Schweinfurt in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 14′ O
Höhe: 202–343 m ü. NN
Fläche: 35,71 km²
Einwohner: 53.646
Bevölkerungsdichte: 1502 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97401–97424
Vorwahl: 09721
Kfz-Kennzeichen: SW
Gemeindeschlüssel: 09 6 62 000
Stadtgliederung: 15 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
97421 Schweinfurt
Webpräsenz: www.schweinfurt.de
Oberbürgermeisterin: Gudrun Grieser (CSU)

Schweinfurt ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und Sitz des Landratsamtes Schweinfurt. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik Deutschland. Im alten deutschen Reich (HRR) war die Stadt freie Reichsstadt. Sie ist nach Würzburg und Aschaffenburg die drittgrößte Stadt Unterfrankens.

Der Name änderte sich von Suinuurde über Suinfurte, Swinvordi, Sweinvort und Sweinfurt schließlich zu Schweinfurt. Auch der lateinische Name Porcivadum entspricht dem Sinn einer "für Schweine gangbare Furt", eine "Furt, an der sich (Wild-)schweine aufhalten".

Ein berühmter Sohn Schweinfurts ist Friedrich Rückert, der sprachenbegabte Dichter und Übersetzer.

Schweinfurts Kugellager-Industrie (Kugelfischer-Georg-Schäfer, Fichtel & Sachs, Vereinigte Kugellagerfabriken (VKF)) war Ziel heftiger Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg.

Das Museum Georg Schäfer (Eröffnung 23. September 2000), gestiftet von Georg Schäfer, zeigt unter anderem bedeutende Werke der Altdeutschen Malerei.

Geografie

Schweinfurt liegt in Unterfranken, an der Nordseite des Mains in etwa 225 Metern Höhe.

Stadtgliederung

  • Altstadt
  • Bergl (seit 1951)
  • Deutschhof (seit 1970)
  • Eselshöhe (seit 1984)
  • Gartenstadt
  • Haardt (seit 1967)
  • Hafen (seit 1963)
  • Hainig
  • Hochfeld (seit 1952)
  • Höllental
  • Innenstadt
  • Maintal (seit 1995)
  • Musikerviertel
  • Oberndorf (1919 eingemeindet)
  • Steinberg (seit 1952)
  • Siedlungen der US-Amerikaner: Askren Manor, Yorktown Village

Geschichte

Urkunden von den Klöstern in Weißenburg im Elsaß und Fulda, die in der Schweinfurter Gegend Land besaßen, beweisen die Begründung der Geschichte von Schweinfurt um das Jahr 790. Nach der Herrschaft der Babenberger, die auf der Peterstirn eine später als Nonnenkloster verwandte Burg erbauten, konnte sich 1002 Kaiser Heinrich II. gegen rivalisierende Grafen durchsetzen. Daraus zogen die Hochstifte Würzburg und Bamberg den größten Nutzen. Die Burg Schweinfurt wurde wahrscheinlich erst nach 980/1003 zur Hauptburg der sich ab 1033 nach Schweinfurt nennenden Grafen ausgebaut. Zuvor hatte diese Familie ihren "Hauptsitz" wahrscheinlich auf der Burg Sulzbach (heute Sulzbach-Rosenberg/Lkr. Amberg-Sulzbach, Oberpfalz) auf dem Nordgau (vgl. Sulzbach-Rosenberg). Nach der Niederlage in der sog. Schweinfurter Fehde zwischen dem Grafen Heinrich (vom Nordgau) und König Heinrich II. im Jahr 1003 verloren die Grafen offenbar ihren alten "Hauptsitz" in Sulzbach und verlegten diesen an den Main nach Schweinfurt, wo sie schon seit dem 10. Jahrhndert als Grafen im Volkfeldgau Comitatsrechte ausübten und im Beitz der Burg Schweinfurt waren. Die Gründung des Klosters auf der Burg bzw. in deren unmittelbarem Umfeld auf der Peterstirn lässt sich zeitlich nicht genau fixieren, doch spricht einiges für den Zeitraum zwiscchen 1003 und 1015. Sowohl Graf Heinrich (gest. 1017) als auch dessen Mutter Eila (gest. 1015) fanden nach dem Chronsiten Thietmar von Mersburg (Bischof v. Merseburg, gest. 1018) im Bereich des Burgklosters ihre letzte Ruhestätte. Ältere Grablege der Familie könnte die Burg Sulzbach/Opf. gewesen sein, auf der Sarkophaggräber des 9. und 10. Jahrhunderts archäologisch bekannt sind.

