Schneppenbach in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Kirn-Land
Koordinaten: 49° 51′ N, 7° 24′ O
Höhe: 424 m ü. NN
Fläche: 3,30 km²
Einwohner: 287
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55608
Vorwahl: 06544
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 204
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Bahnhofstraße 31
55606 Kirn
Webpräsenz: www.schneppenbach.de
Ortsbürgermeister: Erhard Götz

Schneppenbach im Lützelsoon ist eine zur Verbandsgemeinde Kirn-Land gehörende Hunsrück-Gemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Die nächsten größeren Städte sind Idar-Oberstein und Simmern.

Ebenfalls Schneppenbach heißt ein Ortsteil von Schöllkrippen in Bayern.

Geographie

Schneppenbach liegt im südlichen Hunsrück, westlich des Lützelsoons und östlich des Hahnenbachtals.

Geschichte

Am 25. Februar 1799 um fünf Uhr morgens stürmte die Gendarmerie das Haus der rustikalen Schönheit Budzliese-Ami in Schneppenbach und konnte dort den Räuberhauptmann Schinderhannes verhaften. Der Müller von der Römermühle hatte den heißen Tipp gegeben. „Im Schneppenbacher Forste, da geht der Teufel rumdibum...”, so heißt es in Carl Zuckmayers Schinderhanneslied.

Sehenswürdigkeiten

  • die mittelalterliche Burgruine Schmidtburg (Wahrzeichen des Ortes und größte rheinische Burganlage)
  • die Schiefergrube Herrenberg (seit 1976 Besucherbergwerk) und das Fossilienmuseum
  • die La-Tène-zeitliche keltische Höhensiedlung Altburg
  • der Aussichtsturm "Teufelsfels" [568 m], direkt neben dem gleichnamigen sagenhaften Quarzithärtling auf dem Lützelsoon über dem Dorf
  • die denkmalgeschützte katholische Kapelle von 1768, zu Ehren St. Johannes des Täufers
  • das wildromantische unberührte Hahnenbachtal (mit Wassererlebnispfad)

Wappen

  • Beschreibung: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein rotes Balkenkreuz, in Grün eine goldene Gewandschließe belegt mit 4 roten und 4 blauen Punkten im Wechsel, begleitet von 2 silbernen Rauten.
  • Begründung: Schildhaupt verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurtrier (Literatur: Landkreis Simmern, Seite 50 und 229). Die Gewandschließe nimmt Bezug auf die Familie Schenk von Schmidtburg (gemaltes Wappen: Staatsarchiv Koblenz Abt. 54 S Nr. 226). Die Rauten deuten auf die ehemalige Schieferindustrie in der Gemeinde. Die grüne Farbe symbolisiert den Waldreichtum.

Sprache

Die Bevölkerung spricht die Hunsrücker Mundart, das ist ein rheinfränkischer Dialekt. Südlich am Ort vorbei verläuft eine berühmte europäische Sprachgrenze, die sogenannte das-dat-Linie.

Eine besondere hochmittelalterliche Hinterlassenschaft stellen sprachliche Eigentümlichkeiten dar, die etwa im Falle von "die Bach" oder "der Butter" den mittelhochdeutschen Sprachstand der Zeit Walthers von der Vogelweide bewahrt haben. Aus der Zeit der französischen Herrschaft stammen außerdem die Worte "Scheeslong" (Sofa), "Canape", "Trottwa" (Bürgersteig) und "Portmonnee", außerdem "Bobbeschees" (Puppenwagen) und "Kinnerschees" (Kinderwagen).

Bildergalerie des Ortes

Nachbarorte

Hausen Woppenroth, Rohrbach, Dickenschied und Kirchberg Schlierschied , Gehlweiler und Gemünden
Schmidtburg und Altburg Kellenbach
Bundenbach Bruschied Hennweiler





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Informationsportal über Schneppenbach in Rheinland-Pfalz - 26.5.2012