
|
Saal an der Donau (amtlich: Saal a.d.Donau) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Saal a.d.Donau. GeografieGeografische LageSaal a.d.Donau liegt im Tal der Donau an der Bundesstraße 16 zwischen Regensburg und Ingolstadt. Gemeindegliederung
GeschichteVor Christi GeburtDas leicht kultivierbare Tal der Donau ist uralter Siedlungsboden. So haben bereits die Neandertaler hier gelebt. Davon zeugen Faustkeile, die gefunden wurden. Auch in den späteren vorchristlichen Jahrhunderten lebten wohl immer Menschen hier, was Gräber und Reste von Siedlungen beweisen. Die KeltenDurch den Abbau von Eisen war die Gegend um Saal von zirka 400 bis 100 vor Christus Teil eines dichtbesiedelten Zentrums der Kelten. Noch heute lassen sich Spuren dieser Keltenschanzen - befestigte Schutzanlagen - finden. Der Wall dieser Befestigung am Ringberg bei Untersaal ist 2,2 Kilometer lang. Ähnliche Anlagen findet man in Kleingiersdorf und Unterschambach. Die RömerDen vordringenden Römern hatten die Kelten nichts entgegenzusetzen. Die Donau wurde nun Teil des Limes, der das römische Reich schützen sollte. Auch die Römer errichteten befestigte Anlagen zum Schutz. So wurde etwa um 350 nach Christus in Untersaal ein Burgus errichtet. VölkerwanderungDer Feckinger Bach, die damalige Sala wurde ab 400 nach Christus zum Namensgeber von Saal. Aus der Zeit der Völkerwanderung sind wenig historische Fakten bekannt. Wahrscheinlich bot der Kelheimer Raum auch in dieser kriegerischen Zeit Menschen immer geeigneten Siedlungsboden. So sind Gräber der Bajuwaren nachgewiesen. Reichsstift NiedermünsterIm Jahre 1002 wurden dem Reichsstift Niedermünster in Regensburg von König Heinrich II. (HRR) schriftlich Königsschutz, Immunität und Wahlrecht verliehen. Somit gingen Besitz und Rechte an einem Gebiet, das von Kelheim bis Einmuß reichte an das Reichsstift Niedermünster. Jetzt findet auch die erstmalige, urkundliche Erwähnung der späteren Gemeinde statt. SäkularisationSaal war Gerichtsort, im 19. Jahrhundert als Schranne bezeichnet. NeuzeitVon 1944 bis 1945 war bei Saal ein Außenlager des KZ Flossenbürg mit der Bezeichnung "Ring Me". Hier sollte ein Teil der Produktion der Flugzeugfirma Messerschmitt in Regensburg ausgelagert werden, die seit 1943 Luftangriffen der Alliierten ausgesetzt war. Das Lager bei Saal war eine von vielen "versteckten" Produktionsstätten in Süddeutschland. Im Waldfriedhof Saal weist ein Gedenkstein auf die Opfer der Zwangsarbeiter hin. Im Jahr 2002 konnte Saal a.d.Donau seine erste urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren feiern. Das ganze Jahr über wurden Veranstaltungen durchgeführt. Eine Ausstellung im Rathaus mit Bildern aus der Saaler Historie von Februar bis November, ein Jubiläumsfestakt im April und ein Jugendfest im November als Ausklang des Jubeljahres. Den Höhepunkt fanden die Feierlichkeiten aber vom 19. bis 21. Juli zum Auftakt mit einem bayerischen Heimatabend in Untersaal und einem gigantischen historischen Fest die beiden weiteren Tage an verschiedenen Plätzen in Obersaal. An vier Plätzen war die lebendige Geschichte von Saal zu bewundern. Ein durchgehendes Programm auf drei Bühnen diente der Unterhaltung mit Aufführungen, musikalischen Dabietungen und Vorführungen von historischen Handwerken und Geräten. Der Höhepunkt war der große historische Festumzug "von der Steinzeit bis zur Industriegemeinde" mit 109 Gruppen und ca. 2100 Teilnehmern. Über 20.000 Besucher zählte das historische Spektakel! PolitikGemeinderatWahl des Gemeinderats (Stand: 03. März 2002):
BürgermeisterSeit 1990 ist Peter Buberger (UW) Bürgermeister. Er übernahm das Amt von Johann Schlachtmeier (FW) , der von 1966 bis 1990 das Amt inne hatte. Von 1945 bis 1966 führte Joseph Hacker (SPD) als Gemeindeoberhaupt die Gemeinde an.[1] WappenDas Wappen von Saal ist blau. Von links oben nach rechts unten verlaufen drei silberne Balken. Rechts oben findet sich ein goldenes Posthorn. Das Posthorn weist auf die in Saal damals ansässige Poststation des Hauses Thurn und Taxis hin. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
SportDer Sportverein Saal a.d.Donau hat viele aktive Abteilungen. International erfolgreich ist beispielsweise die Budo-Abteilung. Aber auch Schwimmen und Fußball sind äußerst beliebt. Wirtschaft und InfrastrukturMit seinen Handwerks- und Industriebetrieben weist Saal a.d.Donau eine stabile wirtschaftliche Grundlage auf. Der Hafen Kelheim-Saal, der an das Industriegebiet angrenzt, bildet die ideale Basis für wirtschaftliches Wachstum. VerkehrDer Bahnhof Saal liegt an der Donautalbahn Ingolstadt-Regensburg. Die Bundesstraße 16 und der nahe Autobahnanschluss zur Bundesautobahn 93 bilden eine ideale Verkehrsanbindung. Der Industriehafen Kelheim-Saal und ein Jachthafen schließen Saal an das Wassernetz der Donau an. Langjährig ansässige UnternehmenDas Kalkwerk prägt seit Jahrzehnten große Teile von Saal. Mittlerweile gehört es zur Firma Fels. Die Cetto Group ist seit 1960 in der Kunststoffverarbeitung tätig. Der Hafen Kelheim-Saal entwickelte sich zum Güterverkehrszentrum. Viele Firmen haben sich hier angesiedelt. Öffentliche EinrichtungenSaal besitzt zwei Kindergärten. Freibad Hallenbad BildungDie Volksschule Saal vereint Grund- und Hauptschule. Den Schülern, aber auch den Bürgern steht eine gemeindeeigenes Schwimmbad an der Schule zur Verfügung. Eine Musikschule ergänzt die schulischen Möglichkeiten. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
