Sassen-Trantow in Mecklenburg-Vorpommern


Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Demmin
Amt: Peenetal/Loitz
Koordinaten: 54° 0′ N, 13° 11′ O
Höhe: 15 m ü. NN
Fläche: 45,22 km²
Einwohner: 1008
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17121
Vorwahl: 039998
Kfz-Kennzeichen: DM
Gemeindeschlüssel: 13 0 52 098
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Amtsverwaltung:
Lange Straße 83
17121 Loitz
Webpräsenz: www.loitz.de
Bürgermeisterin: Katrin Eggert
Lage der Gemeinde Sassen-Trantow im Landkreis Demmin

Sassen-Trantow ist eine vorpommersche Gemeinde im Norden des Landkreises Demmin in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie gehört dem Amt Peenetal/Loitz an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Loitz hat.

Die Gemeinde Sassen-Trantow wurde am 31. Dezember 2004 aus den aufgelösten, vormals selbständigen Gemeinden Sassen und Trantow gebildet.

Geografie

Das Gemeindegebiet Sassen-Trantows erstreckt sich vom mittleren Peenetal im Süden über eine zur Peene parallel verlaufende, niedrige Endmoräne bis über das Tal der Schwinge hinaus. Im Norden grenzt die Gemarkung Sassen an die Landkreise Nord- und Ostvorpommern. Die Täler der Peene und der Schwinge sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, in denen unter anderem auch Biber anzutreffen sind. Das breite Tal der nur minimales Gefälle aufweisenden Peene wird von vielen kleinen Seen gesäumt, die aus Torfstichen entstanden sind. Die Städte Demmin und Greifswald sind jeweils ca. 15 km von Sassen-Trantow entfernt.

Ortsteile

  • Damerow
  • Groß Zetelvitz
  • Klein Zetelvitz
  • Pustow
  • Sassen
  • Trantow
  • Treuen
  • Vierow
  • Zarrentin (Dorf)
  • Zarrentin Siedlung

Geschichte

Von der frühen Besiedlung der Gegend zwischen Peene und Greifswald zeugen Großsteingräber und Hünengräber zwischen der Schwinge und dem heutigen Ortsteil Sassen. Das Dorf Sassen ist eine Gründung aus dem 14. Jahrhundert, aus dieser Zeit stammt auch die Feldsteinkirche des Ortes. Das Dorf Trantow taucht 1267 als Trintowe erstmals in einer Urkunde auf. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde das ganze Gebiet durch Plünderungen, Pest und Hungersnöte entvölkert. Die wüsten Dorfstellen wurden erst allmählich wieder neu besiedelt. Die von der pommerschen Herzoginwitwe Sophia Hedwig zwischen 1616 und 1618 eingerichtete Domäne wurde 1804 von Ludwig Arndt, dem Vater von Ernst Moritz Arndt gepachtet. An den Aufenthalt des Dichters erinnert ein Gedenkstein in Trantow. Zwei Neuansiedlungswellen erfolgten in der Mitte des 19. Jahrhunderts und in den 1930er Jahren im Gebiet um Sassen und Trantow. Trantow gehört zu den ersten Güteraufsiedlungen in Vorpommern überhaupt. Viele Strukturen aus diesen Aufsiedlungen sind noch heute zu erkennen; so ist beispielsweise das gesamte Guts-Ensemble im Ortsteil Vierow vollständig erhalten.

Die Peenewiesen von Trantow wurden bis 1961 zur Torfgewinnung genutzt. Torf wurde bis dahin besonders von den Anwohnern zum Heizen verwendet. Heute befinden sich die Wiesen überwiegend im Naturschutzbereich.

Sehenswert ist eine achteckige Kapelle im Ortsteil Pustow aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Verkehrsanbindung

Von der Bundesstraße 194 bei Loitz führen zwei voneinander getrennte Landstraßen durch Sassen bzw. Trantow über Dersekow zur Bundesstraße 96 und in die Hansestadt Greifswald. Die neue Bundesautobahn 20 (Ostseeautobahn Stralsund - Neubrandenburg) verläuft nördlich und nordöstlich der Gemeinde. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Greifswald, Demmin und Grimmen.




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Informationsportal über Sassen-Trantow in Mecklenburg-Vorpommern - 26.5.2012