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Schmalkalden ist eine Stadt im Südwesten von Thüringen. GeographieGeographische LageDie Stadt liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes am Zusammenfluss der Schmalkalde und der Stille. Angrenzende Gemeinden sind Altersbach, Christes, Fambach, Floh-Seligenthal, Heßles, Metzels, Rotterode, Schwallungen, Springstille, Wasungen und Wernshausen. StadtgliederungDie Stadt hat folgende Ortsteile: Aue, Asbach, Breitenbach, Grumbach, Haindorf, Mittelschmalkalden, Mittelstille, Möckers, Näherstille, Reichenbach, Volkers, Weidebrunn. Grumbach wurde am 8. März 1994 und Asbach, Mittelschmalkalden, Mittelstille und Möckers am 1. Juni 1994 eingemeindet. GeschichteDer Ort wurde 874 erstmals urkundlich als "villa Smalcalta" erwähnt. Um 1180 verliehen die Thüringer Landgrafen dem Ort die Stadtrechte. Bekannt ist Schmalkalden insbesondere durch den 1531 unter der Mitführung des Landgrafen Philipp des Großmütigen von Hessen in seiner Stadt Schmalkalden geschlossenen Schmalkaldischen Bund, in dem sich die protestantischen Reichsstände zusammenschlossen, nachdem Kaiser Karl V. auf dem Augsburger Reichstag 1530 die Confessio Augustana, d.h. das protestantische Glaubensbekenntnis, ablehnte. 1546/47 gipfelten die Auseinandersetzungen zwischen dem Bund und dem Kaiser im Schmalkaldischen Krieg. Als Exklave gehörte Schmalkalden seit 1360, vollständig seit 1583, über etwa 600 Jahre zu Hessen. 1944 wurden Stadt und Umland von der nationalsozialistischen Regierung Thüringens zugeschlagen. Das Gebiet Schmalkaldens ist weiterhin Bestandteil der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen und Waldeck. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober PolitikDer Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen:
WappenBlasonierung Das Stadtwappen zeigt in Rot eine zweitürmige silberne Burg mit blauem Dach und vier goldenen Turmknäufen, im offenen Tor einen gespaltenen Schild, darin vorn in Gold eine schwarze Henne mit rotem Kamm und roten Lappen auf grünem Dreiberg, hinten in Blau einen neunmal von Silber und Rot geteilten, golden gekrönten Löwen. Bedeutung Der Inhalt des Schildes (Henne und Löwe) geht auf die geschichtliche Entwicklung der Stadt in der Zeit von 1360 bis 1583 zurück. Während dieser Zeit lebte die Stadt Schmalkalden in einem Kondominat (Doppelherrschaft) zwischen der Landgrafschaft Hessen-Kassel und der gefürsteten Grafschaft Henneberg. Als im Jahre 1583 Graf Georg Ernst von Henneberg kinderlos starb, fielen die Henneberger Besitzungen an Landgraf Wilhelm IV von Hessen-Kassel. StädtepartnerschaftenPartnerstädte:
Städtefreundschaft mit:
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDie Stadt hat keinen direkten Anschluss zu einer Bundesstraße oder einer Autobahn. Die nächste Bundesstraße ist die B 19 (Eisenach - Meiningen), etwa sechs Kilometer westlich der Stadt und die nächste Bundesautobahn die A 71 (Anschlussstelle Meiningen-Nord, etwa 24 Kilometer entfernt und Anschlussstelle Suhl/Zella-Mehlis, etwa 26 Kilometer entfernt). Um die Stadt für wirtschaftlich Investitionen attraktiver zu machen, hat man sich darauf geeinigt, die Bundesstraße B 62 (Bad Hersfeld - Barchfeld (Werra)) bis zur A 71 bei Zella-Mehlis zu verlängern. In diesem Zusammenhang soll die bereits bestehende Straße ausgebaut werden. Auch eine Ortsumgehung für Schmalkalden ist im Gespräch, da der Verkehr aus dem Südthüringer Wirtschaftszentrum Suhl/Zella-Mehlis in Richtung Osthessen (Bad Hersfeld, Kassel) zugenommen hat und die bisherigen Straßen ihn nicht mehr bewältigen können. Schmalkalden liegt an der Deutschen Fachwerkstraße. Schmalkalden liegt an der Bahnlinie Wernshausen - Zella-Mehlis. Diese Strecke wird von der Süd-Thüringen-Bahn befahren. Bildung1902 wurde die „Königliche Fachschule für Kleineisen- und Stahlwarenindustrie Schmalkalden” gegründet, die 1918 den Status einer Staatlichen Fachschule erhielt. Seit Herbst 1945 war sie eine bedeutende Ingenieurschule der DDR. Die Fachhochschule Schmalkalden schließt an diese Traditionen an, ist jedoch kein Rechtsnachfolger der früheren Schulen. Seit 2004 ist die Stadt berechtigt, die Bezeichnung „Hochschulstadt” zu führen. In Schmalkalden gibt es durch die Pädagogische Fachschule Schmalkalden und das Berufsbildungszentrum Schmalkalden weitere Berufsausbildungsmöglichkeiten. Schmalkalden verfügt über drei Grundschulen (in Asbach, Schmalkalden und Weidebrunn), zwei Regelschulen (Staatliche Regelschule Schmalkalden, Staatliche Regelschule Am Siechenrasen) und ein Gymnasium (Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden). Das Staatliche Regionale Förderzentrum „Ludwig Bechstein” Schmalkalden fördert und unterstützt die Persönlichkeit behinderter Kinder und Jugendlicher im schulischen Bereich. Die Musikschule Schmalkalden bietet musikalische Früherziehung und solide Breitenausbildung. Weitere Bildungseinrichtungen sind die Pestalozzi-Schule Schmalkalden, das Blindeninstitut Schmalkalden und die Volkshochschule Schmalkalden. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
weitere Persönlichkeiten
Literatur
Siehe auch
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