDer Ort wurde möglicherweise erstmals in einer Schenkungsurkunde von Rebland an das Kloster St. Gallen als Openwilare erwähnt: Propterea vernacula terra juris mei in loco, qui dicitur Openwilare, tradimus sancto Galloni viginti juchos, et in Eberingen unum juchum de vinea. Die Urkunde datiert von einem 16. Januar in der Herrschaftszeit des Frankenkönigs Chilperich II., der von Juni 715 bis März 721 regierte, ohne eine Jahresangabe, es wird nur der herrschende König Chilperich (ohne Nummer) erwähnt. Die inneren Verhältnisse des Frankenreiches machen eine Errichtung der Urkunde in den Jahren 717/718 am wahrscheinlichsten. Die Regierungszeit von Chilperich I. (561-584) scheidet aus, da zu dieser Zeit das Kloster St. Gallen noch nicht bestand. Weitere Chilperichs gab es nicht. Die Forschung geht allerdings davon aus, dass Openwilare wahrscheinlich nicht Pfaffenweiler oder Öhlinsweiler, sondern ein später aufgelassener Weiler im nördlichen Schneckental zwischen Pfaffenweiler und Wolfenweiler war, im Bereich der heutigen Gemarkungsgrenzen beider Ortschaften. Für das Schneckental sind mehrere solche Weiler für die damalige Zeit belegt. Über Jahrhunderte waren Steinhauerei neben Landwirtschaft und Weinbau ein wichtiger Erwerbszweig. So schuf der Bildhauer Jörg Kempf 1561 die Kanzel des Freiburger Münsters aus Pfaffenweiler Kalkstein. Das vermutlich älteste Gasthaus ist die „Stube” im Ortsteil Öhlinsweiler, das 1574/75 erbaut wurde. Als „Stube” diente es teilweise auch als Amtsgebäude. Die seit dem ausgehenden Mittelalter zu Pfaffenweiler gehörende Ortschaft Scherzingen auf der anderen Seite des Batzenbergs wurde im Zuge der Säkularisation 1806 selbständig und gehört seit der Gebietsreform 1975 zu Ehrenkirchen. PolitikGemeinderatDie Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Denkmäler / Grenzsteine
Museen
Regelmäßige VeranstaltungenDas Schneckenfest in Pfaffenweiler findet seit vielen Jahren jährlich am ersten Septemberwochenende statt. Entlang der Kapellenstraße im Oberdorf werden Höfe und Keller von den ortsansässigen Vereinen genutzt, um Köstlichkeiten der badischen Küche anzubieten. Merkmal des Schneckenfests ist die Brauchtumsschau, bei der jährlich ein Thema aus der Handwerkstradition des Dorfes von den Handwerkern selbst mit zum Teil Originalwerkzeugen dargestellt wird, zum Beispiel Steinhauer/Steinmetz, Rebanbau usw. LiteraturGemeinde Pfaffenweiler (Hg.), Pfaffenweiler, eine Ortsgeschichte. 1997, Modo-Verlag, Freiburg, ISBN 3-922675-66-2 Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
