Reichelsheim in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Koordinaten: 49° 43′ N, 8° 51′ O
Höhe: 211 m ü. NN
Fläche: 58,21 km²
Einwohner: 9106
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 64381–64385 (alt: 6101)
Vorwahl: 06164
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bismarckstraße 43
64385 Reichelsheim
Webpräsenz: www.reichelsheim.de
Bürgermeister: Gerd Lode (SPD)

Reichelsheim ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen, Deutschland.

Geografie

Geografische Lage

Reichelsheim liegt im mittleren Odenwald in 200 bis 538 Meter Höhe inmitten des Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Nachbargemeinden

Reichelsheim grenzt im Norden an die Gemeinden Fränkisch-Crumbach, Brensbach und Brombachtal, im Osten an die Stadt Michelstadt und die Gemeinde Mossautal (alle im Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fürth, sowie im Westen an die Stadt Lindenfels (beide Kreis Bergstraße).

Gliederung

Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Reichelsheim die dreizehn Ortsteile Beerfurth, Bockenrod, Eberbach, Erzbach, Frohnhofen, Gersprenz, Gumpen, Klein-Gumpen, Laudenau, Ober-Kainsbach, Ober-Ostern, Rohrbach und Unter-Ostern.

Geschichte

Erstmalig wurde die Gemeinde 1303 urkundlich erwähnt.

Politik

Gemeindevertretung

Der Gemeindevertretung in Reichelsheim setzt sich aus 31 Gemeindevertretern zusammen.

SPD 14 Sitze
CDU-Reichelsheimer Wählergemeinschaft 13 Sitze
FDP 2 Sitze
Grüne 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. März 2006)

Bürgermeister

In der Stichwahl am 23. Juni 2002 wurde Gerd Lode (SPD) mit 76,4% der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat Jürgen Göttmann (CDU) erhielt 23,6%.

Wappen

Auf goldenem, gewölbtem Boden stehen drei große goldene Eichen gegen einen roten Hintergrund. Zwischen den Eichen wachsen zwei Eichenschößlinge heran. Drei silberne Sterne stehen über diesem symbolisierten Wald.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Märchen- und Sagentage

Seit 1995 finden jedes Jahr im Oktober die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage mit Verleihung des Wildweibchenpreises statt.

Regionalmuseum

Untergebracht im ehemaligen Rathaus, Deutschlands ältestem Fachwerk-Rathaus mit der Mannform als Verstrebungsfigur. Ausstellungsschwerpunkte sind der Bergbau, typische Handwerke wie Lebkuchenbäckerei, Gäulchesmacher (Holzschnitzer für Pferde), Schindler und Schuhmacher sowie das frühere Dorfschulwesen und die ehemalige Reinheim-Reichelsheimer Eisenbahn ("Odenwälder Lieschen").

Schloss Reichenberg

Das heutige Schloß Reichenberg entstand als Burg Richenburg im 13. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307. Bemerkenswert ist das Herrenhaus (Palas). Der Palas wurde wegen seines gekrümmten Grundrisses der Krumme Bau genannt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg in wechselndem adligem Besitz. Von 1876 bis 1924 wurde die nun Schloß Reichenberg genannte Anlage als Privatschule für Knaben der gehobenen Stände genutzt. Danach übernahm die Familie Siefert vom Frohnhof das Schloß. Sie verkaufte 1963 einige Gebäude als Ferienheim an die Deutsche Bundespost.

Im Juli 1979 kaufte ein gemeinnütziger Verein das Schloß Reichenberg. Er baute es zu einer internationalen Begegnungs- und Tagungsstätte mit einem öffentlich zugänglichen Schloßcafé um.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die Bundesstraßen B 47 ("Nibelungenstraße" zwischen Michelstadt und Worms) und B 38 (zwischen Roßdorf bei Darmstadt und Weinheim/Mannheim), die gemeinsam durch Reichelsheim führen, ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen. Busverbindungen nach Bensheim, Fürth i.Odw., Reinheim und Michelstadt schaffen Anschluss ans öffentliche Schienennetz (DB und Odenwaldbahn).




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Informationsportal über Reichelsheim in Hessen - 25.5.2012