1263 übergab der Fürstbischof von Würzburg die arg darniederligende Abtei dem Deutschen Orden. Kaiser Friedrich II. und dessen Sohn Heinrich begünstigten die Stadt, die sehr zugänglich an einer Mainfurt lag und verliehen ihr Markt- und Münzrecht und das Prädikat Freie Reichsstadt. Aus dieser Zeit stammt auch die heute noch erhaltene Kirche St. Johannis.

In den fränkischen Fehden von 1240 bis 1250 zwischen den Hennebergern und dem Hochstift von Würzburg wurde Schweinfurt zerstört. Schließlich wurde ein Vertrag geschlossen, auf den eine kaiserlose Zeit folgte. Erst Kaiser Rudolf von Habsburg (1273-1308) sorgte wieder für normale Verhältnisse, wonach Schweinfurt dem Reich zufiel. Nachdem dieses aber in finanzielle Not geriet, wurde Schweinfurt verpfändet, erst 1383 konnten sich die Bürger durch erhebliche Opfer selbst aus dieser Situation Pfandschaft befreien. Schweinfurt erwarb die Burg auf der Peterstirn und befestigte von dort aus das Stadtgebiet. 1554 wurde Schweinfurt erneut im so genannte Markgräfler Krieg zerstört. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und am 10. Oktober 1631 zog während des Dreißigjährigen Krieges König Gustav Adolf in Schweinfurt ein.

1840 wurde Schweinfurt bayrisch. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien nach Meiningen und Bad Kissingen 1854 wurde Schweinfurt ein Eisenbahnknotenpunkt.

  • 791 Erste urkundliche Erwähnung als "Swinfurt"
  • 1240 Erstes Stadtverderben
  • 1254 Erste Erwähnung als Reichsstadt
  • 1437 Kauf der Deutsch-Ordenburg auf der Peterstirn
  • 1542 Übertritt zum Protestantismus
  • 1554 Zweites Stadtverderben im Markgräflerkrieg
  • 1632 Gustav Adolf in der Stadt
  • 1802 Verlust der Reichsunmittelbarkeit
  • 1814 Erfindung des Schweinfurter Grün
  • 1852 Anschluss an die Eisenbahn
  • 1872 Gründung der Firma Kugelfischer
  • 1890 Gründung der Kugellagerfabrik Fries & Höpflinger, später SKF
  • 1895 Gründung der Firma Fichtel & Sachs
  • 1919 Eingemeindung von Oberndorf
  • 1943 - 1945 schwere Kriegsschäden ("Drittes Stadtverderben")
  • 1971 Gründung der Abteilung Schweinfurt der Fachhochschule Würzburg
  • 2000 Eröffnung des Museum Georg Schäfer


Seit 791 ist die namentliche Erwähnung "Swinfurt" bekannt. Deutungen über die Entstehung haben sich hartnäckig gehalten. Einmal die Ableitung vom bekannten Borstenvieh, zum anderen von "Furt", einer begehbaren, seichten Stelle im Fluss. Ein Mundart-Vierzeiler hat beide Deutungen vereint:

„Der Name Schweinfurt stammt genau
Der Chronik nach vonera Sau,
Un'"furt", dos stammt vom seicht'n Mee,
Da sen'die Säu nü groß un' klee.”

Friedrich Rückert, ein Sohn der Stadt, sah sich zu folgendem Vers veranlasst:

„Hättest Mainfurt, hättest Weinfurt heißen können, weil du führest Wein, aber Schweinfurt, Schweinfurt sollt es sein.”

In den Jahren 1943 bis 1945 brachten 15 schwere und schwerste Bombenangriffe der Stadt den traurigen Ruhm ein, eine der meistzerstörten Städte Bayerns zu sein.[1] [2] [3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Schweinfurt vergibt alljährlich den "Friedrich-Rückert-Preis der Stadt Schweinfurt" an herausragende Schriftsteller.

