Schneeberg in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Aue-Schwarzenberg
Koordinaten: 50° 36′ N, 12° 38′ O
Höhe: 465 m ü. NN
Fläche: 23,35 km²
Einwohner: 16.647
Bevölkerungsdichte: 713 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08289
Vorwahl: 03772
Kfz-Kennzeichen: ASZ (alt: AU)
Gemeindeschlüssel: 14 1 91 280
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
08289 Schneeberg
Webpräsenz: www.schneeberg.de
Bürgermeister: Frieder Stimpel (CDU)
Lage der Stadt Schneeberg im Landkreis Aue-Schwarzenberg

Schneeberg ist eine Stadt im sächsischen Landkreis Aue-Schwarzenberg. Sie hat knapp 16.700 Einwohner und gehört zum Städtebund Silberberg.

Geografie

Schneeberg liegt an der Silberstraße im oberen Westerzgebirge. Weithin sichtbar ist die markante St. Wolfgangskirche. Der Stadtkern liegt auf dem 470 m ü. NN hohen Schneeberg, der der Stadt ihren Namen gab. Zu den umliegenden Erhebungen gehören im Osten der Gleesberg (593 m) und im Norden der Keilberg (557 m).

Geschichte

Die über 500-jährige Geschichte Schneebergs ist vor allem vom Bergbau geprägt, dem die Stadt ihre Gründung am 6. Februar 1471 verdankt. Der ursprüngliche Silberbergbau wich seit Mitte des 16. Jahrhunderts dem Abbau von Cobalt und Wismut. Mit dem Uranbergbau, der von 1946 bis 1958 andauerte, stieg die Einwohnerzahl der Stadt rasch an, sodass Schneeberg von 1952 bis 1958 den Status einer kreisfreien Stadt innehatte. Danach gehörte sie wieder zum Kreis Aue.

Eingemeindungen

  • 1939 Bergstadt Neustädtel, in deren Nähe sich die beliebten Ausflugsziele Gleesberg und Filzteich befinden
  • 1952 Gemeinde Griesbach (Erzgebirge), nordwestlich von Schneeberg gelegen
  • 1999 Gemeinde Lindenau

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1834 - 6.912
  • 1946 - 13.602
  • 1950 - 32.932
  • 1960 - 21.561
  • 1971 - 20.889
  • 1981 - 21.174
  • 1984 - 22.318
  • 2002 - 17.383
  • 2004 - 16.833

1 29. Oktober
2 31. August

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die St. Wolfgangskirche ist eine der größten und architektonisch ausgereiften Kirchen der Spätgotik und ein früher Typus des reformatorischen Kirchenbaus. Im Innern befinden sich Werke von Lucas Cranach d. Ä. und der Malerfamilie Krodel, an die der Ende 2005 abgerissene Krodel-Brunnen erinnerte.

Zu den weiteren baulichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Mitte des 19. Jahrhunderts neu errichtete, neogotische Rathaus, diverse Barockbauten und bergbauliche Denkmäler.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Schneeberg endet die von Leipzig kommende Bundesstraße 93, die einst über die Grenze weiter nach Karlsbad führte. Außerdem führt die Bundesstraße 169 von Plauen nach Chemnitz durch die Stadt.

Von 1859 bis 1952 hatte die Stadt mit einer 5 km langen Stichstrecke nach Niederschlema einen Eisenbahnanschluss an die Bahnlinie Zwickau - Schwarzenberg/Erzgeb. - Johanngeorgenstadt - Karlsbad.

Staatliche Einrichtungen

Schneeberg ist voraussichtlich bis 2008 Standort des Gebirgsjägerbataillons 571 der Bundeswehr.

Bildung

Schneeberg verfügte es über ein Lyzeum, aus dem 1888 ein Gymnasium hervorgegangen ist. Weiterhin befanden sich in der Stadt eine Spitzenklöppelschule, Kunstschule, berufliches Gymnasium oder Lehrerseminar. Das Schneeberger Johann-Gottfried Herder Gymnasium wurde 2004/2005 zum "besten Gymnasium Sachsens" im Rahmen einer "Capital"-Studie gekürt. Es genießt über Landesgrenzen hinweg einen hervorragenden Ruf.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 2002 - Werner Unger
  • 1991 - Gerhard Heilfurth
  • 1985 - Werner Kempf
  • 1981 - Karl Schreiter
  • 1965 - Artur Günther

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hans Schenck (* um 1500-ca. 1566), Bildhauer in Berlin
  • Andreas Musculus (1514-1581), Professor an der Universität Frankfurt (Oder) und Generalsuperintendent der Mark Brandenburg,
  • Ambrosius Lobwasser (1515-1585), humanistischer Schriftsteller und Übersetzer
  • Kaspar Eberhard, lutherischer Theologe und Pädagoge (1523-1575)
  • Petrus Albinus (1543-1598), Rektor der Universität Wittenberg und kursächsischer Geschichtsschreiber
  • Veit Hans Schnorr von Carolsfeld (1644-1715), Hammerherr und Gründer von Carlsfeld
  • Karl Gottlob Hofmann (1703-1774), lutherischer Theologe und Historiker
  • Christian Friedrich Brendel (1776-1861), Bergingenieur
  • Heinrich Stölzel (1777-1844), Musiker
  • Christian Friedrich Röder (1827-1900), Schuldirektor, Dichter und Sänger des Erzgebirges
  • Edwin Bauersachs (1893-1948), erzgebirgischer Mundartdicher
  • Armin Günther (1924-2003), Fußballspieler SC Wismut Karl-Marx-Stadt
  • Egon Günther (30. März 1927), deutscher Regisseur
  • Enrico Kern (12. März 1979), deutscher Fußballspieler beim FC Hansa Rostock

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Peter Weidenhammer (um 1480–um 1540), Alchimist, führte die Blaufarbenherstellung im Erzgebirge ein
  • Andreas Reinhard (1571–1613), Rechenmeister und Verfasser eines Lehrbuchs für den Mathematikunterricht
  • Johann Böhme (1623-1663), Bildhauer
  • Christoph Gottlieb Grundig (1707–1780), Pfarrer, Naturforscher, Schriftsteller
  • Ernst August Geitner (1783–1852), Chemiker, Arzt und Erfinder des Argentan
  • Carl Schumann (1801-1849), Buchdrucker und Verleger, Bruder des Komponisten Robert Schumann
  • Adam Siber (1516-1584), deutscher Humanist und Pädagoge

Partnerstädte

Schneebergs Partnerstädte sind:

  • Herten in Nordrhein-Westfalen
  • Veresegyház in Ungarn



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Informationsportal über Schneeberg in Sachsen - 26.5.2012