Sachsenkam in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Reichersbeuern
Koordinaten: 47° 48′ N, 11° 39′ O
Höhe: 713 m ü. NN
Fläche: 15,93 km²
Einwohner: 1228
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83679
Vorwahl: 08021
Kfz-Kennzeichen: TÖL
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 141
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 7
83679 Sachsenkam
Webpräsenz: www.sachsenkam.de
Bürgermeister: Max Gast (CSU)

Sachsenkam ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern. Die Gemeinde ist ein beliebtes Ausflugsziel: In 1,5 km Entfernung liegt inmitten des Naturschutzgebietes Ellbach-Kirchseemoor mit dem Kirchsee; ebenfalls auf Gemeindegebiet weithin sichtbar auf einer Hügelkuppe liegt das Kloster Reutberg mit Kirche, Brauerei und dem dazugehörenden Bräustüberl mit Biergarten.

Geschichte

Gegründet wurde Sachsenkam vermutlich im Rahmen von Ansiedlungsmaßnahmen Karls des Großen im 8. oder 9. Jahrhundert. Der Name lässt auf Ansiedler aus Sachsen oder einen Ortsgründer namens Sahso o.ä. schließen. Eine Urkunde von 1035 belegt eine frühe Zugehörigkeit zum Kloster Tegernsee, später gehört der Ort zum Besitz des Grafen Adalbero von Ebersberg. Das Wappen derer von Ingram, denen das Dorf darauf zufiel, ist seit 1959 Gemeindewappen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwirbt der Tölzer Pfleger Kaspar Winzerer die Hofmark Sachsenkam; danach wechselt der Ort mehrmals den Besitzer. Bei Aufhebung der Hofmark 1848 ist das Dorf Eigentum derer von Sigritz. Anna von Pinzenau erhält den Ort 1589 zur Mitgift und legt 1606 den Grundstein zu einer Loretokapelle, die erweitert wird, als sie den wachsenden Strom der Wallfahrer nicht mehr aufnehmen kann. 1735 werden die Arbeiten an Kirche und Kloster in jetziger Form abgeschlossen. Das Kloster, seit 1651 an die bayerische Franziskanerprovinz angegliedert, führt seit 1668 eine berühmte Apotheke. Aus derselben Zeit stammt die Brauerei, die heute als Brauereigenossenschaft weitergeführt wird. Von 1837-1958 unterhält das Kloster eine Mädchenschule, bis heute führt es eine Fremdenpension. Die Nonnen selbst verrichten auch einen großen Teil der Arbeiten, die in der zum Kloster gehörigen Landwirtschaft anfallen.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot eine silberne Hirschstange.

Statistik

  • Gemeindefläche: 1592,06 ha
    • davon Gebäude und Freiflächen: 23,26 ha
    • davon im Grundbesitz der Gemeinde Sachsenkam: 63,40 ha
  • Betriebsfläche: 0,65 ha
  • Erholungsfläche: 2,95 ha
  • Verkehrsfläche: 43,29 ha
  • Landwirtschaftsfläche (mit Moor): 954,75 ha
  • Wald: 506,64 ha
  • Wasser: 59,91 ha
  • Sonstige Flächen 0,61 ha



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Informationsportal über Sachsenkam in Bayern - 25.5.2012