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Sayda ist eine Kleinstadt in Sachsen. GeografieSayda liegt im Osterzgebirge zwischen den Tälern der Freiberger Mulde und der Flöha. Entwicklung des StadtgebietsEingemeindungen
StadtgliederungZu Sayda gehören die Ortsteile
WappenIn Gold ein rot-grün geteilter Löwe. Die Stadt führt das Wappen der Herren von Schönberg, die seit 1336 auf Schloß Purschenstein (Neuhausen) ansässig waren. Das älteste bekannte Siegel datiert von 1454. Der Sage nach soll ein Schönberger auf einem Kreuzzug in Palästina mit einem Löwen gekämpft haben und das todwunde Tier sei im Unterschilf eines Flusses verendet. Als man es hervorzog, war sein Hinterleib von Algen und Wasserpflanzen grün gefärbt. GeschichteSayda = Zavidove, Saidove, Seydove, Saydow - ist wahrscheinlich die älteste Ansiedlung im oberen Erzgebirge. Einer der ältesten Pfade durch Erzgebirge, ein sogenannter böhmischer Steig führte vor über 1000 Jahren hier durch das Erzgebirge. Dieser Pfad entwickelte sich zu einem wichtigen Fernhandelsweg an dem sich die Stadt Sayda entwickelte. Später wurde er auch "Alte Salzstraße" genannt. Sie führte von Halle, Leipzig über Oederan nach Sayda und weiter über Brüx (Most) nach Prag. Diese Strasse war im Mittelalter besonders wichtig für den Salztransport, denn in Böhmen war zu allen Zeiten das Salz knapp. Der arabische Forschungsreisende Ibrahim Ibn Jacub hat diesen Fernhandelsweg folgendermaßen beschrieben: "Von der Burg Nerchau, die am Muldenflusse liegt, bis zum Anfang des Waldes (etwa bei Waldheim) sind es 25 arabische Meilen (40 km), von da ab bis zum Ende des Waldes (bei Oberleutensdorf etwa) sind es 40 Meilen (64 km). Der Weg geht über Berge und Wildnis und endlich bis zu einer hölzernen Brücke (daher der Name Brüx). Von da an geht's weiter nach der Stadt Prag". Bei dem angeführten Wald handelt es sich um den "Miriquidi", was soviel bedeutet wie Dunkelwald. Bis in den Raum nördlich von Sayda verlief die böhmische Grenze. Es ist also mit Sicherheit davon auszugehen, dass Seydowe im 11. oder 12. Jahrhundert als alte Grenzfestung und Grenzstation entstanden ist. Vielleicht gab es aber schon 500 Jahre früher hier eine Ansiedlung. Die älteste belegte Erwähnung von Seydowe ist eine Stiftungsurkunde des Cisterzienserkloster von Ossegg. In dieser Stiftungsurkunde ist erwähnt, dass das Kloster einen Zehnt der Zoll- und Gerichtseinnahme von Seydowe jährlich erhalten soll. Die Stiftung ist 1191 vom damaligen Besitzer, dem Grafen von Bilin, gemacht worden. Die erste urkundliche Erwähnung ist in der noch vorhandenen Urkunde von 1207 erfolgt. Nach der urkundlichen Erwähnung von Zavidove erfolgte die eigentliche Besiedlung des Raumes um Sayda vom Süden her. Sayda bot mit der landesherrlichen Schutzburg Schutz für die böhmische Strasse und die entstandenen Siedlungen. Urkundlich wird 1253 und 1289 Sayda als "Castrum et civitas Seydowe" erwähnt. Markgraf Heinrich der Erlauchte erwarb Sayda Mitte des 13. Jahrhunderts, indem er seine Ansprüche auf österreichische Güter aufgab. Das Gebiet Sayda wurde aber nochmals an Böhmen verkauft, ehe es Anfang des 14. Jahrhunderts endgültig zur Markgrafschaft Meißen kam. Am 18. Oktober 1300 wurde im Vertrag zu Mügeln bestätigt, dass der Bischoff von Meißen vom Abt und Konvent des Klosters des Cisterzienserordens in Ossegg des Bistums Prag den Vikar der Gemeinde Sayda zusammen mit den umliegenden Kirchen und Kapellen, die zum Ort Sayda selbst gehören, sowie den Pfarrern und den Leitern derselben mit allen geistlichen Rechten übernehmen. Eine Ablichtung dieser Urkunde befindet sich im Heimatmuseum in Sayda. 1324 wird die Familie von Bergowe von dem Landgraf Friedrich in Thüringen mit Sayda und Purschenstein belehnt. 1352 erscheint dann Burggraf Meinherr IV. von Meißen, der Schwager Borsos IV. von Riesenburg als Lehnsherr, der das Lehen aber sofort an die Familie von Schönberg weitergab. Die Familie von Schönberg hat dann fortan das Lehen besessen. Der erste Lehnsherr war Heinrich von Schönberg. 1451 wurde Bernhard von Schönberg mit Sayda beliehen. 1476 ging er mit dem deutschen Herzog Albrecht nach Jerusalem. Auf dem Rückweg erkrankte er und verfügte in einem Testament, dass in Sayda ein Hospital für kranke und hilfsbedürftige Menschen zu errichten ist. Es wurde 1508 das "Hospital zu St. Johannis" errichtet. Das Gebäude sollte nach 1990 abgerissen werden. Am 17. Februar 1990 belebte sich in Sayda der Erzgebirgsverein wieder und er schaffte es, das "Hospital zu St. Johannis" - das älteste Haus im Ort - zu erhalten. Der Verein sanierte das Gebäude und eröffnete am 22. Mai 1993 das Erzgebirgische Heimatmuseum Hospital zu St. Johannis. Kriege, Katastrophen und UnglückeStadtbrändeSayda wurde im Laufe seiner Geschichte überdurchschnittlich oft von teils verheerenden Stadtbränden heimgesucht.
Katastrophen
Einwohnerentwicklung
WirtschaftVerkehrVon 1897 bis 1966 war Sayda über die 750-mm-Schmalspurbahn nach Mulda direkt über die Eisenbahn aus Freiberg und die Wirtschaftszentren erreichbar, umgekehrt gingen Produkte aus dem Erzgebirge mit der Eisenbahn ihren Weg in die Welt. Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Sayda ist bis heute erhalten geblieben. Öffentliche EinrichtungenBildungseinrichtungen
Freizeit- und Sportanlagen
Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Literatur
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