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Die Stadt Schirgiswalde ist staatlich anerkannter Erholungsort und bildet mit den Gemeinden Kirschau und Crostau die Verwaltungsgemeinschaft Schirgiswalde, deren Sitz Schirgiswalde ist. Geschichte
Als 1635 die Oberlausitz sächsisch wurde, war Schirgiswalde als Exklave bei Böhmen geblieben. Schirgiswalde wurde deshalb auch wie das übrige Böhmen nach dem Dreißigjährigen Krieg rekatholisiert. Die Insellage der böhmischen Stadt inmitten sächsischen Gebietes blieb bis 1809 bestehen. In den folgenden 36 Jahren war die staatliche Zugehörigkeit der Stadt ungeklärt, weil langwierige diplomatische Verhandlungen zwischen Österreich und Sachsen über einen Gebietsaustausch nicht gleich zum Ziel führten. Schon Ende des 18. Jahrhunderts wurden von Österreich wie auch von Sachsen Grenzbereinigungen angestrebt. Im Gefolge des für Österreich unglücklichen Krieges gegen Napoleon im Jahre 1809 hatte das mit Frankreich verbündete Sachsen Ende des Jahres 1810 Schirgiswalde militärisch besetzt. Seit dieser Zeit übte Österreich praktisch keine Hoheitsrechte im Städtchen mehr aus, betrachtete es aber nach wie vor zur böhmischen Krone gehörig, da die Einwohner noch an ihren Untertaneneid gebunden waren. Eine formelle Übergabe an Sachsen wurde aber durch den erneuten Kriegsausbruch 1813 (Sachsen an der Seite Frankreichs gegen Österreich und dessen Verbündete) verhindert. Erst 1845 wurde die Übergabe Schirgiswaldes abschließend vertraglich geregelt und vollzogen. In der Zwischenzeit gab es in der Stadt keine wirkliche Staatsgewalt, was sich Räuber, Schmuggler und politische Flüchtlinge zu nutze machten. Städtepartnerschaften
StadtgliederungDas Stadtgebiet gliedert sich neben dem Hauptort Schirgiswalde in die Ortsteile Neuschirgiswalde und Petersbach. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenDas Stadtmuseum an der Hauptstraße vor dem Stadtpark gelegen, beherbergt Schauwerkstätten alter ortsansässiger Handwerke wie Weberei und Schmiede sowie archäologische Fundstücke und Dokumente zur Stadtgeschichte. Mit Anmeldung beim Pfarrer kann man auch die "Tapetenzimmer" im zum Domstift Bautzen gehörenden ehemaligen Rittergut besichtigen. BauwerkeIn der Barockkirche "Mariä Himmelfahrt" sind besonders die alten Heiligenfiguren und die Eule-Orgel sehenswert. Ortstypisch sind die Laubengänge am Markt und zahlreiche liebevoll erhaltene Umgebindehäuser.
Regelmäßige Veranstaltungen
Literatur
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