In der seinerzeitigen Reichsstadt Schweinfurt wurde 1652 die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gegründet (benannt nach Kaiser Leopold II., einem der Mitbegründer), die heute ihren Sitz in Halle an der Saale hat. Das Leopoldina-Krankenhaus erinnert heute noch an diese Gründung.

Sehenswürdigkeiten

  • St.-Johannis-Kirche
  • Renaissance-Rathaus
  • Marktplatz mit Rückertdenkmal
  • Ebracher Hof
  • Geburtshaus von Friedrich Rückert
  • Schrotturm
  • Zeughaus
  • Heilig-Geist-Kirche
  • Wildpark „An den Eichen”
  • Auferstehungskirche von O.A.Gulbransson
  • St.-Kilians-Kirche
  • Historische Altstadt

Theater

  • Theater der Stadt Schweinfurt
  • Kulturwerkstatt Disharmonie
  • Hans Sachs Gruppe - Pflege des spätmittelalterlichen Fastnachtspiels, der Literatur im Allgemeinen und des Renaissancetanzes
  • Puppentheater ohne Namen

Musik

  • Kulturhaus Stattbahnhof

Museen

  • Museum Georg Schäfer - Das Museum Georg Schäfer präsentiert die bedeutendste Privatsammlung der Kunst des deutschsprachigen Raums des 19. Jahrhunderts.
  • Bibliothek Otto Schäfer - Heute bewahrt die Bibliothek rund tausend illustrierte Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Jahrhunderts. Eine zweite Sammlung widmet sich den Erstausgaben deutscher Literatur von der Reformationszeit bis zum Realismus und führt ständig wechselnde Ausstellungen durch
  • Galerie Alte Reichsvogtei - zeitgenössische Kunst in Franken
  • Museum Altes Gymnasium - Schwerpunkte der heimatgeschichtlichen Sammlung sind die Frühgeschichte seit dem 9. Jahrhundert, Darstellungen der Reichsstadtzeit, der Bürgerkultur, des Zunftlebens und des Beginns der Industrialisierung
  • Halle Altes Rathaus
  • Museum Gunnar-Wester-Haus - zeigt Gegenstände der Feuererzeugung und Beleuchtungskörper (Sammlung Graf Luxburg)
  • Naturkundliches Museum - Vogelsammlung der Brüder Schuler. Herbarium Emmert. Schmetterlinge
  • Künstlerhof Oberndorf

Vereine

Sportvereine

  • DJK Schweinfurt e. V.
  • T.V. Jahn 1895 Schweinfurt e. V.
  • HC Schweinfurt (Feldhockey, Hallenhockey, Tennis)
  • Schweinfurter Ruder-Club Franken 1882 e. V.
  • VfR 07 Schweinfurt (Fußball)
  • SC 1900 Schweinfurt
  • FV TürkGücü Schweinfurt
  • Golfclub Schweinfurt e. V.
  • Schweinfurter Kugelleger e. V. (Pétanque)
  • FSV Schweinfurt 1980 e. V.
  • Deutscher Alpenverein Sektion Schweinfurt

Andere Vereine

  • Tauschring-Initiative für Schweinfurt
  • Computer Club Schweinfurt
  • Schweinfurter Schülervertretung e. V.
  • Kulturpackt für Schweinfurt
  • DLRG OV-Schweinfurt (Wasserrettung, Rettungsschwimmen)
  • Wasserwacht
  • Kulturhaus Stattbahnhof - Verein zur Unterstützung und Erweiterung von Kultur und Kommunikation e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt
  • Pfadfinderbund Weltenbummler
  • twingo24.de e. V.
  • Die Johanniter OV Schweinfurt (Hilfsorganisation - Ausbildung - Rettungsdienst - Menüservice - Hausnotruf - Sanitätsdienst - Hundestaffel)
  • DARC OV Schweinfurt (B14) - Amateurfunk
  • Antöner Narrenelf e. V. - Faschingsverein

Wirtschaft und Infrastruktur

Industrie

Im 19. Jahrhundert wurde vom Schweinfurter Fabrikanten Wilhelm Sattler die (giftige) Farbe Schweinfurter Grün hergestellt und besonders in die Tropen exportiert, da sie termitenresistente Beschichtungen ermöglichte.

