Rees in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Kleve
Koordinaten: 51° 46′ N, 6° 24′ O
Fläche: 109,66 km²
Einwohner: 22.559 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahl: 46459
Vorwahlen: 0 28 51
Kfz-Kennzeichen: KLE
Gemeindeschlüssel: 05 1 54 044
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
46459 Rees
Webpräsenz: www.stadt-rees.de
Bürgermeister: Dr. Bruno Ketteler (CDU)

Die Stadt Rees liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Kreisangehörige Stadt des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.

Geografie

Stadtgebiet

Räumlich ist das Stadtgebiet in folgende sieben Stadtteile gegliedert

  • Bienen
  • Empel
  • Haffen
  • Haldern
  • Mehr
  • Millingen
  • Rees.

Bevölkerungsentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Nachbargemeinden/-städte

Die Stadt Rees grenzt im Norden an die Gemeinde Oude IJsselstreek (Provinz Gelderland, NL) und die Stadt Isselburg (Kreis Borken), im Osten an die Städte Hamminkeln und Wesel sowie im Süden an die Stadt Xanten (alle drei im Kreis Wesel) und im Westen an die Städte Kalkar und Emmerich am Rhein.

Geschichte

  • 500-800 n. Chr. - Gründung einer fränkischen Siedlung auf einer erhöhten Stelle, einer "Ward". Der Name Rees soll auf "Rys" = Reis = Rees (Weidengehölz mit Röhricht) zurückgehen.
  • 657-739 - Christianisierung des Niederrheins durch den irischen Mönch Willibrord.
  • um 1000 - Erste Erwähnung von Aspel.
  • 14. Juli 1228 - Der Kölner Erzbischof erhebt Rees zur Stadt. Sie ist damit die älteste Stadt am unteren Niederrhein. Rees weist ca. 150 Gebäude auf und hat etwa 600 Bewohner.
  • 1289/90 - Baubeginn der Stadtmauer; um 1350 ist der Bau der Stadtmauer abgeschlossen.
  • 1392 - Rees und Aspel gelangen endgültig zur Grafschaft und dem späteren Herzogtum Kleve.
  • 1598 - Einnahme und Besetzung von Rees durch ein spanisches Söldnerheer während des spanisch-niederländischen Krieges (Achtzigjähriger Krieg).
  • 1614 - Nach dem Tode des letzten Klever Herzogs Johann Wilhelm (1609) gehört Rees zu Brandenburg und den Niederlanden Gelegenheit gegeben, ihre Werke zu präsentieren. Der Skulpturenpark befindet sich in Rheinnähe und ist so sehr gut für Spaziergänger, aber auch Radfahrer im Rahmen der Rheinerkundung als zusätzliche Attraktion zu besichtigen. Auch der neue Planetenwanderweg schließt sich hier an.

    An der Rheinpromenade steht die Bronze-Statue Zwiegespräch des Künstlers Jürgen Ebert aus Bocholt. Wie die beiden zu Bronze gewordenen Mädchen Laura und Yasmin an die Reeser Rheinpromenade kamen, erzählt der Schriftsteller H. D. von der Strauchburg in seinem Märchen DIE BRONZEMÄDCHEN. Das Märchen erschien 2004 und wurde im gleichen Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

    Ein Theater existiert in Rees zwar nicht, aber im Bürgerhaus finden dafür wechselnde Veranstaltungen aus dem Bereich Schauspiel, Konzert, Comedy und Kindertheater statt.

    Seit einigen Jahren veranstaltet zudem die Stadt Rees zwischen Mai und Oktober den sogenannten "Reeser Erlebnissommer". Hierbei handelt es sich um verschiedenste Veranstaltungen von organisierten Radtouren bis hin zu einem Open-Air-Kino. Auf der Homepage der Stadt Rees und auf Hinweistafeln im Ortskern wird auf die entsprechenden Termine und Veranstaltungsorte hingewiesen.

    Der Planetenwanderweg zwischen Rees und dem Ortsteil Haffen-Mehr stellt auf ca. 8 km maßstabsgetreu die Planeten unseres Sonnensystems dar. Auch der Planetenwanderweg ist im Rahmen der Stadterkundung mit dem Rad oder zu Fuß erreichbar und stellt für den Beucher, oder Kurzurlauber eine weitere Attraktion dar.

