Schenklengsfeld in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Koordinaten: 50° 49′ N, 9° 51′ O
Höhe: 317 m ü. NN
Fläche: 63,78 km²
Einwohner: 4714
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36277
Vorwahl: 06629
Kfz-Kennzeichen: HEF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 019
Gemeindegliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 2
36277 Schenklengsfeld
Webpräsenz: www.schenklengsfeld.de
Bürgermeister: Stefan Gensler (CDU)

Schenklengsfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen, Deutschland. Etwa 12 km westlich liegt Bad Hersfeld und etwa 17 km südlich Hünfeld.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt auf einer fruchtbaren Hochebene in den Ausläufern der Kuppenrhön zwischen dem Seulingswald im Norden und dem "hessischen Kegelspiel" im Süden. Im Westen fällt das Gelände zur Fulda hin ab und im Osten zum Werratal. Hier verläuft die Wasserscheide zwischen diesen beiden Flüssen. Im Gemeindegebiet entspringt der kleine Fluss Solz, der in Bad Hersfeld in die Fulda mündet. Weiterhin liegt die Quelle des Ransbaches hier, der bei Philippsthal in die Werra fließt.

Der tiefste Punkt liegt mit 225 m ü. NN in der Solzaue. Der höchste Punkt in der Gemeindegemarkung ist der 505 m ü. NN hohe Landecker Berg.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Schenklengsfeld, Dinkelrode, Erdmannrode, Hilmes, Konrode, Lampertsfeld, Landershausen, Malkomes, Oberlengsfeld, Schenksolz, Unterweisenborn, Wehrshausen, Wippershain und Wüstfeld.

Geschichte

Der Ort wurde um das Jahr 800 als „Lengesfeld in Thuringia” das erste Mal erwähnt.

Im Jahre 1455 wurde bei Lengsfeld im Landecker Amt ein Gesundbrunnen erwähnt. Neben dieser Quelle entsprangen im Jahre 1688 zwei weitere Quellen. Ab dem 23. April 1688, gab es daraufhin führ mehrere Jahre einen Badebetrieb mit Brunnenhaus. Der Badearzt war Dr. Bachoff aus Gotha.

Eingemeindungen

Die Großgemeinde entstand in den Jahren 1971 und 1972 anlässlich der Gemeindegebietsreform. Alle oben genannten Gemeinden schlossen sich zur neuen Großgemeinde Schenklengsfeld zusammen.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1972 1975 1978 1981 1986 1989 1991 1993 1995 1997 2000 2001
Einwohner 4.742 4.717 4.643 4.577 4.592 4.671 4.850 4.936 4.944 4.915 4.921 4.889

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab folgende Sitzverteilung:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,2 9 27,1 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 50,5 12 62,7 14
FDP Freie Demokratische Partei 5,0 1 3,5 1
FWG Freie Wählergemeinschaft Schenklengsfeld 6,4 1
FWG-Wipp. Freie Wählergemeinschaft Wippershain 6,6 2
gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 64,9 65,7

Der Gemeindevorstand besteht aus 6 Mitgliedern. Davon entfallen 4 Sitze auf die SPD und 2 Sitze auf die CDU.

Bürgermeister

Der Bürgermeister Horst Hannich (SPD) wurde am 31. Oktober 1999 mit einem Stimmenanteil von 86,0 % gewählt. Nach 30 Amtsjahren trat Hannich nicht mehr zur Wahl am 27. November 2005 an. In der Stichwahl setzte sich Stefan Gensler (CDU) 51,1 %, gegen seinen Kontrahenten Werner Kümmel (SPD) 48,9 %, durch. Stefan Gensler trat sein Amt am 2. Mai 2006 an.

Wappen

In Silber ein gespaltener grüner Lindenzweig, links oben begleitet von einem roten Tatzenkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Judaica-Museum

Bauwerke

  • Burgruine auf dem Landecker Berg (Anfang des 13. Jahrhunderts durch die Äbte von Hersfeld errichtet und im 30 Jahrigen Krieg zerstört)
  • Schenklengsfelder Kirche (der älteste Teil ist der Turm, der in das späte 12. Jahrhundert datiert wird)
  • historischer Schenklengsfelder Friedhof und jüdischer Friedhof (Schenklengsfeld hatte bis 1933 eine größere selbständige jüdische Gemeinde)

Naturdenkmäler

Eine über 1000-jährige Linde auf dem ehemaligen Marktplatz (lt. Gemeindeangaben die älteste Dorflinde in Deutschland)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Kuppenrhöner Landmarkt an der Linde (jedes Jahr ein Mal an einem Sonntag im September)
  • Lindenblütenfest an der Linde (jedes zweite Jahr an einem Wochenende im Juni)

Weitere Bilder

Literatur

  • Lenzing, Anette, Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland, ISBN 3-7845-4520-3



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Informationsportal über Schenklengsfeld in Hessen - 26.5.2012