
|
Die Stadt Riesa befindet sich in der Mitte Sachsens, etwa auf halber Strecke zwischen Dresden und Leipzig. Sie ist die größte Stadt im Landkreis Riesa-Großenhain. GeographieNachbargemeindenAngrenzende Gemeinden sind Hirschstein, Nünchritz, Stauchitz, Zeithain und die Stadt Strehla im Landkreis Riesa-Großenhain sowie Liebschützberg im Landkreis Torgau-Oschatz. StadtgliederungZu Riesa gehören die Ortsteile Altriesa, Böhlen, Canitz, Göhlis, Gostewitz, Gröba, Jahnishausen, Leutewitz, Mautitz, Mergendorf, Merzdorf, Neugröba, Neuweida, Nickritz, Oelsitz, Pausitz, Pausitzer Delle, Pochra, Poppitz, Schwarzroda und Weida, GeschichteRiesaer Sage'Einst kam ein Riese auf seiner Wanderschaft an das Ufer der Elbe. Bevor er den Fluss überschritt,machte er eine kurze Rast.Er spürte in seinem Stiefel ein Drücken, welches von den auf der langen Wanderschaft angesammelten Sandkörnchen beziehungsweise kleinen Steinchen hervorgerufen wurde. Er setzte sich ans Ufer,stöhnend zog er seinen Stiefel aus und drehte ihn. Heraus kam ein großer Hügel, auf dem die ersten Häuser von Riesa erschaffen wurden. Damit versuchen die Riesaer den Namen ihrer Stadt zu erklären. Aber eigentlich leitet sich Riesa aus Rizowe her. Dieser Name taucht in einer Urkunde aus dem Jahr 1119 auf, in der der Bischof von Naumburg das älteste Kloster der Mark Meisen weihte. Er benutzte für die Kennzeichnung des Ortes den Namen der kleinen slawischen Siedlung in unmittelbaren Nähe des Klosters im Mündungsbereich der Jahna in die Elbe. Rizowe bedeutet soviel wie Geländeeinschnitt, was frei als Ort an der Flußmündung übersetzt wird. Der Ortsname Riesa trat erstmals 1451 auf. Der Riese gilt als Stadtmaskottchen und krönt das Riesaer Stadtwappen. Der riesaer Riese wird alljährlich an verdienstvolle Bürger der Stadt verliehen. Am letzten Augustwochenende eines jeden Jahres, wenn die Riesaer ihr Riesenfest feiern, kann man ihm leibhaftig begegnen. ZeittafelIn kaiserzeitlicher und völkerwanderungszeitlicher Zeit ist in der Gegend um Riesa ein elbgermanischer Gau eines namenlosen Kleinstammes nachgewiesen. Dieser Gau stand wahrscheinlich in loser Abhängigkeit zu den weiter westlich liegenden thüringischen Stammesgebieten, was sich in den archäologischen Funden widerspiegelt. Im 7. Jahrhundert setzt eine slawische Besiedlung ein. Riesa wurde im Jahr 1119 erstmals urkundlich in einer Urkunde des Papstes Kalixt II. als Kloster „Rezoa” erwähnt. Dies ist die lateinische Form des slawischen Wortes „Riesowe” – „Ort am Fluss”. Der Ort wurde von Bischof Dietrich von Naumburg gegründet. Im Jahr 1623 wurde den Marktflecken Riesa das Stadtrecht verliehen verbunden mit dem Recht, zweimal im Jahr Märkte abhalten zu können. In der Stadt wurde 1820 erstmals eine Poststation errichtet. Als 1839 der erste Zug über die neue Elbbrücke fuhr, begann eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung. Der Güterumschlag vom Schiff auf die Schiene brachte der Gemeinde bedeutende Einnahmen. Mit dem Eisenhammerwerk wurde 1843 der Grundstein für die Ansiedlung bedeutender Industrien gelegt. Im Jahr 1848 erschien mit dem „Elbe-Blatt” die erste Wochenzeitung, aus der sich später das „Riesaer Tageblatt” entwickelte, welches bis zum 23. April 1945 erschien und seit 1991 wieder publiziert wird. Mit der 1878 fertiggestellten Stahlgitterbrücke entstand eine Straßenverbindung über die Elbe. 1888 wurde der Binnenhafen