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Pleidelsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg, etwa acht Kilometer nördlich der Kreisstadt Ludwigsburg. GeschichtePleidelsheim wurde erstmals im Jahre 794 im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Der Ort geht auf eine fränkisch-alemannische Gründung des 6./7. Jahrhundert zurück. Namensgeber ist ein gewisser Blidolv, dessen Gehöft auf dem heutigen Gemeindegebiet lag (im Bereich der heutigen Mundelsheimer Straße). In alten Chroniken und Karten lautet der Ortsname deshalb zumeist "Blidolvsheim". Im 12. Jahrhundert gehörte der Ort zum Einflußbereich der Staufer. Pleidelsheim gehörte bis 1938 zum Oberamt Marbach. Seither ist es Teil des Landkreises Ludwigsburg. ReligionenSeit Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert ist Pleidelsheim vorwiegend evangelisch geprägt. Der evangelische Pfarrer von Pleidelsheim heißt Herbert Würth. Mit der Fatih-Moschee gibt es aber auch ein muslimisches Gotteshaus. Die Katholiken werden von zuständigen Pfarrer in Freiberg am Neckar betreut, obwohl es in Pleidelsheim eine katholische Kirche gibt. PolitikGemeinderatDie Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 führte zu folgendem Ergebnis:
Bürgermeister
Wappen und FlaggeDas Wappen zeigt in Gold zwei schräg gekreuzte schwarze Doppelhaken. Als Marksteinzeichen diente früher ein B (gemäß der alten Schreibweise, s.o.). Im Gemeindesiegel erscheint später ein einzelner Doppelhaken. 1937 „verdoppelte” die Gemeinde ihre Wappenfigur, womit das heutige Wappen entstand. Die Gemeindeflagge ist rot-weiß und wurde am 13. September 1954 verliehen. Dabei wurden bewusst Farben gewählt, die von denen des Gemeindewappens abwichen, um die Flagge von der Landesflagge zu unterscheiden. PartnerschaftenFertöszentmiklós in Ungarn ist seit 1987 Partnergemeinde von Pleidelsheim. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenIn Pleidelsheim gibt es das Krauser-Gedächtnis-Zweiradmuseum und seit 1998 ein Evangelisches Kirchenmuseum im Pfarrhaus. BauwerkeDie Mauritiuskirche weist einen mächtigen Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert auf, der als Wahrzeichen Pleidelsheims gilt und schon von weitem sichtbar ist. Er ist einer der ältesten erhaltenen Kirchtürme in der Region. Die Kirche selbst wurde in ihrer Geschichte mehrmals umgebaut und erweitert; ihre heutige Gestalt erhielt sie im Jahre 1586. Der wuchtige, flachgedeckte Sandsteinbau besitzt im Innern eine große Empore, die mit Bildtafeln aus dem 17. Jahrhundert geschmückt ist. Aus der selben Zeit wie die Gemälde stammt auch die Kanzel. In unmittelbarer Nähe der Mauritiuskirche befinden sich das Pfarrhaus (Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert), die Mühle (ehemalige Kelter, Steinhaus von 1511), der Gasthof Ochsen (um 1600) sowie zahlreiche andere historische Fachwerkbauten des 16. und 17. Jahrhundert. Das Alte Rathaus von 1613 befindet sich in der Ortsmitte, mitten in der Hauptstraße. Wirtschaft und InfrastrukturPleidelsheim ist ein Zentrum des Spargelanbaus in der Region. Der früher bedeutende Tabakanbau ist jedoch zum Erliegen gekommen. VerkehrPleidelsheim ist über die Bundesautobahn A 81 (Würzburg - Gottmadingen) an das überregionale Straßennetz angebunden. UmweltzoneIn Pleidelsheim gilt ab dem 01. Juli 2008 die Feinstaubplakettenpflicht, wenn im Jahr 2007 der Grenzwert für den PM 10- Tagesmittelwert nicht eingehalten wird. Sollte der Grenzwert eingehalten werden, gilt das Fahrverbot ab dem 01. Januar 2010. Alle Fahrzeuge die ab diesem Zeitpunkt in oder durch den Ort fahren, müssen mindestens der Schadstoffgruppe 2 angehören. Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) unterliegen einem Fahrverbot. Zum 01. Januar 2012 wird das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auch auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette) ausgeweitet.[1] Ansässige Unternehmen
BildungMit der Friedensschule hat Pleidelsheim eine eigene Grundschule. Darüber hinaus gibt es mehrere Kindergärten. PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
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