
|
Reichenbach im Vogtland ist die größte Stadt des sächsischen Vogtlandkreises. GeographieDie Stadt liegt in Südwestsachsen, etwa 18 km von Plauen und 19 km von Zwickau entfernt. NachbargemeindenAngrenzende Gemeinden im Vogtlandkreis sind Heinsdorfergrund, Lengenfeld, Limbach, Mylau und Neumark. Im Norden grenzt Reichenbach an die zum thüringischen Landkreis Greiz gehörende Gemeinde Mohlsdorf und an die Kreisstadt Greiz. StadtgliederungReichenbach besitzt die Ortsteile Friesen, Brunn, Rotschau und Schneidenbach. Daneben besteht seit dem Jahr 2000 eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Heinsdorfergrund. Geschichte1212 wurde das Waldhufendorf Oberreichenbach gegründet. An dessen unteren Ende legten die Burgherren von Mylau um 1240 eine Stadt an, die spätestens 1271 das Stadtrecht ("civitati richenbach" (Reichenbach, wegen der zwei wasserreichen Bäche: Raum- und Seifenbach); möglicherweise schon seit 1240) erhielt. 1529 setzte sich die Reformation durch. Im 17. Jahrhundert war Reichenbach ein angesehenes Zentrum der Tuchmacherei, verlor jedoch ab 1700 durch Stadtbrände (1720 und 1773) und nachlassendes Wirtschaftswachstum an Wohlstand. Mit der Einführung der Streichgarn- und Kammgarnspinnerei ab 1825 setzte eine neue Wachstumsphase ein, die bis zum Ersten Weltkrieg anhielt. 1833 brannte bei einem großen Stadtbrand das Rathaus (stand direkt auf dem Markt) ab. Es wurde an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. 1846 wurde die Eisenbahnlinie Plauen-Hof fertiggestellt, wodurch der Industrialisierungsprozess beschleunigt wurde. 1847 wurde die Firma Georg Schleber AG als Färberei und Appretur gegründet, die bis 1945 zu den führenden sächsischen Textilunternehmen gehörte. Am 21. März und am 17. April 1945 wurden bei amerikanischen Bombenangriffen zahlreiche Wohnhäuser zerstört und fast 200 Bürger getötet. Von 1924 bis 1947 war Reichenbach kreisfreie Stadt und von 1952 bis 1995 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises Reichenbach. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober PolitikWappen1753 tauchte das erste Mal das Stadtwappen auf einem Gesangbuch auf. Wappenbeschreibung: "In Blau eine goldene Mauer mit zwei rotbedachten goldenen Türmen, jeder mit einem großen und zwei kleinen Fenstern, der rechte mit goldenem Knopf, der linke mit goldener Fahne; zwischen den Türmen golden nimbiert und gekleidet der heilige Petrus mit silbernem Gesicht und silbernen Händen, in der Rechten einen goldenen Schlüssel und in der Linken ein Buch mit rotem Einband und silbernem Buchblock haltend." StädtepartnerschaftenReichenbach unterzeichnete 1988 einen Städtepartnerschafts-Vertrag mit Nordhorn in Niedersachsen. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrAktuellSüdlich von Reichenbach führt die gut ausgebaute A 72 entlang. Ferner kreuzen sich hier die Bundesstraßen 94 und 173. Die Stadt ist gleichfalls eine wichtige Bahnstation an der Sachsen-Franken-Magistrale, da sie den südlichen Endpunkt des elektrischen Streckennetzes in Westsachsen darstellt. In der Nähe der Stadt befindet sich die Göltzschtalbrücke und die Stadt Plauen mit dem oberen Bahnhof. Nördlich von Reichenbach bei Werdau befindet sich das Bogendreieck Werdau mit Abzweigungen nach Norden in Richtung Werdau, Gößnitz und Leipzig und nach Osten in Richtung Zwickau und Chemnitz. Im angrenzenden Neumark (Sachsen) hat die Vogtlandbahn ihr Wartungs- und Reparaturzentrum. HistorischDurch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung nahm die Einwohnerzahl in Reichenbach und im angrenzenden Göltzschtal sprunghaft zu. Auch ließen sich immer mehr Textilbetriebe in und um Reichenbach nieder. Dies führte schließlich zum Bau einer schmalspurige Eisenbahnstrecke, im Volksmund "de Rollbock", von Reichenbach nach Oberheinsdorf welche von 1902 bis 1962 existierte. Ansässige UnternehmenZwischen dem bebauten Stadtgebiet und der A 72 hat die Stadt nach der Wiedervereinigung ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Alte Industriebetriebe im Stadtzentrum wurden hingegen stillgelegt.
Vorherrschende Branchen:
MedienIn Reichenbach betreibt die Deutsche Telekom AG auf einem Fernmeldeturm aus Beton einen Rundfunksender für UKW unter anderem für Vogtlandradio. Der Sender Reichenbach/Vogtland ist nicht zu verwechseln mit dem Mittelwellensender Reichenbach in Reichenbach (Oberlausitz), über den das Programm von MDR Info auf 1.188 kHz abgestrahlt wird. Bildung
besondere Ausbildungsrichtungen: Länderübergreifende Ausbildung zum Kälteanlagenbauer, Technischer Assistent für Automatisierungstechnik, Technischer Assistent für Informatik Spezialisierung Mediendesign, Chemisch-techn. Assistent Schwerpunkt Umwelttechnik. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenNeuberin-Museum (Theatergeschichte, Heimatmuseum) MusikReichenbach ist Sitz der Vogtland-Philharmonie. BauwerkeVier Kilometer westlich der Stadt befindet sich die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sehenswert sind ferner der im Bauhausstil errichtete Wasserturm sowie die Pfarrkirche Peter und Paul mit einer Silbermann-Orgel von 1725. NaturdenkmälerTropfsteingrotte und Alaunwerk "Mühlwand" PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