    Zur Kultur in der kleinen Rheinstadt zählt auch der Sport. So gastierten beispielsweise auf der Sportplatzanlage des SV Rees an der Ebentalstraße, die aus vier Rasenplätzen (davon zwei mit Flutlicht) besteht, bereits zahlreiche renomierte Mannschaften zu einem Trainingslager. Alemannia Aachen bereitete sich hier auf das Pokalfinale vor, die Nationalmannschaft von Kamerun und zahlreiche weitere internationale Topmannschften gastierten bereits in Rees und nutzten die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten sich auf ihre jeweiligen sportlichen Herausforderungen vorzubereiten.

    Verkehrsinfrastruktur

    Schienen- und Busverkehr

    Der Bahnhof Empel-Rees liegt ungefähr 4 km nordöstlich des Stadtzentrums an der Hollandstrecke (KBS 420).

    Er wird im Schienenpersonennahverkehr

    • vom Rhein-Express (RE 5) Emmerich–Wesel–Oberhausen–Duisburg–Düsseldorf–Köln–Bonn–Koblenz und
    • von der RegionalBahn „Der Weseler” (RB 35) Emmerich–Wesel–Oberhausen–Duisburg, die in der Hauptverkehrszeit nach Düsseldorf durchgebunden ist, bedient.

    Ebenso an der Hollandstrecke liegen zwei weitere Stationen, die Haltepunkte "Haldern" und "Millingen", die nur von der Regionalbahn "Der Weseler" (RB 35) bedient werden.

    Zwischen dem 25. Mai 1914 und dem 31. Dezember 1966 verkehrten hier die Straßenbahnen der Kleinbahn Wesel-Rees-Emmerich und zwischen dem 28. Februar 1915 und dem 31. Dezember 1966 die der Kleinbahn Rees-Empel.

    Der Bahnhof ist durch eine Stadtbuslinie an das Stadtzentrum angebunden.

    Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

    Straßen

    Im Fernstraßenbereich ist Rees an die Bundesautobahn 3 (E 35) sowie die Bundesstraßen 8 und 67 angebunden.

    Für Fußgänger- und Radfahrer verkehren von Ostern bis Oktober

    • die Rheinfähre „Rääße Pöntje” von Rees nach Reeserschanz in Kalkar-Niedermörmter bei Rheinstrom-km 838 und
    • die Rheinfähre „Inseltreue” von Grietherort nach Kalkar-Grieth bei Rheinstrom-km 845.

    Wasserstraße

    Rhein

    Literatur

    • Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler des Kreises Rees (=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 2,1), Düsseldorf 1892.
    • Klaus Flink: Rees, Xanten und Geldern. Formen der städtischen und territorialen Entwicklung am Niederrhein 1, Kleve 1981.
    • Heike Hawicks: Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heiligenverehrung für die Errichtung gotischer Sakralbauten am Niederrhein. Das Beispiel von Viktortracht und Viktordom in Xanten im Kontext des Prozessions- und Kirchbauwesens in Rees und Köln, in: Heiligenverehrung und Wallfahrten am Niederrhein (=Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie, Band 6), hrsg. von Dieter Geuenich, Essen 2004, S.50-70.
    • Dieter Kastner: Rees – Geschichte der Stadt im Überblick, in: Städtisches Museum Koenraad Bosman. Museum für Kunst und Stadtgeschichte Rees, Rees 1997, S.63-98.
    • Erich Liesegang: Recht und Verfassung von Rees (= WZGK, Ergänzungsheft 6), Trier 1890.
    • Felix Rütten: Rees am Rhein. Die mittelalterliche Stadt und ihre Grundlagen. Festschrift zum 700 jährigen Stadtjubiläum (14. bis 16. Juli 1928), Rees 1928
    • Krist, Jan: Die Hölle von Rees. Erinnerungen an ein Zwangsarbeiterlager Aus dem Niederländ. von Erwin und Marie-Elisabeth Rehn. Labhard, Konstanz, 2. Aufl. 1989 ISBN 392693719X

    Weblinks

    • Website der Stadt Rees
    • Inoffizielle Webseite von Rees am Rhein
    Städte und Gemeinden im Kreis Kleve

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    Jahr Einwohner
    1998 21.061
    1999 21.412
    2000 21.618
    2001 21.995
    2002 22.211
    2003 22.374
    2004 22.502
    2005 22.559



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Informationsportal über Rees in Nordrhein-Westfalen - 25.5.2012