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Reil an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Reil ist stark von Weinbau und Tourismus geprägt. Reil war der zweite Hauptort des Kröver Reiches, einem karolingischen Krongut, das bis zur Französischen Revolution existierte. GeschichteIn einer Urkunde König Heinrichs II. aus dem Jahre 1008 wurde Reil zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Während des Mittelalters befand sich auf der gegenüberliegenden Moselseite ein wichtiger Wallfahrtsort, Reilkirch genannt, dessen romanischer Turm und frühgotisches Kirchenschiff im 19. Jahrhundert vollständig abgerissen wurde. Da Reil im Mittelalter auch Rile oder Ryle hieß, wird häufig behauptet, dass der erste Baumeister des Kölner Domes, Gerhard von Rile, aus dem Ort stammte. Ein Adligengeschlecht, aus dem Meister Gerhard gestammt haben könnte, wird in Urkunden jedoch erstmals im Jahre 1285 genannt. Dessen letzter Vertreter, David von Reil, starb verarmt im Jahre 1610. Im 19. und 20. Jahrhundert war Reil mit mehr als 200 Hektar Rebfläche eine der größten Weinbaugemeinden an der Mosel. In den vergangenen Jahren ist die bebaute Rebfläche jedoch um rund die Hälfte auf 120 Hektar zurückgegangen. Der Tourismus spielt daher eine zunehmend wichtigere Rolle. Literatur
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