Reddeber in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wernigerode
Verwaltungsge-
meinschaft:
Nordharz
Koordinaten: 51° 52′ N, 10° 48′ O
Höhe: 201 m ü. NN
Fläche: 4,76 km²
Einwohner: 876
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38855
Vorwahl: 03943
Kfz-Kennzeichen: WR
Gemeindeschlüssel: 15 3 69 019
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Technik 4
38871 Veckenstedt
Bürgermeister: Reiner Oppermann

Reddeber ist eine Gemeinde im Landkreis Wernigerode in Sachsen-Anhalt (Deutschland), die seit 2005 zur Verwaltungsgemeinschaft Nordharz gehört.

Geografische Lage

Reddeber liegt im nördlichen Harzvorland nordöstlich der Kreisstadt Wernigerode und ist von dort über eine Landesstraße zu erreichen, die weiter nach Minsleben oder Heudeber führt. Den Ort tangiert die neue Bundesstraße 6, die hier jedoch über keine Ausfahrt verfügt.

Geschichte

Der Ort wurde 936 erstmals als Rudiburgi urkundlich durch Otto I. erwähnt. Da man jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1955 eine 1000-Jahrfeier organisiert hatte, wurde 2005 das 1050-jährige Ortsjubiläum gefeiert. Die Ortsgründung geht jedoch auf einen Königshof aus dem 5. oder 6. Jahrhundert unter Karl dem Großen zurück. Kaiser Otto III. schenkt das Gut Rudiburo der Kirche zu Halberstadt im Jahre 1000. Im Jahre 1120/21 wird der Ort an den Grafen von Wernigerode übergeben. Im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts geht Ridebere als Lehen an den Grafen von Blankenburg-Regenstein und kehrt nach der Niederlage des Regensteiner Raubgrafen 1343 an Wernigerode zurück. 1531 erfolgt die Trennung von Dorf und Flur - das Ober- und Niedergericht wird der Herrschaft des Regenstein, die Flur aber der Herrschaft von Stolberg-Wernigerode zugesprochen. 1599 vereinnahmt Herzog Julius von Braunschweig und Bischof von Halberstadt widerrechtlich die Grafschaft Blankenburg samt Reddeber. 1806-1813 kommt Reddeber nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon 1806 zum neu gegründeten Königreich Westphalen unter Napoleons Bruder Jerome. Speziell gehörte Reddeber zum Saaledepartement, Landkanton Wernigerode. Das Königreich Westphalen brach nach der Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 wieder zusammen. Ab 1816 erfolgt die Einteilung des Regierungsbezirks Magdeburg, Reddeber gehörte nun zum landrätlichen Kreis Osterwieck. 1822 kommt Reddeber wieder in die Grafschaft Wernigerode zurück. Reddeber wird 1870 von der Flur Wernigerode getrennt und bekam wieder eine eigene Flur. Gegen Mittag des 11. April 1945 besetzen amerikanische Truppen den Ort. 2 tapferen Einwohnern ist es zu verdanken, dass statt der Waffen des Volkssturms eine weiße Fahne wehte.

Persönlichkeiten

  • Dr. jur. Ludwig Günther Martini (1647-1719), Jurist und Kanzleidirektor der Grafen zu Stolberg sowie Gutsbesitzer in Reddeber, starb hier.



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Informationsportal über Reddeber in Sachsen-Anhalt - 26.5.2012