1614 - Nach dem Tode des letzten Klever Herzogs Johann Wilhelm (1609) gehört Rees zu Brandenburg und den Niederlanden Gelegenheit gegeben, ihre Werke zu präsentieren. Der Skulpturenpark befindet sich in Rheinnähe und ist so sehr gut für Spaziergänger, aber auch Radfahrer im Rahmen der Rheinerkundung als zusätzliche Attraktion zu besichtigen. Auch der neue Planetenwanderweg schließt sich hier an.
An der Rheinpromenade steht die Bronze-Statue Zwiegespräch des Künstlers Jürgen Ebert aus Bocholt. Wie die beiden zu Bronze gewordenen Mädchen Laura und Yasmin an die Reeser Rheinpromenade kamen, erzählt der Schriftsteller H. D. von der Strauchburg in seinem Märchen DIE BRONZEMÄDCHEN. Das Märchen erschien 2004 und wurde im gleichen Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.
Ein Theater existiert in Rees zwar nicht, aber im Bürgerhaus finden dafür wechselnde Veranstaltungen aus dem Bereich Schauspiel, Konzert, Comedy und Kindertheater statt.
Seit einigen Jahren veranstaltet zudem die Stadt Rees zwischen Mai und Oktober den sogenannten "Reeser Erlebnissommer". Hierbei handelt es sich um verschiedenste Veranstaltungen von organisierten Radtouren bis hin zu einem Open-Air-Kino. Auf der Homepage der Stadt Rees und auf Hinweistafeln im Ortskern wird auf die entsprechenden Termine und Veranstaltungsorte hingewiesen.
Der Planetenwanderweg zwischen Rees und dem Ortsteil Haffen-Mehr stellt auf ca. 8 km maßstabsgetreu die Planeten unseres Sonnensystems dar. Auch der Planetenwanderweg ist im Rahmen der Stadterkundung mit dem Rad oder zu Fuß erreichbar und stellt für den Beucher, oder Kurzurlauber eine weitere Attraktion dar.
Zur Kultur in der kleinen Rheinstadt zählt auch der Sport. So gastierten beispielsweise auf der Sportplatzanlage des SV Rees an der Ebentalstraße, die aus vier Rasenplätzen (davon zwei mit Flutlicht) besteht, bereits zahlreiche renomierte Mannschaften zu einem Trainingslager. Alemannia Aachen bereitete sich hier auf das Pokalfinale vor, die Nationalmannschaft von Kamerun und zahlreiche weitere internationale Topmannschften gastierten bereits in Rees und nutzten die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten sich auf ihre jeweiligen sportlichen Herausforderungen vorzubereiten.
Verkehrsinfrastruktur
Schienen- und Busverkehr
Der Bahnhof Empel-Rees liegt ungefähr 4 km nordöstlich des Stadtzentrums an der Hollandstrecke (KBS 420).
Er wird im Schienenpersonennahverkehr
- vom Rhein-Express (RE 5) Emmerich–Wesel–Oberhausen–Duisburg–Düsseldorf–Köln–Bonn–Koblenz und
- von der RegionalBahn „Der Weseler” (RB 35) Emmerich–Wesel–Oberhausen–Duisburg, die in der Hauptverkehrszeit nach Düsseldorf durchgebunden ist, bedient.
Ebenso an der Hollandstrecke liegen zwei weitere Stationen, die Haltepunkte "Haldern" und "Millingen", die nur von der Regionalbahn "Der Weseler" (RB 35) bedient werden.
Zwischen dem 25. Mai 1914 und dem 31. Dezember 1966 verkehrten hier die Straßenbahnen der Kleinbahn Wesel-Rees-Emmerich und zwischen dem 28. Februar 1915 und dem 31. Dezember 1966 die der Kleinbahn Rees-Empel.
Der Bahnhof ist durch eine Stadtbuslinie an das Stadtzentrum angebunden.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Straßen
Im Fernstraßenbereich ist Rees an die Bundesautobahn 3 (E 35) sowie die Bundesstraßen 8 und 67 angebunden.
Für Fußgänger- und Radfahrer verkehren von Ostern bis Oktober
- die Rheinfähre „Rääße Pöntje” von Rees nach Reeserschanz in Kalkar-Niedermörmter bei Rheinstrom-km 838 und
- die Rheinfähre „Inseltreue” von Grietherort nach Kalkar-Grieth bei Rheinstrom-km 845.
Wasserstraße
Rhein
Literatur
- Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler des Kreises Rees (=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 2,1), Düsseldorf 1892.
- Klaus Flink: Rees, Xanten und Geldern. Formen der städtischen und territorialen Entwicklung am Niederrhein 1, Kleve 1981.
- Heike Hawicks: Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heiligenverehrung für die Errichtung gotischer Sakralbauten am Niederrhein. Das Beispiel von Viktortracht und Viktordom in Xanten im Kontext des Prozessions- und Kirchbauwesens in Rees und Köln, in: Heiligenverehrung und Wallfahrten am Niederrhein (=Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie, Band 6), hrsg. von Dieter Geuenich, Essen 2004, S.50-70.
- Dieter Kastner: Rees – Geschichte der Stadt im Überblick, in: Städtisches Museum Koenraad Bosman. Museum für Kunst und Stadtgeschichte Rees, Rees 1997, S.63-98.
- Erich Liesegang: Recht und Verfassung von Rees (= WZGK, Ergänzungsheft 6), Trier 1890.
- Felix Rütten: Rees am Rhein. Die mittelalterliche Stadt und ihre Grundlagen. Festschrift zum 700 jährigen Stadtjubiläum (14. bis 16. Juli 1928), Rees 1928
- Krist, Jan: Die Hölle von Rees. Erinnerungen an ein Zwangsarbeiterlager Aus dem Niederländ. von Erwin und Marie-Elisabeth Rehn. Labhard, Konstanz, 2. Aufl. 1989 ISBN 392693719X
Weblinks
- Website der Stadt Rees
- Inoffizielle Webseite von Rees am Rhein
Städte und Gemeinden im Kreis Kleve
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| Jahr |
Einwohner |
| 1998 |
21.061 |
| 1999 |
21.412 |
| 2000 |
21.618 |
| 2001 |
21.995 |
| 2002 |
22.211 |
| 2003 |
22.374 |
| 2004 |
22.502 |
| 2005 |
22.559 |