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Reichelsheim ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen, Deutschland. GeografieGeografische LageReichelsheim liegt im mittleren Odenwald in 200 bis 538 Meter Höhe inmitten des Naturpark Bergstraße-Odenwald. NachbargemeindenReichelsheim grenzt im Norden an die Gemeinden Fränkisch-Crumbach, Brensbach und Brombachtal, im Osten an die Stadt Michelstadt und die Gemeinde Mossautal (alle im Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fürth, sowie im Westen an die Stadt Lindenfels (beide Kreis Bergstraße). GliederungZur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Reichelsheim die dreizehn Ortsteile Beerfurth, Bockenrod, Eberbach, Erzbach, Frohnhofen, Gersprenz, Gumpen, Klein-Gumpen, Laudenau, Ober-Kainsbach, Ober-Ostern, Rohrbach und Unter-Ostern. GeschichteErstmalig wurde die Gemeinde 1303 urkundlich erwähnt. PolitikGemeindevertretungDer Gemeindevertretung in Reichelsheim setzt sich aus 31 Gemeindevertretern zusammen.
(Stand: Kommunalwahl am 26. März 2006) BürgermeisterIn der Stichwahl am 23. Juni 2002 wurde Gerd Lode (SPD) mit 76,4% der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat Jürgen Göttmann (CDU) erhielt 23,6%. WappenAuf goldenem, gewölbtem Boden stehen drei große goldene Eichen gegen einen roten Hintergrund. Zwischen den Eichen wachsen zwei Eichenschößlinge heran. Drei silberne Sterne stehen über diesem symbolisierten Wald. Kultur und SehenswürdigkeitenMärchen- und SagentageSeit 1995 finden jedes Jahr im Oktober die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage mit Verleihung des Wildweibchenpreises statt. RegionalmuseumUntergebracht im ehemaligen Rathaus, Deutschlands ältestem Fachwerk-Rathaus mit der Mannform als Verstrebungsfigur. Ausstellungsschwerpunkte sind der Bergbau, typische Handwerke wie Lebkuchenbäckerei, Gäulchesmacher (Holzschnitzer für Pferde), Schindler und Schuhmacher sowie das frühere Dorfschulwesen und die ehemalige Reinheim-Reichelsheimer Eisenbahn ("Odenwälder Lieschen"). Schloss ReichenbergDas heutige Schloß Reichenberg entstand als Burg Richenburg im 13. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307. Bemerkenswert ist das Herrenhaus (Palas). Der Palas wurde wegen seines gekrümmten Grundrisses der Krumme Bau genannt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg in wechselndem adligem Besitz. Von 1876 bis 1924 wurde die nun Schloß Reichenberg genannte Anlage als Privatschule für Knaben der gehobenen Stände genutzt. Danach übernahm die Familie Siefert vom Frohnhof das Schloß. Sie verkaufte 1963 einige Gebäude als Ferienheim an die Deutsche Bundespost. Im Juli 1979 kaufte ein gemeinnütziger Verein das Schloß Reichenberg. Er baute es zu einer internationalen Begegnungs- und Tagungsstätte mit einem öffentlich zugänglichen Schloßcafé um. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDurch die Bundesstraßen B 47 ("Nibelungenstraße" zwischen Michelstadt und Worms) und B 38 (zwischen Roßdorf bei Darmstadt und Weinheim/Mannheim), die gemeinsam durch Reichelsheim führen, ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen. Busverbindungen nach Bensheim, Fürth i.Odw., Reinheim und Michelstadt schaffen Anschluss ans öffentliche Schienennetz (DB und Odenwaldbahn). Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
