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Ratzeburg ist eine Stadt in Schleswig-Holstein, nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Ratzeburg ist die Kreisstadt des Kreises Herzogtum Lauenburg. Sie ist als Luftkurort und auf Grund ihrer einzigartigen Lage auf einer nur durch drei Dämme mit dem Festland verbundenen Insel als „Inselstadt” bekannt. GeographieRatzeburg liegt im Naturpark Lauenburgische Seen. Die nächst größeren Städte sind Mölln und Lübeck sowie Schwerin. Ratzeburg ist Bestandteil der Metropolregion Hamburg. Ratzeburger Dom und Altstadt liegen auf einer malerischen Insel im Ratzeburger See. Von 1945 bis 1989 lag Ratzeburg an der Zonengrenze zur Sowjetischen Besatzungszone bzw. an der innerdeutschen Grenze zur DDR. GeschichteVon Racesburg zu Ratzeburg - die Geschichte einer Inselstadt Der Name geht angeblich auf den Fürsten Ratibor/Ratse zurück, welcher an der Spitze des abodritischen Teilstammes der Polaben stand. Er residierte hier im frühen 11. Jahrhundert in der vermutlich von ihm selbst errichteten Ringwallanlage. Von der „Racesburg” ist 1062 in einer in Worms ausgestellten, aber nicht übergebenen Empfängerurkunde von Heinrich IV. die Rede. In dem Schriftstück schenkt dieser die Burg dem Billungerherzog Ordulf. Auch Adam von Bremen erwähnt 1076 das damals slawische Ratzeburg bei seiner Beschreibung des Todes von Ansverus am 15. Juli 1066 auf dem Rinsberg bei Einhaus über dem Ratzeburger See: Ansverus monacus et cum eo alii apud Razzisburg lapidati sunt. Idus Iulii passio illorum occurrit. Das Ansveruskreuz ist heute noch am Waldrand in Einhaus in der Nähe von Ratzeburg zu sehen. In drei Anläufen erfolgte die Christianisierung, die Stadtgründung und endgültige Etablierung des Bistums erfolgte 1154 durch Heinrich den Löwen (siehe auch Artikel Bistum Ratzeburg). Während die Stadt zum Herzogtum Sachsen-Lauenburg, dem späteren preußischen Landkreis Herzogtum Lauenburg, gehörte, gelangte das Stiftsgebiet mit dem Domhof 1648 durch den Westfälischen Frieden als Fürstentum Ratzeburg in die Hand der Mecklenburger und wurde 1701 ein Teil von Mecklenburg-Strelitz. Erst mit dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937 wurde der Dombezirk Teil der Stadtgemeinde. Die Kirchengemeinde des Doms blieb Teil der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg, das Domarchiv verwahrte nach Kriegsende über viele Jahrzehnte die Sammlung älterer Kirchenbücher (fast) aller mecklenburgischer Gemeinden, die inzwischen ins Landeskirchliche Archiv Schwerin rückgeführt wurde. Die 1692 vom Herzog von Sachsen-Lauenburg stark befestigte Stadt erregte das Mißfallen des Dänischen Königs, der Ratzeburg daraufhin 1693 bis auf die Domhalbinsel mehr oder weniger komplett in Schutt und Asche legte, so dass ein völliger Wiederaufbau im barocken Stil nach dem Vorbild der Innenstadt von Mannheim erforderlich wurde. Die letzten Befestigungsanlagen wurden 1816 von den Dänen beseitigt. PolitikBürgermeister
WappenBlasonierung: „In Silber eine durchgehende rote Burg mit offenem, rundbogigem Tor, bis zum unteren Schildrand reichender Zinnenmauer und drei Zinnentürmen, von denen der mittlere, höhere mit blauem Spitzdach (darauf ein roter Knauf) versehen ist; neben den aufgeschlagenen, goldenen Torflügeln je drei goldene, aus dem unteren Schildrand emporwachsende niedrige Palisadenpfähle.” (Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein) VerkehrRatzeburg liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 207 Alte Salzstraße von Lübeck nach Lüneburg. Die B 208 von Bad Oldesloe nach Gadebusch und Wismar sowie Richtung Schwerin, führt durch die Stadt. Nördlich besteht Anschluss an die Ostseeautobahn A20 (Anschlussstelle Groß Sarau), südlich an die A24 Hamburg - Berlin, (Anschlussstellen Talkau und Hornbek). Der regionale Flughafen Lübeck-Blankensee ist nur knapp 20 Kilometer entfernt, bis zum internationalen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel sind es ca. 70 Kilometer. Ratzeburg liegt an der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg. Mit der Bahn ist Ratzeburg aus Richtung Lübeck und Lüneburg jeweils stündlich zu erreichen. In der Vergangenheit war Ratzeburg ein Bahnknotenpunkt und lag an der wichtigen Kaiser-Wilhelm-Bahnlinie von Berlin nach Kiel. Während die Ratzeburger Kleinbahn, welche in der Zeit von 1908 bis 1934 nach Klein Thurow führte, lediglich regionale Bedeutung hatte, war vor allem die Verbindung zwischen Neumünster, Bad Oldesloe und Hagenow über Ratzeburg vor dem Zweiten Weltkrieg recht bedeutsam. Von dieser Strecke sind heutzutage nur noch die Abschnitte Neumünster - Bad Oldesloe und auf mecklenburgischer Seite Hagenow Land nach Hagenow im Personenverkehr in Betrieb, während der Abschnitt Hagenow nach Zarrentin zur Zeit nicht mehr planmäßig bedient wird. Zwischen Hollenbek und Zarrentin wurde die Strecke durch die Teilung Deutschlands unterbrochen. Die Strecke Bad Oldesloe - Ratzeburg - Hollenbek wurde im Personenverkehr - aufgrund der deutschen Teilung und des damit verbundenen Verkehrsrückganges - bereits 1962 und im Güterverkehr nach und nach bis 1971 stillgelegt. Danach wurde die Strecke vollständig abgebaut. Auf der Strecke Ratzeburg - Hollenbek finden seit einigen Jahren rund um den sogenannten Erlebnisbahnhof Schmilau Draisinenfahrten statt. Eine mögliche Wiederverbindung der beiden Streckenenden in Hollenbek und Zarrentin und damit eine durchgängige Wiederinbetriebnahme wird regional diskutiert. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
Regelmäßige Veranstaltungen
Einrichtungen
Sportvereine
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Sonstige
Siehe auch: Liste der Bischöfe von Ratzeburg. Literatur, Quellen und AnmerkungenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
