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Rhauderfehn ist eine Gemeinde im ostfriesischen Landkreis Leer in Niedersachsen mit etwa 18.000 Einwohnern (2004). GeografieAusdehnung des Gemeindegebiets
Ortsteile
Ostrhauderfehn (plattdeutsch: Oosterfehn, "Osterfehn") gehört nicht zum Gemeindegebiet. GeschichteDie Einheitsgemeinde Rhauderfehn besteht aus zehn Ortsteilen, die alle eine durchaus unterschiedliche und lange Geschichte vorweisen können. Ältester Ortsteil ist wohl das Dorf Backemoor im Norden Rhauderfehns. Die Kirche dort stammt etwa aus dem Jahr 1250. Backemoor war zu Zeiten der friesischen Freiheit wahrscheinlich der Versammlungsort der Ratsleute aus dem gesamten Overledingerland. Der Hauptort und Namensgeber der Gemeinde, Westrhauderfehn, wurde 1769 von einigen Geschäftsleuten als Fehnsiedlung "gegründet". Diese hatten für ihre Rhauder-Fehn-Compagnie vom preußischen Staat das Abtorfrecht für eine Fläche von 1500 Diemat erworben und anschließend an Siedler weitervermittelt. Damals wurde der Torf abgegraben und als Brennmaterial verkauft. Die abgetorften Flächen konnten anschließend landwirtschaftlich genutzt werden. Prägend für das Fehndorf Rhauderfehn sind die langen Kanäle, die früher einerseits für die Entwässerung des Sumpfgebietes dienten und letztlich für den Abtransport des Torfes genutzt wurden. Die fünf Hauptkanäle sind die so genannten vier Südwieken, die in das Untenende münden. Im Rahmen der Niedersächsischen Verwaltungsreform schlossen sich am 1. Januar 1973 die zehn Gemeinden zusammen, die heute die Ortsteile der Gemeinde Rhauderfehn bilden. Rhauderfehn gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum Regierungsbezirk Weser-Ems, der in Folge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde. EinwohnerentwicklungZahl der Haushalte: 6.611 (Stand: 1. Januar 2005)
Altersstruktur
PolitikGemeinderatErgebnisse der letzten Ratswahl vom 10. September 2006
Bürger für Rhauderfehn und Grüne bilden eine Fraktionsgemeinschaft. WappenDie Gemeinde Rhauderfehn hat nach ihrer Entstehung das Wappen der ehemaligen Gemeinde Westrhauderfehn übernommen. Dieses zeigt eine Kombination aus einem Anker und einem Merkurstab in Gelb auf blauem Grund. Die Symbole stehen für Seefahrt und Handel. Das Wappen wurde 1954 auf Grundlage des ehemaligen Wappens der Rhauder-Fehn-Compagnie entworfen. Die Gemeinde Westrhauderfehn nahm das Wappen schließlich 1955 an. Kultur und SehenswürdigkeitenMedienIn Rhauderfehn erscheint die Tageszeitung General-Anzeiger (GA), ein Heimatblatt für das Overledingerland und das angrenzende Oldenburg. Früher wurde diese im Verlag "Siebe Ostendorp" verlegt, heute erscheint sie in der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO), an der Siebe Ostendorp jedoch beteiligt ist. Die Außenredaktion der ZGO für den GA ist jedoch immer noch am Verlagsstandort von Siebe Ostendorp beheimatet. Außerdem erscheinen wöchentlich landkreisweit verteilten die Anzeigenblätter "Der Wecker" und "Der Wecker am Mittwoch" am rhauderfehner Standort der ZGO, da sie aus dem Verlag Siebe-Ostendorp in die ZGO eingebracht wurden. Seit November 2006 erscheint zudem etwa alle zwei Monate das unabhängige lokale Anzeigenblatt Fehn-Blick, das kostenlos an alle Haushalte in Rhauderfehn verteilt wird. BildungDie Gemeinde Rhauderfehn ist Trägerin von acht Grundschulen, die sich auf das Gemeindegebiet verteilen. Auch das gesamte Spektrum an weiterführenden Schulen findet sich im Ort: Eine Haupt- und eine Realschule sowie seit dem Jahr 2004 ein Gymnasium, das voraussichtlich bis zum Jahr 2009 Gymnasium i.E. Rhauderfehn heißen wird. Zuvor sind die Gymnasiasten aus Rhauderfehn in Leer oder Papenburg zur Schule gegangen. Komplettiert wird das Angebot durch eine Förderschule mit dem Schwerpunkt "Lernen". Die Volkshochschule Leer betreibt zudem eine Außenstelle in Rhauderfehn. ReligionOstfriesland ist traditionell stark protestantisch geprägt. Während sich aber im Westen des Overledingerlandes noch zahlreiche reformierte Gemeinden finden, ist Rhauderfehn bereits nahezu vollkommen lutherisch. Im Süden stößt Rhauderfehn an das katholische Emsland. Evangelische Kirchengemeinden
Katholische Kirchengemeinden
Weitere Religionsgemeinschaften
Sportvereine
SonstigesTelefon-Vorwahlen: 0 49 52 für Rhauderfehn ohne Burlage, Backemoor und teilweise Collinghorst und Klostermoor, 0 49 67 für Burlage und teilweise Klostermoor, 0 49 55 für Backemoor und teilweise Collinghorst Im Ortsteil Klostermoor befindet sich ein 1999 errichteter Windpark eines geschlossenen Fonds. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
