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Plau am See ist eine Stadt im Landkreis Parchim, im Süden Mecklenburg-Vorpommerns, ca. 70 km südlich von Rostock. Die Stadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes. GeografiePlau am See liegt am Ausgang der Müritz-Elde-Wasserstraße aus dem Plauer See. Das hügelige Gebiet um Plau erreicht mit 109 m ü. NN bei Gaarz den höchsten Punkt, während der Spiegel des Plauer Sees auf 62 m ü. NN liegt. Ortsteile
GeschichtePlau ist aus der slawischen Siedlung Plawe (Flößort) entstanden und wurde erstmals im Jahre 1235 urkundlich erwähnt (= Bestätigung des 1225 oder 1226 verliehenen Stadtrechtes). 1287 erbaute Fürst Nikolaus II. von Werle ein Schloss auf einer aufgeschütteten Insel, das 1448/49 gegen Raubritter befestigt und in den 1540er Jahren zu einer Festung ausgebaut wurde. Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten mehrere Belagerungen die Stadt. 1660 wurde die Festung geschleift. Erhalten ist die Wallanlage, ein Burgturm und das 1822 auf dem Gewölbekeller des ehemaligen Schlosses errichtete Postmeister-Wohnhaus. Im 19. Jahrhundert entstanden eine Maschinenfabrik, eine Eisengießerei und eine Tuchfabrik. 1845 fuhr der erste Seitenraddampfer „Alban” über den Plauer See bis nach Röbel/Müritz. 1882 erhielt Plau Eisenbahnanschluss. VerkehrPlau ist über verschiedene Buslinien, Schiffslinien und in den Sommermonaten mit dem Ausflugsverkehr der Prignitzer Eisenbahn von Meyenburg zu erreichen. Plau liegt an den Bundesstraßen B 103 und B 191. Ca. 10 km östlich von Plau verläuft die A 19 und ca. 25 km südlich die A 24. Städtepartnerschaften
SehenswürdigkeitenPlau am See ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. Die unter Denkmalschutz stehende sehenswerte Altstadt besitzt zahlreiche Fachwerkhäuser. Ältestes Gebäude ist die im 13. Jahrhundert erbaute Ev. Pfarrkirche St. Marien. Von der einstigen großen Festungsanlage kündet heute noch der Burgturm von 1448 mit einem 11 m tiefen Verlies. Das Rathaus im attraktiven Stil der Neorenaissance wurde 1888 erbaut nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war. Technische Denkmale sind die 1916 mit Hilfe von Kriegsgefangenen errichtete Hubbrücke und die 1834 erbaute und inzwischen mehrfach modernisierte Eldeschleuse mit „Hühnerleiter” (bis 1945 Drehbrücke). Die Mühle wurde bereits 1273 urkundlich als „Plauer Wassermühle” erwähnt. 1756 wurde das Mühlengebäude nach einem Stadtbrand wieder aufgebaut, die Mühle 1930 stillgelegt. Im Stadtbereich sind mehrere Plastiken des Bildhauers Wilhelm Wandschneider zu finden, darunter der „Sämann” und der „Mähende Bauer” (links und rechts des Kinos mit den Inschriften „Durch din Utsaat läwt uns ganzes Volk” bzw. „Hol din Seis scharp, wenn die Aust kümmt”).
MuseenDas 1994 gegründete „Bildhauermuseum Prof. Wandschneider” zeigt Dokumente und Plastiken von Prof. Wilhelm Wandschneider, einem Ehrenbürger der Stadt. Seit wenigen Jahren ist im Burghof ein Museum im Aufbau, das sich insbesondere Plauer Handwerk und Industrie widmet.
Regelmäßige VeranstaltungenDie evangelische Kirchgemeinde St. Marien veranstaltet seit 1981 einen „Plauer Musiksommer”, der den Besuchern und Einwohnern der Stadt ca. 15 Konzertveranstaltungen (mittwochs 20:00 Uhr) präsentiert. Der „Plauer Badewannenverein” veranstaltet seit 1989 am ersten Wochenende im Juli auf der Elde mit der „Plauer Badewannenrallye” das größte Volksfest der Stadt. Ehrenbürger
Persönlichkeiten
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