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Rheinbreitbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz (Deutschland). Es grenzt mit Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis) direkt an Nordrhein-Westfalen und liegt circa zwei Kilometer südlich der Bonner Stadtgrenze. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Unkel an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Unkel hat. GeographieDie Ortsgemeinde liegt am nördlichen Mittelrhein und am südlichen Rand des Siebengebirges. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung des Gemeindegebietes beträgt etwa 2 km, die größte Ost-West-Ausdehnung etwa 5 km. Es umfasst ein von Westen (Rheinufer) nach Osten hin ansteigendes Gelände. Der Ortsteil Breite Heide liegt etwa in der Mitte zwischen Osten und Westen auf etwa 190 m ü. NN. Das östlich der Breiten Heide liegende Gemeindegebiet ist etwa 200–300 m breit und unbewohnt. Mit 8,7 % wird ein geringer Anteil des 6,58 km² großen Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt, 56,8 % sind von Wald bestanden. Nachbargemeinden sind Bad Honnef im Norden, Windhagen im Osten, Unkel im Süden sowie die Remagen im Westen, zu dem die Grenze in der Mitte des Rheins verläuft. GeschichteRheinbreitbach wurde vermutlich in fränkischer Zeit gegründet, aber erst 966 erstmals als „Breitenbach” urkundlich erwähnt. „Rheinbreitbach” heißt der Ort seit 1604. Im Mittelalter war er durch einen Wallgraben und vier befestigte Tore geschützt. Von der Unteren Burg ist nur ein Torbogen erhalten, die Obere Burg aus dem 15. Jahrhundert existiert noch. Ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammt die Pfarrkirche und aus dem 17. Jahrhundert die Leonarduskapelle. Bis 1881 wurde Kupferbergbau betrieben, aber noch 1888 wird Rheinbreitbach in Meyers Konversationslexikon als Fundort von „Rotkupfererz” erwähnt. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
PolitikGemeinderatDer Gemeinderat in Rheinbreitbach besteht aus 20 gewählten Mitgliedern und der in den meisten Punkten stimmberechtigten nebenamtlichen Bürgermeisterin als Vorsitzender. Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:
(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004) SehenswürdigkeitenRheinbreitbachs mittelalterliches Ortsbild wird geprägt von Fachwerkhäusern im Ortskern und einigen herrschaftlichen Villen. Die Untere Burg, früher Sitz der Herren von Breitbach, ist nur noch als Ruine erhalten, während die Obere Burg, Anfang des 20. Jahrhunderts Wohnsitz des Schriftstellers Rudolf Herzog, heute als Bürgermeisteramt und für Veranstaltungen, insbesondere des Förderkreises Obere Burg, genutzt wird. Die spätgotische katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena ist ein verputzter, dunkelrot gestrichener Bau aus dem 15./16. Jahrhundert mit vorgelagertem Westturm und einem modernen Erweiterungsbau. Die Ausstattung des Kircheninneren stammt zum großen Teil aus der Zeit des Barock. Die drei Altäre sind aus Holz, deren Bemalung Marmor imitiert. Der Hochaltar, der in einem Visitationsbericht von 1620 als „neu errichtet” bezeichnet wird, stammt in Teilen aus dem 18. Jahrhundert. Die ältere Leonharduskapelle an der Hauptstraße war früher eine bekannte Wallfahrtskirche. Ebenfalls in der Hauptstraße befindet sich das Museum für Alltagsgeschichte des Rheinbreitbacher Heimatvereins, das am zweiten und vierten Sonntag im Monat geöffnet ist. Vom Koppel, einer Erhebung östlich des Ortskerns, kann man bei gutem Wetter den Kölner Dom und bis weit in die Eifel hinein sehen.
Veranstaltungen
VerkehrFernstraßenRheinbreitbach besitzt eine als Brücke ausgeführte Anschluss-Stelle an die B 42, die es mit allen am Rhein gelegenen Nachbarstädten (darunter Unkel, Bad Honnef, Königswinter und die Bundesstadt Bonn) sowie über die sich anschließende Flughafenautobahn A 59 mit dem Flughafen Köln/Bonn verbindet. EisenbahnDurch Rheinbreitbacher Gebiet führt die Rechte Rheinstrecke, die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich je nach Lage in den angrenzenden Städten Bad Honnef und Unkel, über die man mit dem Regionalexpress 8 und der Regionalbahn 27 Richtung Köln und Koblenz gelangt. Beide Bahnhöfe können schnell über die Buslinie 565 erreicht werden. ÖPNVDie Buslinie 565 verkehrt vom Linzer Bahnhof zur Bad Honnefer Stadtbahn-Endhaltestelle der Linie 66 und verbindet Rheinbreitbach mit dem Netz der Bonner Stadtbahn. Auf der Strecke liegen auch Bushaltestellen in Kasbach, Erpel und Unkel. Die Busse verkehren täglich, an Wochenenden jeweils stündlich und an Wochentagen innerhalb von Verkehrsstoßzeiten auch bis zu 2 Mal stündlich. Öffentliche EinrichtungenIn Rheinbreitbach ist der 1987 gegründete Bund der Energieverbraucher ansässig, der sich die Aufgabe gestellt hat, die Interessen der privaten Verbraucher bei der Energieversorgung zu schützen. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
