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Pullenreuth ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg. Ortsteile
GeografieGeografische LageDie Gemeinde liegt am Fuße des Steinwaldes und grenzt direkt an das Fichtelgebirge. NachbargemeindenNachbargemeinden sind Neusorg, Waldershof und Erbendorf. GeschichteDer Ort Pullenreuth selbst wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt, wobei davon auszugehen ist, dass der Ort schon mindestens seit dem Beginn des 11. Jahrhunderts existiert. 1285 ließ der Herzog Pullenreuth in ein so genanntes "Salbuch" eintragen, das die Zugehörigkeit zur Burg Waldeck beschrieb: Entstehung des OrtsnamenDer Ortsname des Ortsteils Mengersreuth endet mit der Silbe -reuth, was wohl mit gerodet, roden, Rodung zu übersetzen ist. Der restliche Teil des Wortes geht angeblich auf einen Mann namens "Meingotz" zurück. Doch dies ist wohl ein Irrtum; der Name Mengersreuth ist nicht so alt wie Pullenreuth (mittelhochdeutsch: Pulnruit). Demnach soll der Name Mengersreuth auf das Adelsgeschlecht der Mengersreuther (Mengersreuth bei Weidenberg in Franken) zurückgehen, die 1407 Grund in Riglasreuth erwarben und dort eine Burg errichteten. Sie weiteten ihr Gebiet immer weiter aus, bis Pullenreuth. Jedoch besaßen sie in Pullenreuth nur das Gebiet rechts des Hartbaches; fortan hieß dieser Teil Mengersreuth, der andere Dechantsees. ReligionenDie Pullenreuther Bevölkerung bekennt sich nahezu ausnahmslos zur Römisch-Katholischen Kirche. Die erste katholische Kirche in Pullenreuth stand vermutlich schon im 11. Jh. Jedoch wurde diese mittelalterliche Kirche von den Hussiten zerstört, etwa um das Jahr 1453 herum. Die Kirche wurde vermutlich 1505 wieder aufgebaut. Der Dreißigjährige Krieg nahm das Gotteshaus ziemlich mit, so dass es der damalige Pfarrer als das "ärmste auf der Straße nach Nürnberg" bezeichnete. 1668 wurde Pullenreuth eine eigene Pfarrei. Im Jahre 1738 wandte sich Pfarrer Johann Friedrich Forster an die kurfürstliche Regierung in Amberg, jedoch vergeblich. Am 9. März 1749 geschah dann das Schreckliche: Während des Gottesdienstes vernahmen die Gläubigen ein Krachen im Mauerwerk und stürmten aus der Kirche, aus Angst, sie könne einstürzen. Die Leute auf der Empore retteten sich sogar aus den Fenstern. Wenige Tage später stürzte die Kirche dann tatsächlich ein. Aufgrund dieses Ereignisses wurden nun endlich Geldmittel freigemacht, so dass die Kirche im April 1749 abgerissen werden konnte. Am 14. August 1749 begann man dann mit dem Neubau der Kirche, der 1751 vollständig abgeschlossen werden konnte. Jedoch besaß die Kirche weder Bänke, noch Hochaltar, noch Fußbodenbelag. 1769 kaufte man einen Hochaltar. Es fanden dann nur noch kleiner Renovierungen (Restaurierungen der kunstvollen Deckengemälde, etc.) statt. Heute erstrahlt das Gotteshaus mit seinem 21 Meter hohen Glockenturm in vollem Glanz. PolitikGemeinderatErgebnis der Wahl des Gemeinderats am 3. März 2002:
Wirtschaft und InfrastrukturPullenreuth ist eine Agrargemeinde, d.h., dass viele der Bürger Bauern sind. VerkehrPullenreuth hat keinen eigenen Anschluss an Autobahnen oder Bundesstraßen, jedoch wird der Ortsname auf dem Abfahrtsschild Nr. 15 der A 93 erwähnt. Pullenreuth liegt direkt an der Staatsstraße zwischen den Regionszentren Kemnath und Marktredwitz. Ansässige UnternehmenEines der wichtigsten Unternehmen in Pullenreuth ist Haider Bioswing, Produzent von Bürostühlen. Gegründet wurde der Betrieb von Eduard Haider. BildungPullenreuth hat eine Grundschule (nur 4 Klassen ohne Hauptschule), die etwa von 100 Schülern besucht wird. Das SchwedenkreuzUm das sogenannte "Schwedenkreuz von Dechantsees" rankt sich eine Sage: Im Dreißigjährigen Krieg rissen die Schweden das schwere Eisenkreuz vom Dach der Hl.-Kreuz-Kapelle in Dechantsees und wollten es in einem Brunnen versenken. Doch das Kreuz ging nicht unter und kam immer wieder hoch. Seitdem wird das Kreuz im Inneren der Dechantseeser Kapelle aufbewahrt. Auf dem Giebel befindet sich heute eine Kopie des Kreuzes. Die Inschrift des Kreuzes lautet "Crux Sancti Patris Benedicti Crux Sacra Sit Mihi Lux Non Draco Sit Mihi Dux Vade Retro Satanas Nunquam Suade Mihi Vana Sint Mala quae....". Zu Deutsch: "Das Kreuz des heiligen Vaters Benedikt Das Kreuz sei mir Licht; nicht der Drache/Teufel sei mein Führer. Weiche zurück Satan; niemals rate mir nichtige Taten. Sei es auch Schlimmes, was du trinkst....." Partnergemeinde
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