Roth in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Koordinaten: 49° 15′ N, 11° 5′ O
Höhe: 339 m ü. NN
Fläche: 96,25 km²
Einwohner: 25.127
Bevölkerungsdichte: 261 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91154
Vorwahl: 09171
Kfz-Kennzeichen: RH
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 143
Stadtgliederung: 20 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 4
91154 Roth
Webpräsenz: www.stadt-roth.de
Bürgermeister: Richard Erdmann (SPD)

Roth ist die Kreisstadt des mittelfränkischen Landkreises Roth. Die Stadt liegt in der Metropolregion Nürnberg und gleichzeitig im Fränkischen Seenland.

Geografie, Stadtgliederung

Geografische Lage

Roth liegt am Zusammenfluss der Flüsse Roth, Rednitz und Aurach in der mittelfränkischen Keuperbucht.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus 19 eingemeindeten Orten und Roth selbst.

Derzeitige Ortsteile sind:

  • Barnsdorf
  • Belmbrach
  • Bernlohe
  • Birkach
  • Eckersmühlen
  • Eichelburg
  • Finstermühle
  • Harrlach
  • Heubühl
  • Kiliansdorf
  • Meckenlohe
  • Obersteinbach
  • Pfaffenhofen
  • Pruppach
  • Rothaurach
  • Unterheckenhofen
  • Untersteinbach
  • Wallesau
  • Zwiefelhof

Geschichte

Roth wird anlässlich der Weihe einer Kirche durch Bischof Gundekar II. erstmals urkundlich im Jahr 1060 erwähnt. Der Marktplatz entstand im 12. Jahrhundert im Zuge einer planmäßigen Marktgründung; seit Mitte des 14. Jahrhunderts ist Roth Stadt.

Lange bevor Roth im wirtschaftlichen Leben eine Rolle zu spielen begann, war sein Name bereits als ein von Kaiser und Reich anerkanntes Asyl weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt. Hier fanden all diejenigen Zuflucht, die unbeabsichtigterweise und ohne "grobe Schuld" mit dem geltenden Recht in Konflikt geraten waren.

Ab 1535 errichteten die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach im Südwesten der Stadt das Schloss Ratibor, das als Jagdschloss und meist zugleich als Sitz des Oberamtes der markgräflichen Verwaltung diente. Die Markgrafen, ein Zweig der Hohenzollern, führten den schwarz-silber gevierten Zollernschild, der der Stadt Roth mit dem Beizeichen "R" im ersten Feld als Wappen verliehen wird. Die Zeit der Markgrafen und vor allem das 18. Jahrhundert hat viele bauliche Spuren hinterlassen.

Nach der Abdankung des letzten Markgrafen 1791 kommt das Fürstentum unter preußische Verwaltung. 1806 wird es dem neuen Königreich Bayern einverleibt.

Mit dem Verkauf des Schlosses an den Fabrikanten Stieber beginnt noch vor 1800 in Roth die Industrialisierung. Stieber stellt Leonische Waren her, also unechte Gold- und Silberdrähte und verarbeitet sie weiter. Dank der günstigen Lage der Stadt, speziell durch den Bahnanschluss 1849, blüht dieses Rother Traditionsgewerbe auf. Im 20. Jahrhundert führte Roth für einige Zeit den Titel "industriereichste Kleinstadt Bayerns".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wächst die Stadt auf der wirtschaftlichen Basis ihres Traditionsgewerbes weiter. (1960: 10.000 Einwohner, heute 26.000 Einwohner). Als neuer Sitz des Landkreises Roth im Jahre 1972, als Bundeswehrstandort (Kampfhubschrauberregiment 26, IV. Bataillon/Luftwaffenausbildungsregiment 3, 1./2. Staffel FlaRakgruppe 23, Heeresfliegerstaffel 269) und durch ihre Lage im Fränkischen Seenland entwickelt sich ihre Anziehungskraft weiter.

Verkehr

Im Bahnhof Roth endet die Linie 3 der S-Bahn Nürnberg. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof Nürnberg liegt mit der S-Bahn bei 29, mit den RegionalExpress-Zügen bei 20 Minuten. Stündlich verkehrt ein RegionalExpress nach München, im Wechsel über Augsburg oder Ingolstadt.

Im Bahnhof Roth beginnt auch die Bahnstrecke Roth–Hilpoltstein, von den örtlichen Bewohnern Gredl genannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Markgrafenschloss Ratibor (Erbaut 1535-1538 von Markgraf Georg dem Frommen von Brandenburg-Ansbach. Die finanziellen Mittel zur Erbauung stammen aus den oberschlesischen Provinzen des Markgrafen Oppeln, Jägerndorf und Ratibor. Deshalb wurde das Schloss "Ratibor an der Retzet" genannt.)
  • Evangelische Stadtkirche: auf einer Anhöhe, etwas abseits des mittelalterlichen Marktplatzes gelegen, bildet sie mit ihrem hochaufragenden Turm ein markantes Wahrzeichen der Altstadt. Erbaut wurde sie etwa im 14. Jahrhundert und wurde später mehrmals umgebaut (1511, 1732-1738, 1882-1885). Im Zuge der Reformation wurde die Kirche im Jahre 1529 evangelisch.
  • Katholische Pfarrkirche
  • Riffelmacherhaus
  • Seckendorff-Schlösschen

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mittwoch vor Christi Himmelfahrt: Rother Museumsnacht
  • Anfang bis Mitte April: Rother Bluestage
  • Letztes Juni-Wochenende: Rothsee-Triathlon, Quelle Challenge Roth
  • Zweites Juli-Wochenende: Landkreislauf, Sommerfest der Künste und Kulturen
  • Drittes Juli-Wochenende: Beach-Triathlon
  • Zweites August-Wochenende: Rother Kirchweih
  • Zweites September-Wochenende: Rother Altstadtfest

Städtepartnerschaften

  • Ratibor/Racibórz, Polen
  • Regen, Niederbayern/Deutschland
  • Troppau/Opava, Tschechien

Persönlichkeiten

  • Eduard Rupprecht (1837-1907), lutherischer Pfarrer und apologetischer Schriftsteller, wirkte in den 1870er Jahren an der Kirche in Wallesau.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Matthias Gesner (* 1691, † 1761), Pädagoge, klassischer Philologe und Bibliothekar
  • Anton Seitz (* 1829, † 1900), Maler im Freundeskreis von Carl Spitzweg
  • Heini "Heiner" Müller (* 1934), Fußballspieler, Deutscher Meister (1961)
  • Manfred Weiß, Politiker



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Informationsportal über Roth in Bayern - 25.5.2012