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Reipoltskirchen ist eine Ortsgemeinde im westpfälzischen Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz und liegt im Tal des Odenbachs im Norden des Nordpfälzer Berglandes. GeschichteIn der Gemarkung, die vom Jahr 750 an dem fränkischen Nahegau zugehörig war, stiftete der Franke Richbaldes - möglicherweise bereits im 8. Jahrhundert - eine Kirche. Um diese herum bildete sich im Lauf der Jahre eine Siedlung, die Richbaldeskirchen genannt wurde, was sich mit der Zeit zum aktuellen Namen veränderte. Die Gemeinde, 1198 erstmals urkundlich erwähnt, war Hauptort und Amtssitz der unmittelbaren Reichsherrschaft Reipoltskirchen. Diese umfasste 15 Dörfer und diverse Höfe, die sich mit ca. 3.000 Einwohnern auf einer Fläche von rund 100 km² zwischen Alsenz und Lauter ausdehnten. Die zum Oberrheinischen Reichskreis gehörende Herrschaft Reipoltskirchen blieb bis zu ihrer Besetzung durch französische Revolutionstruppen 1792 reichsunmittelbar. 1816 fiel das Gebiet mit der linksrheinischen Pfalz an das Königreich Bayern, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Bestandteil von Rheinland-Pfalz. 1998 feierte der Ort unter Bezugnahme auf die erste urkundliche Erwähnung seine 800-Jahr-Feier. SehenswürdigkeitenAuf das erste Gotteshaus, das Richbaldes gestiftet hatte, folgten insgesamt drei weitere an gleicher Stelle. Jüngstes Bauwerk ist die 1880 geweihte Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk, deren 35 m hoher Turm zu einem Wahrzeichen der Gemeinde wurde. Der Ort besitzt eine ansehnliche Tiefburg, die 1276 erstmals erwähnt wurde. Die Wasserburg Reipoltskirchen war Sitz der Grafen von Hohenfels, die vermutlich aus der Eifel stammten und eine Nebenlinie der Herren von Bolanden waren. Die Familie starb 1602 aus. 1628 wurde die Reichsherrschaft Reipoltskirchen unter den finnische Grafen Lewenhaupt, zwei Vettern des letzten Grafen von Hohenfels, aufgeteilt. Über eine Erbtochter kam die Hälfte des Besitzes an die Grafen von Manderscheid, die ihren Anteil 1730 an die Grafen von Hillesheim verkauften. Die andere Hälfte kam nach mehrfachem Besitzerwechsel 1777 an die Fürstin Karoline von Isenburg, älteste Tochter des Kurfürsten von der Pfalz. Bekannte PersönlichkeitenIn Reipoltskirchen wurde im Jahre 1851 der Geschichtsforscher und Porzellanexperte Emil Heuser geboren. Literatur
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