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Rodalben ist eine Stadt im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz und Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Sie ist gleichzeitig die größte Kommune im Landkreis Südwestpfalz. GeschichteMittelalterRodalben wurde als Siedlung des keltischen Stammes der Mediomatriker gegründet. 1237 wurde der Ort erstmals urkundlich als Meyerhof erwähnt und war über Jahrhunderte eine bäuerlich geprägte Ansiedlung. Die Herkunft des Namens, insbesondere der Vorsilbe „Rod” ist nicht eindeutig geklärt. Als „alb” bezeichneten die Mediomatriker (Kelten, Gallier) Flüsse oder Bäche. Für den Namensbestandteil „Rod”, zeitweise auch „Roth”, gibt es zwei Erklärungsansätze. Zum einen könnte der rote Sand des Flussbettes der Namensgeber sein, zum anderen die Tatsache, dass in den Tälern durch das Roden (Rotten) der Wälder weite Wiesen und Äcker angelegt wurden. Rodalben gehörte damals den Leininger Grafen, zusammen mit der Burg Gräfenstein bei Merzalben. Um das Jahr 1360 dürfte die erste Pfarrkirche in Rodalben erbaut worden sein. Davon zeugt der heute noch erhaltene romanische Turm und der mit Fresken ausgebildete gewölbte Chor. Das Alter lässt sich aufgrund des gotischen Baustils in seiner dritten und letzten Periode, und der Tatsache, dass Rodalben 1360 bzw. 1361 schon einen Pfarrer hatte, der eine Kollationsgebühr von 6 Groß an Rom entrichtete, schätzen. Genauere Angaben über die Erbauung liegen nicht vor. NeuzeitVor dem 30-jährigen Krieg lebten im Amt Gräfenstein 150 Eingesessene. 1680, also rund 30 Jahre nach dem Krieg zählte das Amt 30 Familien oder Eingesessene. Rund 50 Jahre später, im Jahre 1698 zählte das Amt 50, davon 20 Eingesessene (Familien) in Rodalben. Der Ort wuchs stetig weiter und erhielt größere Bedeutung durch die Verlagerung der Verwaltung des Gräfensteiner Amtes nach Rodalben. Um 1720 erhielt Rodalben seine erste Schule. Das „feine Häusel”, das von Münchweiler nach Rodalben transportiert worden war und bis dahin als Pfarrhaus diente, wurde zum Schulsaal und zur Lehrerwohnung hergerichtet. Das Haus existiert heute noch und wird als Wohnhaus genutzt. Die zunehmende Industrialisierung machte auch vor Rodalben nicht halt. So entwickelte sich aus dem einstigen Schuhmacherhandwerk eine Schuhindustrie, die zunehmend das Bild von Rodalben bestimmte. Dies führte dazu, dass sogar eine eigene Gerberei entstand. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Schuhindustrie gut während des deutschen Wirtschaftwunders. Zeitweise gab es mit den Familienbetrieben über 60 Schuhfabriken im Ort. Dies bedeutete bei damals knapp 6.000 Einwohner, dass jeder 100. Einwohner ein Schuhfabrikant war. Am 17. Juni 1963 erhielt die Gemeinde Rodalben die Stadtrechte. Die weltweite Öffnung der Märkte wirkte sich nachteilig auf die lohnintensiven Schuhindustrie aus, so dass eine Schuhfabrik nach der anderen schließen musste. Trotzdem blieb der Schuh ein Markenzeichen dieser Region, jetzt jedoch mehr durch den Handel. Da die Industrie im Ortsbild nicht besonders auffällig war, konnte sich der Fremdenverkehr in Rodalben gut entwickeln. Auch bedingt durch die Landschaft wurde der Tourismus immer mehr zu einem wirtschaftlichen Standbein. Heute ist Rodalben eine staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde. StadtratBei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
Wirtschaft und InfrastrukturRodalben lebt überwiegend vom Fremdenverkehr. VerkehrDer Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert. Durch die Queichtalbahn (Landau - Pirmasens) ist Rodalben an das Schienennetz angeschlossen. BehördenAls Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde beherbergt Rodalben deren Verwaltung. BildungseinrichtungenIn Rodalben befindet sich eine Regionale Schule, eine Berufsschule, eine Grundschule, sowie eine Sonderschule. Des Weiteren bietet Rodalben die Möglichkeit sehr spezielle Fächer an der Hochschule studieren zu können. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
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