Bekannt ist Schweinfurt durch seine metallverarbeitende Industrie, insbesondere Wälzlager und Fahrrad-Technik. Als größte Firmen zu nennen sind SKF (Svenska Kullagerfabriken); (vormals Fries & Höpflinger), die Schaeffler KG (ehemals FAG Kugelfischer AG), die Bosch Rexroth Mechatronics GmbH (ehemals Deutsche Star) und die ZF Sachs AG (ehemals Fichtel & Sachs) mit der millionenfach gebauten Torpedo Rücktritt-Bremsnabe, später der Torpedo-Dreigang-Nabe und den legendären Sachs Kleinmotoren. Fischer baute das erste Tretkurbelfahrrad der Welt, zu besichtigen im Städtischen Museum.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt aufgrund der Konzentration der kriegswichtigen Wälzlagerproduktion (über 60 % der Gesamtproduktion des Deutschen Reiches) wiederholt das Ziel amerikanischer Bomberangriffe, durch die die Produktion zeitweise lahmgelegt wurde. Große Angriffe fanden am 17. August mit 376 Bombern und am 14. Oktober 1943 mit 291 Bombern statt (siehe auch Operation Double Strike und Black Thursday). Der größte Angriff fand jedoch am 24. Februar 1944 im Rahmen der Big Week mit 1100 Bombern statt. Diesmal wurde nicht nur die Stadt aufs schwerste beschädigt, sondern auch zahlreiche Dörfer im Umland fast völlig zerstört. Insgesamt warfen die Flugzeuge an diesem Tag 3600 Sprengbomben und 32.500 Brand- und Phosphorbomben ab.[4] Unter großen Anstrengungen wurden die Fabriken repariert oder ersetzt und teilweise bunkerartig gegen Bomben geschützt, es wurden aber auch große Teile der Produktion an andere Standorte verlegt, so daß die Bedeutung Schweinfurts abnahm.

Die Belegschaftszahlen der drei Großbetriebe lassen Entwicklung und Bedeutung der Schweinfurter Produktionsstätten für die fortschreitende Motorierung, Rüstung und Kriegswirtschaft vor und während des 2. Weltkrieges erkennen[5]:

  1932/33 1938/39 1944/45
Kugelfischer 2.800 8.000 11.700
VKF (SKF) 2.000 6.000 8.000
F & S 2.300 6.700 7.100

Heute werden Zulieferteile für die Automobilindustrie hergestellt, wie z. B. Kupplungen, Drehmomentwandler, Stoßdämpfer und Steuerungen.

Seit 1979 produziert ein Werk des Gesundheitkonzerns Fresenius Dialysegeräte in heutiger Weltmarkt-Führerschaft.

Im Zuge der schwindenden Bedeutung des produzierenden Gewerbes, bemüht sich Schweinfurt um eine Neuausrichtung auf kulturellem Sektor, zum Beispiel mit dem Museum Georg Schäfer.

Verkehr

Schweinfurt ist mit einem Binnenhafen am Main, drei Autobahnen (A7, A70 und A71) und drei Bahnhöfen (Schweinfurt Hauptbahnhof, Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stadt) der Deutschen Bahn AG ins Verkehrsnetz eingebunden.

Schienenverkehr

Drei wichtige Nahverkehrsstrecken, die Teils zur Anbindung an das Fernverkehrsnetz dienen, verlaufen durch Schweinfurt:

Darüber hinaus gibt es zwei weitere Bahnstrecken:

  • 809 Schweinfurt - Kitzingen, wurde stillgelegt, ist aber betriebsbereit und wird gelegentlich für den Güterverkehr und Sonderzugfahrten genutzt.
  • Waigolshausen - Gemünden; Die elektrifizierte, eingleisige Bahnstrecke zweigt in Waigolshausen von der KBS 810 ab. In Gemünden trifft die Strecke auf die Hauptstrecken Würzburg - Fulda und Würzburg - Aschaffenburg und ist damit eine wichtige Umgehungsstrecke des Bahnknotens Würzburg. Sie wird ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. (siehe Werntalbahn )

Schweinfurt hat einen Güterbahnhof.

