Schierling in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 8′ O
Höhe: 381 m ü. NN
Fläche: 77,62 km²
Einwohner: 7260
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84069
Vorwahl: 09451
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 196
Gemeindegliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 4
84069 Schierling
Webpräsenz: www.schierling.de
Erster Bürgermeister: Otto Gascher (CSU)

Schierling ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg.

Geographie

Schierling liegt im niederbayerischen Hügelland zwischen Regensburg und Landshut am Rande der Holledau und am südlichen Ende der Oberpfalz. Außerdem liegt Schierling im Tal der Großen Laber und an der alten Römer-Straße Via Augusta.

Geschichte

Schierling wurde im Jahre 953 erstmals unter Kaiser Otto I. urkundlich erwähnt. Obwohl Schierling im Mittelalter als „Markht Schirling” erwähnt wurde, wurde Schierling erst zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 1953 offiziell zum Markt ernannt. Bis zur bayerischen Landkreisreform im Jahr 1972 gehörte Schierling zu Niederbayern, wurde dann aber, nach Auflösung des alten Landkreises Mallersdorf, zum Landkreis Regensburg geschlagen. Seit der Gemeindegebietsreform im Jahr 1978 besteht der Markt aus 11 ehemals selbstständigen Gemeindeteilen.

Seit dem Jahr 1997 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Ort Penmarc'h an der bretonische Atlantikküste. Grund dieser Gemeindepartnerschaft ist die „Schlacht von Eggmühl” im Jahr 1809, als Napoleon zusammen mit den bayerischen Truppen einen Sieg gegen Österreich errang. Eggmühl war bis 1978 eine selbstständige Gemeinde und wurde dann in den Markt Schierling eingemeindet. Im französischen Penmarc'h steht seit 1897 ein Leuchtturm mit dem Namen „Phare d'Eckmühl”, der mit einer großzügigen Erbschaft der Tochter von General Davout erbaut wurde, der von Napoleon wegen seiner Erfolge zum „Fürst von Eggmühl” ernannt wurde.

Seit 1990 findet am ersten Augustwochende, ein Open-Air, das „Labertalfestival” statt.

Die „Schierlinger Gennßhenkher”-Sage

Schwer hatte die Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges unter den Plünderungen der Schweden zu leiden. Auf diese Ereignisse geht die Sage um den „Schierlinger Gennßshenkher” (Gänshänger)zurück.

Der damalige Schlossherr wollte seine letzten Gänse vor dem hungrigen Feind dadurch retten, dass er sie schlachtete und an der Hinterseite des Schlosses aufhängte. Die gewitzten Schweden stöberten allerdings das Versteck auf und verspeisten das köstliche Federvieh. Und nachdem auf den Schaden der Spott sofort folgt, hatten die Schierlinger ihren Spitznamen fortan gesichert, der im Laufe der Jahrzehnte auch zu einem Schimpfnamen wurde. Messerstechereien zwischen Burschen der benachbarten Dörfer und Schierlings waren keine Seltenheit und auch „g'richtsmaßig” wurde es schon einmal, wenn ein Auswärtiger das Wort „Gänshänger” in den Mund nahm.

1980 wurde mit dem Brunnen von Klaus Vrieslander diese Vergangenheit auf humorvolle Weise aufgearbeitet und mittlerweile ist aus dem Spottnamen ein Markenzeichen geworden.

Es ist ein schwedischer Musketier, der eine Gans am Hals hält, eine über den Rücken trägt und eine verloren hat, die zwischen seinen Füßen liegt. Der Brunnentrog ist aus einheimischen Kalkgestein gehauen, die Figur in Bronze gegossen.

Seit 1995 wird das „Schierlinger Gennßhenkherfest” gefeiert. Dabei lässt der Verein für Heimatpflege das Treiben im Feldlager der „Schierlinger Schützen vom Kelheimer Landfändl” im Jahr 1633 wieder aufleben. Auf der Viehmarktwiese, zwischen Rathaus und Schloss, treffen sich Musketiere, Pikeniere, Händler, Gaukler, Marketenderinnen und das einfache Volk, um ein Übungsschießen abzuhalten. Dazu gibt es Essen und Trinken wie vor 370 Jahren.

Ortsteile

  • Allersdorf
  • Birnbach
  • Buchhausen
  • Deutenhof
  • Eggmühl
  • Inkofen
  • Kolbing
  • Kraxenhöfen
  • Lindach
  • Mannsdorf
  • Mauernhof
  • Oberdeggenbach
  • Oberbirnbach
  • Oberlaichling
  • Pinkofen
  • Roflach
  • Schierling
  • Schönhöfen
  • Stanglmühle
  • Unterdeggenbach
  • Unterlaichling
  • Wahlsdorf
  • Walkenstetten
  • Winkl
  • Zaitzkofen
  • Zeissethof

Politik

Wappen

In Blau zwei schräg gekreuzte silberne Reuthaken.

Bürgermeister

  • 1945-1964: Josef Wallner, (WAV, später parteilos)
  • 1964-1984: Ludwig Kattenbeck, CSU
  • seit 1984: Otto Gascher, CSU



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Informationsportal über Schierling in Bayern - 26.5.2012