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Ribnitz-Damgarten ist die größte Stadt im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere drei Gemeinden angehören. GeographieDie Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund an der Mündung des Flusses Recknitz in den Ribnitzer See (Südteil des Saaler Boddens). Östlich der Recknitz liegt Damgarten und westlich des Flusses liegt Ribnitz. NachbargemeindenAn Ribnitz-Damgarten grenzen folgende Gemeinden (in Uhrzeigerrichtung, von Norden beginnend): Saal, Ahrenshagen-Daskow, Stadt Marlow, Gelbensande und Dierhagen. OrtsteileNeben den namensgebenden Ortsteilen Ribnitz und Damgarten besteht die Gemeinde zusätzlich aus folgenden Ortsteilen:
GeschichteEntstanden ist die Stadt aus den Ortschaften Rybanis (Ryba bedeutet „Fisch”) und Damgor (Dam bedeutet „Eiche”), die beiderseits der sumpfigen Recknitzniederung lagen. Zum Schutz des wichtigen Flussübergangs über die Recknitz ließen die mecklenburgischen Fürsten in Flussnähe um 1200 eine Burg errichten, die der Keim des späteren Ribnitzer Ortskerns wurde. Bis in das 14. Jahrhundert gehörte der Ort noch zur Herrschaft Rostock. Die Herrscher des damaligen Fürstentums Rügen errichteten eine eigene Burg auf der östlichen Gegenseite, aus der später die Stadt Damgarten entstand. Der Aufschwung der Stadt Ribnitz begann 1934 mit dem Bau kriegswichtiger Produktionsanlagen (Walter-Bachmann-Flugzeugbau KG) und dem Bau des Fliegerhorstes Pütnitz bei Damgarten. Als wehrwirtschaftlich wichtige Städte wurden Damgarten und Ribnitz bedeutende Standorte für Zwangsarbeit an der Ostseeküste. Der Flugplatz Pütnitz war nach dem 2. Weltkrieg einer der bedeutendsten Standorte der in der DDR stationierten sowjetischen Luftstreitkräfte. Die Doppelstadt Ribnitz-Damgarten entstand 1950 durch Zusammenlegung der beiden Städte Ribnitz (in Mecklenburg) und Damgarten (in Pommern). Beide Stadtvertretungen hatten sich gegen den Zusammenschluss der Städte ausgesprochen. Die damals regierenden wollten jede Erinnerung an Pommern und eine mecklenburgisch-pommersche Grenze auslöschen. Offiziell wurde die Notwendigkeit einer größeren Kreisstadt für den 1952 gebildeten Kreis Ribnitz-Damgarten nachgeschoben. Die Recknitz bildete früher die natürliche Grenze zwischen dem Land Mecklenburg-Schwerin und der preußischen Provinz Pommern. Die beiden Stadtteile Ribnitz und Damgarten werden durch die breite sumpfige Flussniederung getrennt. Der Übergang über die Recknitz wird auch Mecklenburger Pass genannt. Auf der mecklenburgischen Seite befindet sich unmittelbar am Fluss das Pass-Gehöft Sehenswürdigkeiten
TourismusDie Stadt trägt vor allem wegen des im Stadtteil Ribnitz liegenden „Deutschen Bernsteinmuseums” und der im Stadtteil Damgarten angesiedelten Bernstein-Schau-Manufaktur den Beinamen „Bernsteinstadt”. Neben zahlreichen Geschäften, die Bernsteinprodukte anbieten, ist der Beiname „Bernsteinstadt” aber auch als regionaler Bezug auf die etwa 10 km entfernt liegende Ostsee zu werten. Die Stadt bezeichnet sich ebenfalls als „Das Tor zum Fischland”, da sie das letzte Mittelzentrum auf dem Weg zur Ostsee-Halbinsel „Fischland-Darß-Zingst” ist. Eine durch die Stadtverwaltung angestrebte staatliche Anerkennung als Erholungsort wurde auch deshalb ausgeschlossen, weil die Stadt nicht über die dazu minimal erforderliche Übernachtungskapazität verfügt. Persönlichkeiten der Stadt Ribnitz-Damgarten
BildungIm Ortsteil Damgarten befindet sich das nach dem Volkskundler Richard Wossidlo benannte Richard-Wossidlo-Gymnasium. Des weiteren gibt es verschiedene Grund-, Haupt- und Realschulen sowie eine Volkshochschule. Ein privates „Bildungszentrum” ist von bedeutender überörtlicher Bedeutung, und der Beruflichen Schule des Kreises Nordvorpommern im Stadtteil Damgarten wird im Zuge der Reformierung der Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern in der nächsten Zeit eine größere Bedeutung zukommen. VerkehrÖffentlicher VerkehrMit den Bahnhöfen Ribnitz-Damgarten West (in Ribnitz) und Ribnitz-Damgarten Ost (in Damgarten) ist die Stadt an die Bahnstrecke Rostock - Stralsund angeschlossen. An beiden Bahnhöfen hält alle zwei Stunden der von der DB Regio betriebene Regionalexpress Rostock – Sassnitz. Am Westbahnhof fahren außerdem alle zwei Stunden die Intercity-Züge der DB Fernverkehr auf der Linie Karlsruhe – Frankfurt (Main) – Hamburg – Stralsund. Den Busverkehr in der Region organisiert die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern. StraßenverkehrDie nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Sanitz an der A 20 und Rostock-Ost an der A 19. Ribnitz-Damgarten liegt am Abschnitt Rostock – Stralsund der Bundesstraße 105. Jedoch werden Damgarten und seit dem 2. November 2004 auch Ribnitz auf Ortsumgehungen umfahren.
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