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Rheda-Wiedenbrück ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Gütersloh. GeografieGeografische LageKreuzung Hauptstraße / Deutsche Bahn 51° 51′ n. Br., 8° 18′ ö. L. Ausdehnung des Stadtgebiets
Nachbargemeinden
Im Westen beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Rheda-Wiedenbrück die Stadt Oelde (Kreis Warendorf, Regierungsbezirk Münster), die Gemeinde Herzebrock-Clarholz, die Städte Gütersloh und Rietberg sowie die Gemeinde Langenberg (alle Kreis Gütersloh). StadtgliederungBevölkerung mit Hauptwohnsitz Stand 1. Januar 2004.
*Die Einwohner des sehr dünn besiedelten Stadtteils Nordrheda-Ems werden nicht extra aufgeführt, sondern bei Rheda mitgezählt. Schon vor Bildung der Stadt Rheda-Wiedenbrück 1970 wurde die damalige Gemeinde Nordrheda-Ems in Personalunion von der damaligen Stadt Rheda aus mitverwaltet. Geschichte1970 wurde Rheda-Wiedenbrück im Rahmen der Kommunalreform als Zusammenführung der selbständigen Städte Rheda und Wiedenbrück sowie der Gemeinden Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit gebildet. Bis zum 1. Januar 1973 war der heutige Stadtteil Wiedenbrück (Ortskern südlich der Autobahn) Kreisstadt. Die einzelnen Städte sind sehr viel älter, Wiedenbrück wird 758 erstmals genannt und erhält bereits 952 Markt-, Münz- und Zollrechte, Rheda wird vermutlich im Jahre 1085, spätestens 1088 erstmals genannt. Näheres zur Geschichte findet sich unter den Einzelorten. 2005: Goldmedaille bei Unsere Stadt blüht auf ReligionenVon den 45.765 Einwohnern (1. Januar 2004) sind 10.808 evangelisch (Evangelische Kirche von Westfalen, Kirchenkreis Gütersloh) und 24.155 römisch-katholisch (Erzbistum Paderborn). Folglich haben 10.802 Einwohner keine oder eine fremde Konfession. EingemeindungenZum 1. Januar 1970 werden per Gesetz die damaligen Städte Rheda und Wiedenbrück, die damaligen Gemeinden Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und Sankt Vit zur heutigen Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengefasst. Hinzu kamen ferner ein kleiner Teil der Gemeinde Bokel (sogenannte "Dorfheide") sowie das Dorf Bosfeld aus der Gemeinde Herzebrock. PolitikStadtratDer Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück setzt sich wie folgt zusammen. Die nächste Kommunalwahl findet 2009 statt.
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004) WappenIn einem von Silber (Weiß) und Rot gespaltenen Schild vorne ein schwarzer, gold (gelb) gekrönter, linksgewendeter Löwe, hinten ein goldenes (gelbes) sechsspeichiges Rad. Das Wappen der 1970 aus Rheda, Wiedenbrück, Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit neugebildeten Stadt Rheda-Wiedenbrück, am 25. August 1971 genehmigt, trägt die Symbole der ehemaligen Stadtwappen Rheda (am 15. Juni 1908 verliehen) und Wiedenbrück (am 2. Mai 1912 verliehen). Der Löwe ist das Wappentier der Herrschaft Rheda, enthalten im Wappen des Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Rheda, das Rad ist Siegelbild des früheren osnabrückischen Amtes Reckenberg "Rädchenburg" zu Wiedenbrück. StädtepartnerschaftenPartnerstädte von Rheda-Wiedenbrück sind:
