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Ruhpolding (im Dialekt "Ruapading" gesprochen) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein in den Chiemgauer Alpen. Der Hauptort liegt im Ruhpoldinger Talkessel, der auch "Miesenbacher Tal" genannt wird. Ruhpolding ist ein überregional bekannter Kur- und Fremdenverkehrsort. Der Name Ruhpolding leitet sich aus dem bajuwarischen "Rupoltingin" ab und bedeutet "bei den Leuten des berühmten Starken" (pold = stark bzw. kräftig, Ru(d) = berühmt). GeografieGemeindegliederungOrtsteile sind Aschenau, Au, Bacherwinkel, Bärngschwendt, Bibelöd, Blicken, Bojern, Brand, Brandl, Brandlberg, Brandstätt, Buchschachen, Egg, Eisenberg, Endsee, Fritz, Froschsee, Fuchsau, Fuchswiese, Geiern, Gnaig, Grashof, Gruttau, Gstatt, Guglberg, Hadermarkt, Hallweg, Haßlberg, Hinterpoint, Hinterreit, Hocherb Alm, Hutzenau, Infang, Knogl, Labenbach, Laubau, Lohen, Maiergschwendt, Mitterwegen, Mühlwinkl, Neustadl, Niedervachenau, Obereben, Obergschwendt, Oberhausen, Ort, Plenken, Point, Ramsen, Ramsler, Rauchenbichl, Reiten, Ried, Schürzbichl, Schwaig, Seehaus, St. Valentin, Stadler, Steinberg, Steinbergalm, Stocking, Stockreit, Sulzen, Untereben, Urschlau, Vordermiesenbach, Waich, Wasen, Weingarten, Widdmoos, Wiesen, Zell und Zwickling. Berge
GeschichteDie erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Buchschachen stammt aus dem Jahr 924. Das Gut "Ruhpoldingen" wird um 1193 zum ersten Mal erwähnt. Seit 1585 wurde im Gemeindegebiet Erz abgebaut. 1882 wurden die 1818 gegründeten Gemeinden Ruhpolding, Zell und Vachenau zu einer politischen Gemeinde vereinigt. 1895 wurde die Eisenbahnlinie nach Traunstein eröffnet. Die von Dr. Carl Degener initiierten Pauschalreisen (damals in Sonderzügen) führten nach dem Zweiten Weltkrieg in Ruhpolding zu einem regelrechten Tourismusboom. Mitte der fünfziger Jahre lagen die Übernachtungszahlen bei 600.000. 1991 war der bisherige Rekord: 1.122.732 Übernachtungen. Bis zum 31. Dezember 1881 gab es im Tal der Bayerischen Traun, auch Miesenbachertal genannt, drei Ortschaften. Diese schlossen sich zum 1. Januar 1882 zur "Großgemeinde" Ruhpolding zusammen. Die Namensfindung war nicht einfach. Keine der drei selbstständigen Gemeinden (mit z.B. drei Bürgermeistern und drei Feuerwehren) wollten ihren Namen aufgeben: Zell, Vachenau und Ruhpolding. Man einigte sich schließlich auf "Ruhpolding", weil dort die Pfarrkirche mit Friedhof steht, weil dort 1821 das erste Schulhaus entstand und auch die Posthalterei angesiedelt war (im jetzigen Hotel "Zur Post"). 1933 wurde Ruhpolding durch Dr. Carl Degener, der ein Reisebüro in Berlin betrieb, für den Fremdenverkehr größeren Stils entdeckt. Vorher kamen wenige Sommerfrischler und Wintersportler ins Tal. 1979, mit der ersten Biathlon-Weltmeisterschaft, startete Ruhpolding seine Karriere als der Biathlonort der Bundesrepublik Deutschland. Die Eltern von Eva Braun, Hitlers Geliebten und späterer Ehefrau, Fritz und Franziska Braun, starben am 22. Januar 1964 bzw. 13. Januar 1976 in Ruhpolding und sind dort auf dem neuen Bergfriedhof begraben. PolitikWappenDie Beschreibung des Wappens aus dem Jahr 1922 lautet: Der grüne Dreiberg versinnbildlicht die drei ehemaligen Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell. Die goldene Linde stellt die neue Gemeinde Ruhpolding dar. Der silberne Querfluss weist auf die Traun hin, die das Miesenbachertal durchschneidet. Das silberne Schildchen mit dem goldbegrifften silbernen Griesbeil spielt auf die Steinkreuze vor der St. Valentinskirche an, wo man ehedem eine Dingstätte vermutete. Bürgermeister
Bartholomäus Schmucker 1919 - 1933 Von 1933 bis Kriegsende waren Bürgermeister: Anton Kreidl, Josef Wallner, Karl Huber 1945 und 1946: Alois Rappl, Valentin Plenk, Fritz Grübl Josef Mayer (CSU)1946 - 1966 Leonhard Schmucker (CSU) 1966 - 1970 (dann von 1970 bis 1990 Landrat im Kreis Traunstein) Anton Stengel (UW) 1970 - 1972 Franz Schneider (SPD) 1972 - 1978 Herbert Ohl (CSU) 1978 - 1996 Gerhard Hallweger (SPD) 1996 - 2002
PartnerschaftenSeit 1979 besteht eine Städtepartnerschaft mit dem badischen Weinanbauort Ihringen am Kaiserstuhl. Wirtschaft und InfrastrukturFreizeit- und Sportanlagen
Kureinrichtungen
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
PersönlichkeitenEhrenbürger
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