fertiggestellt. Schon 1912 wurde zwischen Riesa und Lauchhammer die erste Hochspannungsleitung für 110 kV der Welt gebaut. Von 1952 bis 1990 war Riesa Kreisstadt im Bezirk Dresden. Seit 1994 ist Riesa Große Kreisstadt im Freistaat Sachsen. EingemeindungenGröba und Weida (1923), Merzdorf (1925), Pausitz und Poppitz (1950), Mergendorf (1961), Pochra und Canitz mit Schwarzroda (1974), Nickritz mit Oelsitz, Jahnishausen mit Böhlen und Gostewitz sowie Mautitz (1994), Leutewitz (1996) EinwohnerentwicklungMit der industriellen Revolution konnte Riesa vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur Stadt heranwachsen. 1952 wurde Riesa Kreisstadt. Nach der Wende 1989/90 sank die Einwohnerzahl Riesas - wie in den meisten anderen mittelgroßen Städten Ostdeutschlands - rapide. Vor allem die Schließung des Stahlwerks und der damit verbundene Anstieg der Arbeitslosigkeit führte dazu, dass die Einwohnerzahl von fast 52.000 Einwohnern (1981) auf heute nur noch knapp 38.000 Einwohner gefallen ist. Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1: Stand 29. Oktober PolitikStadtratZusammensetzung des Stadtrates 2004 - 2009
OberbürgermeisterOberbürgermeisterin ist Gerti Töpfer (*CDU). Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenKultur
MusikBauwerke
Wirtschaft und InfrastrukturDie große Kreisstadt Riesa war zu DDR-Zeiten eine klassische Industriestadt. Insbesondere das Stahlwerk, mit über 13000 Beschäftigten das größte metallurgische Kombinat der DDR, prägte das Gesicht der Stadt. Die Wende 1989/90 führte zum Zusammenbruch der alten Industrien und einer starken Einwohnerabwanderung aus Riesa. VerkehrRiesa liegt verkehrstechnisch günstig an den Eisenbahnfernstrecken Leipzig-Dresden und Berlin-Chemnitz. Es bestehen ICE-Verbindungen nach Düsseldorf, Köln und Frankfurt am Main und stündlich nach Dresden und Leipzig. Auf der Strecke von Chemnitz nach Berlin verkehrt noch ein Zugpaar der Vogtlandbahn. Außerdem besitzt Riesa einen Binnenhafen der Elbe, einen Flugplatz sowie einen Anschluss an die nahe Bundesautobahn 14. Entlang der Elbe durch die Stadt führt der Elberadweg. ansässige Unternehmen (Auswahl)
Bildung & ForschungIn Riesa befinden sich 5 Grundschulen, davon die Trinitatisschule in freier Trägerschaft. Darüber hinaus gibt es 2 Mittelschulen und 2 Gymnasien. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium ist Nachfolger der mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Spezialschule „Friedrich Engels”. Gegenwärtig werden umfangreiche Baumaßnahmen zur Umsetzung des Schulkonzeptes insbesondere für Mittelschulen und Gymnasien durchgeführt. Zudem hat Riesa eine Berufsakademie (BA), die ein Studium mit Diplomabschluss in 9 verschiedenen Fächern ermöglicht. Des Weiteren gibt es die private "MARie Management Akademie Riesa". Diese biete die kombinierten privat- staatlichen Studiengänge "Medien-, Sport- und Eventmanagement" sowie "Sportjournalismus, Sportmanagement" an. Nach zwei jährigem Studium in Riesa, erlangen die Studenten im dritten Studienjahr an der Hochschule Mittweida den staatlich anerkannten Bachelor- Abschluss. Zur Zeit sind 68 Studenten, verteilt über zwei Studienjahre, an der MARie. Mit dem VFUP Riesa e.V. hat Riesa einen bekannten Forschungsdienstleister auf den Gebieten Rohrherstellung, Umformtechnik und Weiterbildung für Industriemitarbeiter. Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