Ehemals war Rheda-Wiedenbrück Patenstadt von Heilbad Heiligenstadt in Thüringen, heute besteht ein förmlicher Freundschaftsvertrag. Kultur und SehenswürdigkeitenRheda-Wiedenbrück war Veranstalter/Ort der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau 1988 in den Emsauen links und rechts der Bundesautobahn 2 Das Gelände, heute als "Flora Westfalica" bezeichnet, ist als weitläufiger Landschaftspark im Stadtgebiet erhalten. In einem ehemaligen Werkstattgebäude der Wiedenbrücker Schule am Rande der Wiedenbrücker Altstadt wird das Heimatmuseum neu eingerichtet und in Würdigung seines neuen Domizils einen neuen Schwerpunkt "Wiedenbrücker Schule" bilden. MusikOrchesterDas Collegium Musicum ist ein seit mehr als 20 Jahren bestehendes Streichorchester ambitionierter Laien. Es wird von der Volkhochschule Reckenberg-Ems gemeinsam mit der Kammermusikvereinigung Rheda-Wiedenbrück getragen. Neben vielen kleineren Auftritten im Umland gestaltet das Orchester traditionell ein Sommer- und ein Winterkonzert im Einzugsbereich der VHS Reckenberg-Ems im Südkreis Gütersloh. Seit einigen Jahren wird das Orchester vom in Bielefled lebenden Dirigenten Peter Gunde geleitet. Evangelische KirchenmusikDie Evangelischen Kirchengemeinden in Rheda und Wiedenbrück betreiben umfassende gemeinsame kirchenmusikalische Aktivitäten mit dem Kirchenchor Rheda-Wiedenbrück, dem Jungen Chor Rheda-Wiedenbrück sowie verschiedenen Projektchören, die von Kirchenmusiker Heiko Ittig angeleitet werden. Hinzu kommt die im CVJM organisierte Arbeit von TEN SING Rheda-Wiedenbrück sowie der CVJM Posaunenchor Rheda-Wiedenbrück e.V. unter Leitung von Joachim Schröder. Gesangvereine/Chöre
Katholische KirchenmusikIm Ortsteil Rheda wird von Kantor Harald Gokus an der St. Clemens-Gemeinde ein umfangreiches kirchenmusikalisches Angebot geboten, dazu gehören unter anderem die Kinder- und Jugendchöre St. Clemens Rheda, die seit 1995 bestehen. Im Ortsteil Wiedenbrück wird von Kantor Jürgen Wüstefeld an der St. Aegidius-Gemeinde ein kirchenmusikalisches Angebot geboten, zu dem unter anderem die Kinder- und Jugendchöre an St. Aegidius Wiedenbrück zählen. In der St.-Pius-Gemeinde gibt es unter Leitung ihres Kirchenmusikers Wilfried Göckede etwa monatlich einen musikalisch besonders gestalteten Gottesdienst. Musikvereine Rheda-Wiedenbrück
Bauwerke Stadtteil RhedaDie in der Altstadt gelegene Ev. Stadtkirche wurde ab 1611 in gotisierenden Formen errichtet. Es handelt sich um eine kleine dreischiffige Hallenkirche, die durch Erweiterung einer älteren Heiligblutkapelle entstanden ist. Der mit einem schlanken Spitzhelm versehene Westturm ist 1654 bezeichnet. Zur Ausstattung gehören zwei Epitaphien. Das bedeutendere der beiden wurde für den Drosten Friedrich von Twickel (+ 1639) vielleicht von Adam Stenelt aus Osnabrück geschaffen. Das achteckige Taufbecken, bezeichnet 1567, wurde bei der 1970/71 durchgeführten Innenrenovierung entdeckt. Reste des alten Kirchengestühls von 1623 (und aus späterer Zeit) befinden sich seit der letzten Kirchenrenovierung unter der Fürstenempore. Letztere entstand Anfang des 18. Jahrhunderts. Am Außenbau sind mehrere, ehemals auf dem Fußboden der Kirche befindliche Grabplatten angebracht, darunter die der Gräfin Sophia zu Bentheim-Tecklenburg (+1691) und die des Drosten Johannes von Bistram (+1685). Die Rhedaer Stadtkirche gilt als der erste protestantische Kirchenbau Westfalens. Kath. Pfarrkirche St. Clemens. Der neuromanische Bau mit zwei Türmen wurde 1910 von Josef Becker errichtet. Die mächtige, in Anlehnung an barocke Vorbilder gestaltete Orgel wurde 1984 durch die Firma Fischer + Krämer aus Endingen erbaut, da das alte Instrument als unzureichend angesehen wurde. Die alte Orgel wurde vermutlich noch vor 1677 durch Hinrich Klausing aus Herford für die Franziskanerkirche in Wiedenbrück geschaffen. 1851/52 wurde sie von der katholischen Kirchengemeinde Rheda angekauft und 1886 umgebaut. Dabei kam es zu einer Verbreiterung des Prospekts. 1911 wurde sie in die neue Pfarrkirche St.Clemens überführt. 1960 erfolgte eine Erweiterung und Restaurierung durch F.W. Stegerhoff, Paderborn. Beim Bau der neuen Orgel wurde das alte Hauptgehäuse restauriert und blieb als Rückpositiv erhalten.
