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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: |
Tübingen |
| Landkreis: |
Biberach |
| Koordinaten: |
48° 9′ N, 9° 28′ O |
| Höhe: |
540 m ü. NN |
| Fläche: |
64,97 km² |
| Einwohner: |
10.362 |
| Bevölkerungsdichte: |
159 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
88499 (alt: 7940) |
| Vorwahl: |
07371 |
| Kfz-Kennzeichen: |
BC |
| Gemeindeschlüssel: |
08 4 26 097 |
| Stadtgliederung: |
7 Teilgemeinden |
Adresse der
Stadtverwaltung: |
Marktplatz 1
88499 Riedlingen |
| Webpräsenz: |
www.riedlingen.de
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| Bürgermeister: |
Hans Petermann |
Riedlingen ist eine Stadt an der Donau, südlich der Schwäbischen Alb.
Geografie
Geografische Lage
Riedlingen liegt an der Donau in einem weiten Talgebiet südlich der Schwäbischen Alb. Im Westen und Norden erheben sich die Albausläufer, der ganz bewaldete Teutschbuch (734 m) und der Österberg (652 m). Auf der anderen Seite Riedlingens erhebt sich der Bussen, der Hausberg Oberschwabens, der auch heiliger Berg Oberschwabens genannt wird (767 m).
In die Donau münden auf der linken Seite die Biber bei Altheim, der Zollhauser Bach bei Riedlingen und die Zwiefalter Aach bei Zwiefaltendorf. Auf der rechten Seite fließt die Schwarzach beim Vöhringer Hof in die Donau, bei Daugendorf die Kanzach.
Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten sieben Gemeinden Bechingen, Daugendorf, Grüningen, Neufra, Pflummern, Zell und Zwiefaltendorf. In jeder Teilgemeinde gibt es eine Ortsverwaltung, deren Leiter der Ortsvorsteher ist.
Raumplanung
Riedlingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Donau-Iller, dessen Oberzentrum die Stadt Ulm ist. Zum Mittelbereich Riedlingen gehören neben der Gemeinde selbst die Städte und Gemeinden des westlichen Landkreises Biberach. Im Einzelnen sind dies die Stadt Bad Buchau sowie die Gemeinden Alleshausen, Altheim, Betzenweiler, Dürmentingen, Dürnau, Ertingen, Langenenslingen, Kanzach, Moosburg, Oggelshausen, Seekirch, Tiefenbach, Unlingen und Uttenweiler.
Geschichte
Historische Entwicklung
Mittelalter und Frühe Neuzeit
Riedlingen ist vermutlich eine alemannische Gründung. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 835. Die mittelalterliche Stadt wurde zwischen 1247 und 1255 östlich des Weilers von den Grafen von Veringen angelegt. Es war eine typische Gründerstadt in rechteckiger Form und rechtwinklig geführten Straßen, die Hauptstraße verbreiterte sich zum Marktplatz. Die Lage an der viel genutzten Donaustraße begünstigte den Standort Riedlingens als Marktstadt. Noch im ausgehenden 13. Jahrhundert kam die Stadt in den Besitz der Habsburger, welche sie aber bald wieder verpfändeten. 1314 kam die Stadt an die Grafen von Hohenberg, später an die Herren von Ellerbach und 1384 schließlich an die Truchsessen von Waldburg.[1]
Die Reformation im 16. Jahrhundert fand anfangs starken Rückhalt bei der städtischen Bevölkerung, konnte sich gegen die katholische Kirche jedoch nicht durchsetzen. Von 1654-58 wurde in Riedlingen ein Kapuzinerkloster erbaut. Im Jahr 1680 fiel die Stadt Riedlingen an Österreich zurück. Bis zum Pressburger Frieden 1805 gehörte Riedlingen zu Vorderösterreich.
