Saal in Mecklenburg-Vorpommern


Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordvorpommern
Amt: Barth
Koordinaten: 54° 19′ N, 12° 30′ O
Höhe: 5 m ü. NN
Fläche: 34,03 km²
Einwohner: 1359
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18317
Vorwahl: 038223
Kfz-Kennzeichen: NVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 57 076
Adresse der
Amtsverwaltung:
Teergang 2
18356 Barth
Webpräsenz: www.barth.de
Bürgermeister: Wolfgang Pierson (CDU)
Lage von Saal im Landkreis Nordvorpommern

Saal ist eine Gemeinde im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Barth mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie

Zwischen Ribnitz-Damgarten und Barth gelegen, mündet nahe Saal der Saaler Bach in den Saaler Bodden, der einen Teil der Darß-Zingster Boddenkette bildet.

Gemeindegliederung

Zu Saal gehören die Ortsteile

  • Hermannshagen-Dorf
  • Hessenburg
  • Kückenshagen
  • Neuendorf
  • Neuendorf-Heide
  • Saal (Kernort)

Geschichte

Die erste Erwähnung Saals finden wir in einer Urkunde der Stadt Barth aus dem Jahr 1255. Zu jener Zeit existierte schon eine verlassene slawische Burganlage an der Mündung des Saaler Baches in den heutigen Saaler Bodden. Bei der Burganlage dürfte es sich um die Stekeborg oder Stekenborg handeln. In all den Zeiten, in denen die Burganlage bewirtschaftet war, hatte der Bodden noch einen freien Zugang zur Ostsee. Die Lage, gleichwohl versteckt als auch mit der Möglichkeit beschaffen, den weiten Boddenraum zu überwachen, war strategisch wertvoll.

Die Bevölkerung setzte sich um 1255 aus eingessenen Slawen, zugewanderten Westfalen und Dänen zusammen. Die erste Kirche bestand zu jener Zeit schon, war aber gänzlich aus Holz und dem "Heiligen Kreuz" geweiht.

Im 13. Jahrhundert war die nach dem Ort benannte Provinz Sale eine der zwölf Provinzen des Fürsten von Rügen. Saal war Sitz des Vogtes und somit Verwaltungszentrum, Marktstätte und Gerichtsort der Provinz, zu dem noch zwölf weitere Dörfer gehörten. Später verlor Saal an Bedeutung und Barth und Damgarten übernahmen diese Rolle.

Der Sage nach sollen die Vitalienbrüder unter Störtebeker die am Bodden liegende Burg noch bis 1391 genutzt haben und dort einen Schatz unter dem heutigen Glockenturm verbracht haben. 1391 wurden sie auf dem Saaler Bodden in eine Schlacht mit den Dänen verwickelt, mussten fliehen und betraten den Boden Saals nie wieder. So soll der Schatz noch immer dort liegen.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkirche, die noch heute in beeindruckender Wucht die Landschaft prägt und ein ganz anderes Bild gotischer Bauart vermittelt. Alles an dieser Kirche ist durch Versetzungen gekennzeichnet: Die Fenster, die Portale. Die ausgefransten Hallenwände zeugen von geplanten oder symbolischen An- und Weiterbauten. Den Eingang zum unterirdischen Gang, hinter dem Altar, kann man noch heute besichtigen. Er soll irgendwo am Bodden enden. Unter dem abseits stehenden Glockenturm (1731) befindet sich ein Hohlraum, der jedoch bis heute nicht erforscht ist. Der Legende nach wurde um 1300 ein Teil des Templerschatzes dort untergebracht. Einer der Templer stahl einen Teil des Schatzes und versteckte ihn in einem der Pfeilerfundamente. Es soll sich um die verschwundenen Reichsinsignien Johann Ohnelands handeln, die diesem 1216 auf unklare Weise abhanden gekommen waren.
  • Zwölf-Apostelsteine, Kultstätte aus der Mittleren- und Jungsteinzeit

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • 1869, 18. Januar, Wilhelm Bruhn, † 20. Oktober 1951 in Berlin, deutscher Politiker (DNVP) und Verleger, MdR.

Literatur

  • Andreas Ciesielski: Saal im Wandel der Zeiten. Eine Chronik, Scheunenverlag, ISBN 3-93839-806-X



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Informationsportal über Saal in Mecklenburg-Vorpommern - 25.5.2012