Wohnbauten. Ursprünglich waren in der Altstadt einfache giebelständige Fachwerk-Dielenhäuser mit verbretterten Giebeln vorherrschend, die im Gegensatz zu den Wohnbauten der Nachbarstadt Wiedenbrück keine aufwändigen Schnitzereien aufwiesen. Mittelpunkt der Häuser bildete die hohe Diele, die in der Regel von der Straße aus durch ein großes Tor erschlossen wurde. Steinbauten blieben bis ins 19. Jahrhundert hinein die Ausnahme. In den 1970er Jahren fielen große Teile der Innenstadt der Stadtsanierung zum Opfer. Betroffen war vor allem die nähere Umgebung der Stadtkirche mit dem früheren Gänsemarkt (jetzt Rathausplatz). Etliche Bauten mussten 1972 dem nach Plänen von Harald Deilmann erstellten Rathausneubau weichen, der die baulichen Dimensionen der Innenstadt vollkommen sprengte. Mit dem Haus Lange Straße 25 von 1708 verschwand eines der prägnantesten Häuser des historischen Stadtkerns. Es wurde abgetragen und soll im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold wieder aufgebaut werden. In den Nebenstraßen blieb jedoch bis heute eine ganze Reihe bescheidener Fachwerkgiebelhäuser des 16. - 19. Jh. erhalten, so u.a. in der Kleinen Straße und in der Moosstraße. Ein leidlich erhaltenes Straßenbild findet man in der Straße "Am Großen Wall". An Einzelbauten sind hervorzuheben:
Domhof, Am Domhof 1, ehemals Sitz des gräflichen Stadt- und Landrichters. Der stattliche Vierständer-Fachwerkbau mit Diele wurde 1616 von Eberhard Huck errichtet. Bei der letzten Renovierung blieb die alte Raumaufteilung weitgehend erhalten. Das Innere verfügt über einen Saal mit einer bemalten Holzbalkendecke im Stil der so genannten „Lipperenaissance” von 1663. In den Jahren 1986-88 wurde das ursprünglich für den Abriss vorgesehene Gebäude umfassend restauriert. Drostenhof, Berliner Straße 52 (Kunsthaus Artes). Von der einstmals von Wassergräben umgebenen Anlage ist lediglich das Wohnhaus überkommen. Es liegt heute eingezwängt zwischen Neubauten und einem Parkdeck etwas abseits der Berliner Straße. Der verputzte Bruchsteinbau mit Walmdach und großem Einfahrtsportal ist durch Maueranker am Außenbau 1607 bezeichnet. Bauherr war Friedrich von Twickel, der Stellvertreter des Landesherrn. 1721 wurde das Gebäude durch J. Jörgens umgebaut. Auf diesen Umbau dürfte die gartenseitige Freitreppe zurückgehen. Im Inneren blieb eine barocke Balustertreppe erhalten. Auf dem evangelischen Friedhof liegt das Mausoleum der Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg, das nach 1830 in klassizistischen Formen errichtet wurde. 1859 wurde ein durch H. Kaupisch ein Umbau durchgeführt. Bauwerke Stadtteil WiedenbrückKath. Pfarrkirche St. Aegidius. (siehe: St.-Aegidiuskirche Wiedenbrück) Nach einer umfangreichen Renovierung wurde die Kirche Weihnachten 2006 wieder eröffnet. Die neue Orgel soll Ostern 2007 eingeweiht werden. Kath. Kirche St. Marien. Wegen des angeschlossenen Klosters der Franziskaner heißt diese Kirche bei den Einheimischen auch "Paterskirche". St. Marien ist eine Wallfahrtskirche. Franziskanerkloster Das Kloster des Franziskanerordens besteht in Wiedenbrück seit über 360 Jahren. Ab 2006 siedelt das bundesweite Noviziat von Nürnberg nach Wiedenbrück über. Die Franziskaner sind auch die Bewahrer der bekannten Wiedenbrücker Kreuztracht am Karfreitag. Das Rathaus wurde 1619 als zweigeschossiger Fachwerkbau