Neuzeit bis heute
1806 kam Riedlingen zum Königreich Württemberg und wurde Sitz des gleichnamigen Oberamtes. 1938 wurde das Oberamt Riedlingen mit dem Oberamt Saulgau zum Landkreis Saulgau mit Sitz in Saulgau vereinigt. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt unbeschadet. Lediglich die Donaubrücke wurde in den letzten Kriegstagen im April 1945, kurz vor dem Einmarsch französischer Truppen, von deutscher Seite aus gesprengt. Im Zuge der Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen nach 1945 entstand oberhalb des Vöhringerhofes an der Donau der Stadtteil Eichenau. Seit 1973 gehören die Stadt Riedlingen und ihr Umland zum Landkreis Biberach.
Stadtwappen
Das Riedlinger Stadtwappen zeigt auf einem in der Mitte senkrecht geteilten Schild links vom Beschauer auf rot-weiß-rotem Grund zwei schräg gekreuzte gelbe Ruder. Die rechte Seite zeigt einen auf gelbem Grund nach links aufgerichteten roten Löwen. Das älteste bekannte Siegel stammt aus dem Jahr 1303. Der rot-weiß-rote Grund wird als österreichische Binde bezeichnet und stellt die Farben Österreichs dar. Sie wurde erst im 16. Jahrhundert hinzugefügt. Der rote Löwe, den auch Bad Saulgau, Mengen und Munderkingen im Stadtwappen tragen, ist das Wappen der Habsburger.
Einwohnerentwicklung
| Jahr |
Einwohner |
| 1871 ¹ |
4.909 |
| 1880 ¹ |
5.183 |
| 1890 ¹ |
5.085 |
| 1900 ¹ |
4.851 |
| 1910 ¹ |
5.155 |
| 1925 ¹ |
5.229 |
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| Jahr |
Einwohner |
| 1933 ¹ |
5.142 |
| 1939 ¹ |
5.144 |
| 1950 ¹ |
6.498 |
| 1956 ¹ |
7.334 |
| 1961 |
7.993 |
| 1965 |
8.550 |
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| Jahr |
Einwohner |
| 1970 ¹ |
8.712 |
| 1975 |
8.779 |
| 1980 |
8.536 |
| 1985 |
8.426 |
| 1990 |
8.684 |
| 1995 |
9.499 |
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| Jahr |
Einwohner |
| 2000 |
10.169 |
| 2002 |
10.327 |
| 2004 |
10.398 |
| 2006² |
10.362 |
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¹ Volkszählungsergebnis
² Stand 30. September 2006[2]
Politik
Gemeinderat
Die letzte Gemeinderatswahl fand am 13. Juni 2004 statt. Es ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Partei |
Sitze |
| CDU |
9 |
| FW |
8 |
| WIR |
3 |
| SPD |
2 |
| Unabhängige Bürger |
2 |
| Grüne ¹ |
1 |
| Gesamt |
25 |
Städtepartnerschaften
Seit 1996 pflegt Riedlingen eine Partnerschaft mit der niederösterreichischen Kleinstadt Pöchlarn. Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Bürgel (Thüringen).
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Riedlingen liegt an der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm und ist Regionalexpress-Halt. Es besteht ein Stunden-Takt nach Ulm und Sigmaringen aber nur einen Zwei-Stunden-Takt nach Donaueschingen und Neustadt (Schwarzwald). Es gibt darüber hinaus eine direkte Busverbindung in die Kreisstadt Biberach an der Rißund nach Stuttgart. Riedlingen ist in den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund eingegliedert.
Riedlingen verfügt über ein Segelfluggelände, das mit Segelflugzeugen, Motorseglern und Ultraleichtflugzeugen angeflogen werden kann.
1916 wurde die Federseebahn (Kanzachtalbahn) Schussenried - Riedlingen als letzte Schmalspurstrecke Baden-Württembergs mit dem Reststück von Dürmentingen bis Riedlingen eröffnet. 1960 wurde der Gesamtverkehr auf diesem Streckenteil eingestellt und die Strecke abgebaut.
Durch Riedlingen führen die Bundesstraßen B 312 (Reutlingen - Biberach an der Riß - Memmingen) und B 311.
Ansässige Unternehmen
- Silit (Hersteller des Schnellkochtopfs Sicomatic)
- Feinguss Blank
- FORM+TEST
Gericht, Behörden und Einrichtungen
Riedlingen verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ravensburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört.
Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Riedlingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart, das zum Dekanatsverband Biberach gehört.
Bildungseinrichtungen
Die Stadt ist Sitz der SRH Fernfachhochschule Riedlingen und einer staatlich anerkannten Hochschule für Wirtschaft.
Außerdem ist Riedlingen eine Schulstadt von regionaler Bedeutung. In Riedlingen gibt es allgemeinbildende Schulen aller Schularten, eine berufliche Schule und eine Jugend-Musikschule. Das Einziehungsgebiet des Riedlinger Kreisgymnasiums reicht von Bad Buchau bis weit auf die Schwäbische Alb.
In der Erwachsenenbildung sind das Kolping-Berufskolleg und die Volkshochschule Donau-Bussen e. V. tätig.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Riedlingen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße, der Deutschen Fachwerkstraße und am Donauradweg.
Museum
- Museum Riedlingen
- Schöne Stiege, Rösslegasse 1
- Städtische Galerie im Spital zum Heiligen Geist (Wochenmarkt 3)
Bauwerke
- Historische Altstadt
- Historischer Marktplatz mit Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert
- St. Georgskirche: Das Wahrzeichen Riedlingens ist die katholische Pfarrkirche. Die älteste Darstellung stammt aus dem Jahr 1589. Einen überregionalen Anziehungspunkt stellt die 1997 von Hartwig Späth erbaute Orgel dar.
- Schöne Stiege: Das Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1556 gehört zu den besterhaltenen und bauhistorisch wichtigsten Fachwerkbauten des 16. Jahrhunderts in Oberschwaben. Heute ist darin das Stadtmuseum untergebracht.
- Im Riedlinger Teilort Neufra an der Donau findet man einen Renaissancegarten, der 1569–1573 als „Hängegarten” (also auf einer eigens errichteten Erweiterung des natürlichen Schloßberges) errichtet wurde.
Jährliche Veranstaltungen
- Riedlinger Fasnet: schwäbisch-alemannische Fastnacht mit der Hauptfigur Gole. Die Narrenzunft Gole wurde 1865 gegründet und zählt heute mehr als 1.300 Mitglieder.
- Flohmarkt: Der Riedlinger Flohmarkt in der Altstadt findet alljährlich am dritten Samstag im Mai statt und ist einer der größten Flohmärkte Süddeutschlands.
- Gallusmarkt: Er findet jedes Jahr am zweiten Montag im Oktober statt und ist ein großer Jahrmarkt. Am Vorabend findet traditionellerweise am Donauaufer ein großes Feuerwerk statt.
- Fohlenmarkt: Der jeweils am letzten Donnerstag im August stattfindende Fohlenmarkt gilt als größter Warmblut-Fohlenmarkt Deutschlands und zieht Gäste aus ganz Europa an.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Andreas von Jerin (1541-1596) Bischof von Breslau
- Johann Joseph Christian (1707-1777), Bildhauer
- Franz Joseph Christian (1739-1798), Bildhauer
- Conrad Graf (1782-1851), Klavierbauer
- Frederick Miller (1824-1888), Gründer der Großbrauerei Miller Brewing Company in Milwaukee
- Adolf Gröber (1854-1919), deutscher Politiker, Fraktionsvorsitzender des Zentrums im Reichstag
- Maria Caspar-Filser (1878-1968), Malerin
- Hans-Peter Mayer (* 1944), Europaabgeordneter der CDU für Niedersachsen
- Wolfgang Schneiderhan (* 1946), seit 2002 Generalinspekteur der Bundeswehr
- Gudrun Abt, Leichtathletin und Olympiateilnehmerin (*1962)
- Mario Gomez (* 1985), Fußballprofi beim VfB Stuttgart und Nationalspieler
Quellen
Weblinks
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Commons: Riedlingen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Webpräsenz der Stadt Riedlingen
- Stadtmuseum Riedlingen
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz.
Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.
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Informationsportal über Riedlingen in Baden-Württemberg - 25.5.2012
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