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Reinheim ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen. GeografieGeografische LageReinheim liegt im südlichen Hessen am Rande des Rhein-Main-Gebiets und im Herzen des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Reinheim bildet „das Tor zum Odenwald” (siehe auch Portal:Odenwald). NachbargemeindenReinheim grenzt im Norden an die Gemeinde Groß-Zimmern, im Osten an die Gemeinde Otzberg, im Südosten an die Gemeinde Brensbach (Odenwaldkreis), im Süden an die Stadt Groß-Bieberau, im Westen an die Stadt Ober-Ramstadt sowie im Nordwesten an die Gemeinde Roßdorf. StadtgliederungReinheim besteht aus den Stadtteilen Georgenhausen, Reinheim, Spachbrücken, Ueberau und Zeilhard. Dilshofen und Hundertmorgen sind kleine Wohngebiete, die zum Magistrat Reinheim gehören, jedoch nicht als eigene Stadtteile angesehen werden. Geschichte1260 gründen die Katzenelenbogener die Stadt Reinheim. Dort errichten sie auch ein Wasserschloss[1] [2] Das Stadtwappen von Reinheim gleicht noch heute dem von Katzenelnbogen, dem Stammsitz der Katzenelnbogner Grafschaft. Ab 1375 geht Werner Kalb von Reinheim als Raubritter in die Geschichtsbücher ein. Er war Vasall von Graf Diether v.K. und startete seine Raubzüge von der benachbarten Burg Nieder-Modau. Hof und Burg Reinheim wurden um 1276/77 erstmals urkundlich erwähnt. Ueberau hat 1305 die erste urkundliche Erwähnung, Georgenhausen 1318, Zeilhard und Spachbrücken folgen 1323. Über die Entstehung des Namens Reinheim gibt es unterschiedliche Auslegungen. Die einen leiten ihn aus einem Personennamen, etwas Regino an, andere sehen in Reinheim einen Zusammenhang mit dem vorgermanischen Wort für Fluss. Früh entstand eine fränkische Siedlung an der Mündung der über den südwestlichen Odenwald führenden "Hohen Straße" ins Gersprenztal. Zu ihr gehörte auch eine Kirche auf dem Friedhofsberg, die wohl im 11. Jahrhundert dem hl. Nikolaus geweiht wurde. 1821 entstand ein eigener Landratsbezirk Reinheim. Er wurde 1832 mit dem von Dieburg zum Kreis Dieburg vereinigt und 1977 zum Landkreis Darmstadt-Dieburg umstrukturiert. Durch den Grenzveränderungsvertrag von 1971 haben sich die Gemeinden Ueberau, Spachbrücken und Zeilhard mit der Stadt Reinheim zur Großgemeinde "Stadt Reinheim" zusammengeschlossen, der infolge der Gebietsreform 1977 auch die Gemeinde Georgenhausen eingegliedert wurde. Die Gemeinden tragen ihren bisherigen Namen als Stadtteilbezeichnung weiter. UeberauUeberau wurde erstmals 1305 urkundlich erwähnt. Ueberau (im Volksmund Iwwero genannt) ist ein Stadtteil von Reinheim im Odenwald und liegt am Ausgang des nördlichen Odenwalds in Hessen, am rechten Ufer der Gersprenz. Der Ortsname bedeutet: "über dem Wasser" (der Gersprenz). Ueberau war eine selbstständige Gemeinde und wurde 1972 in Reinheim eingegliedert (18.692 Einwohner inklusive aller Stadtteile; Stand: 12/2006). In Ueberau wohnen 2.335 Einwohner (Stand: 12/2006) und der Ort hat seinen ländlichen Charakter bewahrt. Dieser wird auch durch Bauernhöfe, Vieh- und Landwirtschaft sowie Felder ersichtlich. Der Ortsteil "Hundertmorgen" (247 m über dem Meeresspiegel), der aus nur wenigen Höfen besteht, gehört ebenfalls zu Ueberau. Aus Bodenfunden lässt sich schließen, dass hier eine römische Siedlung bestanden hat. "Rotes Dorf" Von 1948 an amtierte der Kommunist und KPD-Politiker Adam Büdinger als Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Ueberau. Büdinger blieb auch nach dem Verbot der KPD im Jahre 1956 im Amt. Am Morgen des 14. Oktober 1960 jedoch besetzten etwas 40 Polizeibeamte die Bürgermeisterei in Ueberau. Sie erklärten den Bürgermeister und die zwei Beigeordneten für abgesetzt und holten die Kandidaten der bis zu dieser Stunde in der Gemeinde regierenden "Unabhängigen Wählergemeinschaft" (UWG) zum Verhör in die Bürgermeisterei. Hier wurden sie zu ihren politischen Aktivitäten vernommen und danach befragt, ob sie Mitglied der 1956 verbotenen KPD waren. Gegen den Bürgermeister, die Beigeordneten und weitere Mitglieder der am selben Tag auf Weisung des hessischen Innenminister verbotenen UWG wurden Strafverfahren eingeleitet. Grund für diese Maßnahme war die Tatsache, dass viele ehemalige KPD-Mitglieder in bzw. für die UWG aktiv waren und die UWG somit quasi eine kommunistische Wählergruppe darstellte. Kommunistische Aktivitäten waren jedoch während der Hochzeit des Kalten Krieges in Westdeutschland unerwünscht. Nach der Gründung der DKP war diese ab 1972 ununterbrochen im Ortsbeirat des mittlerweile nach Reinheim eingemeindeten Ueberau vertreten. Bei den Kommunalwahlen am 26. März 2006 erreichte die DKP in Ueberau 39,1 % der Stimmen und zwei Sitze im Ortsbeirat. Zum Ortsvorsteher wurde im zweiten Anlauf der Kommunist Manfred Büdinger (DKP), Sohn des oben erwähnten Adam Büdinger, gewählt. PolitikStadtverordnetenversammlungDie Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
Städtepartnerschaften
VerkehrVon Reinheim verkehren die Züge der Odenwaldbahn ( RMV-Strecke 65) nach Darmstadt, Frankfurt sowie Erbach und Eberbach im 1-2-Stunden-Takt mit Verdichtungen in der Hauptverkehrszeit. Ebenso verkehren einige Buslinien ab Reinheim:
WirtschaftNeben dem klein- und mittelständischen örtlichen Gewerbe haben drei größere Unternehmen in Reinheim eine Produktionsstätte: das Zweigwerk der Firma MERZ + CO. Frankfurt [1], Hersteller von weltweit bekannten Arzneimitteln (Merz Spezial Dragees, Patentex, Axura) und kosmetischen Produkten (Tetesept) sowie die inzwischen zum Würth Konzern gehörende Möbelbeschlagfabrik MEPLA-ALFIT (früher: Karl Lautenschläger KG). Weiterhin gibt es die Roboterfabrik REMAK. Die weltweit vertriebenen Roboter waren maßgeblich daran beteiligt, daß durch das automatisierte Handling von CD Rohlingen diese ihren Durchbruch am Weltmarkt vollziehen konnten. SportDie Stadionanlage besteht u.a. aus einer Wettkampfanlage Typ B mit Rasengroßspielfeld und 400 m-Kunststoffrundbahn. Die Anlage wurde zum Sportzentrum Reinheim erweitert und verfügt nunmehr auch über einen modernen Kunstrasenplatz, einen Skaterplatz und einen Beachvolleyball-Platz. QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