errichtet. Bei der Erneuerung von 1790 erhielt es eine neue massive Fassade zum Markt hin und wurde mit einem Krüppelwalmdach versehen. Wohnbauten. Das für seine Geschlossenheit einst berühmte Stadtbild wurde durch zahlreiche Abbrüche und Neubauten an vielen Stellen empfindlich gestört. Einheitliche und geschlossene Straßenbilder sind daher mittlerweile nicht mehr vorhanden. In der jüngeren Vergangenheit hat man sich aber sehr bemüht, Stadtreparatur zu betreiben und es ist durchaus gelungen, erforderliche Neubauten besser einzupassen. Die Zahl älterer Wohnhäuser ist jedoch noch immer beachtlich. Hierbei handelt es sich zumeist um giebelständige die zum Teil mit Schnitzereien versehen sind. Hierbei handelt es sich zumeist um giebelständige Fachwerk-Dielenhäuser, die zum Teil mit Schnitzereien versehen sind. Charakteristisch für diese Bauten ist die hohe zweigeschossige Diele, die an der Straße durch ein großes Tor erschlossen wurde. Trotz ihrer auf den ersten Blick großen Ähnlichkeit mit dem ländlichen Fachhallenhaus kann man hier kaum von Ackerbürgerhäusern sprechen. Nach neuesten Erkenntnissen stellen sie keine Weiterentwicklung des Hallenhauses dar, sondern entstanden aus dem so genannten Einhaus, das zunächst nur über einen großen Raum verfügte. Später wurde dieser durch Stubeneinbauten verkleinert. Hinzu kommt, dass diese Bauten zumeist von Handwerkern bewohnt wurden. Die Landwirtschaft wurde lediglich im Nebenerwerb betrieben und diente vor allem der Eigenversorgung. Das Vieh war, anders als im Bauernhaus, in eigenständigen Gebäuden auf dem rückwärtigen Grundstück untergebracht. Wie auch andere westfälische Kleinstädte (siehe Blomberg) war Wiedenbrück vor allem eine Stadt des Handwerks und zum Teil auch des Handels, aber keine Ackerbürgerstadt im eigentlichen Sinne. Erwähnenswert:
In der Langen Straße findet man zahlreiche gut erhaltene Fachwerkbauten des frühen 17. Jh. Besonders schön ist die Baugruppe Nr. 27-35. An älteren Einzelbauten sind hervorzuheben:
*Nr 29. Mit Fächerrosetten versehener Giebel.
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Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDie Verkehrsanbindung der Stadt Rheda-Wiedenbrück wird bestimmt durch
Die ehemalige Bahnstrecke nach Lippstadt ist noch bis Langenberg vorhanden, aber stillgelegt. Regionalbusse fahren nach Gütersloh und Lippstadt. Die Stadt gehört zum Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser). Nach Münster / Hamm gilt ein Übergangstarif (Münsterland-Tarif), darüber hinaus der NRW-Tarif. Ansässige UnternehmenWichtige Wirtschaftsfaktoren in Rheda-Wiedenbrück stellen die holzverarbeitende und Möbelindustrie sowie die Kraftfahrzeugindustrie dar. Überregional bekannte Firmen sind:
An der Autobahn A2 im Grenzbereich der Städte Oelde und Rheda-Wiedenbrück liegt der in Planung befindliche interregionale Gewerbepark Marburg. Unter der Bezeichnung "Aurea - Park" beabsichtigen die Gemeinde Herzebrock-Clarholz und die Städte Oelde und Rheda-Wiedenbrück ein insgesamt ca. 110 ha großes Gewerbeareal zu erschließen. Ein eigens hierfür vorgesehener Autobahnanschluß wurde bereits durch die Straßenbaubehörden genehmigt. Bildung
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
LiteraturAllgemein
Stadtteil Rheda
Stadtteil Wiedenbrück
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