Reinhardtsgrimma in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Weißeritzkreis
Koordinaten: 50° 54′ N, 13° 45′ O
Höhe: 332 m ü. NN
Fläche: 53,81 km²
Einwohner: 2955
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01768
Vorwahlen: 03504 oder 035053
Kfz-Kennzeichen: DW
Gemeindeschlüssel: 14 2 90 380
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gartenstraße 7
01768 Reinhardtsgrimma
Webpräsenz: www.reinhardtsgrimma.de
Bürgermeister: Markus Dreßler (CDU)

Reinhardtsgrimma ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde im Weißeritzkreis im Freistaat Sachsen. Sie Besteht aus der Ortschaft Reinhardtsgrimma mit ihren Ortsteilen.

Geographie und Verkehr

Die Gemeinde befindet sich etwa 20 km südlich der Landeshauptstadt Dresden und ca. 6 km östlich der Kreisstadt Dippoldiswalde. Sie liegt am Nordhang des Osterzgebirges zwischen den für die Region markanten Flüssen Rote Weißeritz und Müglitz zu beiden Seiten des Lockwitzbaches. Dieser wird im Gemeindegebiet im Hochwasserrückhaltebecken Reinhardtsgrimma bei extremer Hochwasserlage aufgestaut. Das Gemeindegebiet wird nördlich durch die Wendisch-Carsdorfer Verwerfung abgegrenzt, auf der auch der Wilisch liegt.

Die B 170 verläuft westlich des Gemeindegebietes und ist gut erreichbar. Außerdem wird das Gemeindegebiet östlich durch die Müglitztalbahn tangiert.

Ortsteile

  • Reinhardtsgrimma
  • Cunnersdorf
  • Hausdorf
  • Hermsdorf am Wilisch
  • Hirschbach
  • Niederfrauendorf und Oberfrauendorf

Nachbargemeinden

Dippoldiswalde, Kreischa, Glashütte und Schmiedeberg

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche mit Silbermannorgel
  • Barockschloss mit englischem Landschaftgarten
  • klassizistisches Badehaus
  • Alter Schlossfriedhof
  • Buschhäuser in der Heide
  • Märchenwiese mit Streichelzoo
  • Burgruine Grimmstein

Bildung und Kultur

Bildung

In Reinhardtsgrimma befindet sich eine Grundschule und die Staatliche Weiterbildungsstätte für Landwirtschaft. Die Landwirtschaftsschule ist im Schloss untergebracht. Außerdem befindet sich im Oberdorf die Förderschule für geistig behinderte Kinder.

In den Ortsteilen Reinhardtsgrimma und Cunnersdorf befinden sich außerdem Kindergärten.

Kultur

Es finden regelmäßig Konzerte in der Kirche und im Schloss statt. Die Bandbreite reicht von Orgelkonzerten auf der Silbermannorgel bis hin zu Open-Air-Konzerten im Schlosspark. Vorwiegend handelt es sich um Konzerte des klassischen oder barocken Stils. Einen aktuellen Veranstaltungskalender finden sie auf der Homepage der Gemeinde.

In der Kirche zu Reinhardtsgrimma finden regelmäßig Gottesdienste und Andachten statt.

Reinhardtsgrimmas Sportverein, der TSV 1896 (Turn- & SportVerein), bietet verschiedene Sportangebote und einen eigenen Fußballverein. Regelmäßig finden auf dem Sportplatz Turniere statt und die Tunrhalle wird von verschiedenen Sportgruppen genutzt. Im Ortsteil Cunnersdorf befindet sich eine Kegelbahn und im Ortsteil Hausdorf ein anmietbarer Festsaal.

Im Mai 2006 fand eine Festwoche aus Anlass der 800-Jahrfeier des Ortes statt. Es gab vielfältige kulturelle Angebote. Den Abschluss bildete ein ungefähr 2-stündiger Festumzug mit über 40 einzelnen Bildern.

Geschichte

Reinhardtsgrimma wurde 1206 erstmals urkundlich erwähnt, im Jahr 1350 Hermsdorf. Die Ortsteile Oberfrauendorf und Cunnersdorf werden im Jahr 1404 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend wurde in der Vergangenheit u. a. durch den Bergbau geprägt. Bis ins späte Mittelalter war Reinhardtsgrimma in ein Ober- und ein Unterdorf gegliedert. Das Oberdorf unterstand der Verwaltung des Oberhofs (heutige Förderschule) und das Unterdorf der Verwaltung durch den Schlossherren.

Im Jahr 1769 wurde das barocke Schloss in seiner heutigen Form errichtet, zuvor stand an gleicher Stelle ein Wasserburg.

Ursprünglich war eine Verlängerung der ehemaligen Straßenbahn von Kreischa bis nach Reinhardtsgrimma geplant, welche allerdings auf Betreiben des Reinhardtsgrimmaschen Schlossherren nicht durchgeführt wurde, da dieser die Abwanderung seiner billigen Arbeiter befürchtete.

Partnergemeinde

  • Chrzastowice (dt. Chronstau) in Polen

Siehe auch

  • Hochwasserrückhaltebecken Reinhardtsgrimma
  • Lockwitzbach
  • Wilisch



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Informationsportal über Reinhardtsgrimma in Sachsen - 25.5.2012