Autobahnen

  • A 7: verläuft in Nord-Süd-Richtung von der dänischen Grenze bis zur österreichischen Grenze, AS Schweinfurt/Niederwerrn und AD Schweinfurt/Werneck (zur A 70)
  • A 70: beginnt am AD Schweinfurt/Werneck (zur A 7) und verläuft über Bamberg bis zum AD Bayreuth/Kulmbach (zur  9)
  • A 71: beginnt am AD Werntal (zur A 70) und verläuft über das AK Erfurt (zur A 4, bereits fertiggestellt) bis zum AD Oberröblingen (zur A 38, Fertigstellung geplant für 2008)

Bundesstraßen

Schweinfurt liegt an folgenden Bundesstraßen:

  • B 19 (Eisenach - Ulm)
  • B 26 (Riedbach - Bamberg)
  • B 286 (Enzlar - Bad Brückenau)
  • B 303 (A 7, Anschlussstelle Schweinfurt/Niederwerrn - Schirnding)

Flugplatz

  • Flugplatz Schweinfurt-Süd - hat eine Graspiste, dient in erster Linie zum Starten und Landen der Motor- und Segelflugzeuge des ansässigen Vereins „Aeroclub Schweinfurt e. V.” und wegen der zentralen Anbindung zu Schweinfurt auch als Verkehrsanbindung für Geschäftsflugzeuge und -Hubschrauber.

Medien

In Schweinfurt unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) ein Korrespondentenbüro, dessen Leiter Norbert Steiche ist, der die Planungsregion Main-Rhön mit regionalen Informationen in der Sendung "Mittags in Mainfranken (Montag bis Freitag: 11.59 bis 12.57 Uhr) auf der UKW-Frequenz 98,3 MHz (Bayern 1) versorgt. Weitere Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Schweinfurt, über das Regionalstudio in Würzburg, nach München zu den Studios von Bayern2Radio (93,1 MHz), Bayern 3 (96,3 MHz), Bayern4Klassik (107,9 MHz) und B5 aktuell (105,3 MHz) zugeliefert.

Ferner besteht dort die private Schweinfurter Rundfunk GmbH & Co. Studiobetriebs-KG, welche seit 1991 das Hörfunkprogramm Radio Primaton (100,5 MHz) veranstaltet und regionale Berichte für die Planungsregion Main-Rhön sendet.

Des Weiteren gibt es noch zwei regionale Fernsehanbieter, die Schweinfurt und die Planungsregion Main-Rhön mit Lokalfernsehen versorgt: TV Touring, der nicht nur im regionalen Kabelnetz, sondern auch über einen digitalen Satellitentransponder (Franken SAT) auf ASTRA (19,2° Ost) zu empfangen ist, und TV1 Schweinfurt, der immer donnerstags auf den Frequenzen von TV Touring sein Programm ausstrahlt.

Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet der AFN (American Forces Network) aus Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte (Senderstandort: 9° 58' 53" östliche Länge, 49° 47' 32" nördliche Breite) auf der Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,9 MHz.

Als Tageszeitungen erscheinen das Schweinfurter Tagblatt und die katholische Volkszeitung (welches aber nur eine kleine Auflage hat), vertrieben durch die Main-Post-Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof.

Zwei Mal pro Jahr (Mai und November) erscheint für Studierende der Universität Würzburg und Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt die hochschuleigene Zeitschrift BLICK, die vor allem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die Hoschschulzeitung Julius kostenlos verteilt, jedoch ist dieses Projekt nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus finanziellen Gründen eingestellt worden.

Ferner gibt es das groschenheft, das mit einer IVW-geprüften Auflage monatlich erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an zahlreichen Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund. Es informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik usw. für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt

Öffentliche Einrichtungen

    • Sport- und Freizeitbad „Silvana”
    • Stadtbücherei
    • Musikschule
    • Willy Sachs-Sportstadion (15.000 Zuschauer)
    • Icedome Kunsteisbahn (3.500 Zuschauer)
    • Erholunsanlage "Wehranlagen"
    • Badesee am Schweinfurter Kreuz
    • Tiergarten Walderholungsanlage Eichen

Bildung

  • Gymnasien
    • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
    • Celtis-Gymnasium
    • Olympia-Morata-Gymnasium
    • Walther-Rathenau-Gymnasium
  • Realschulen
    • Wilhelm-Sattler-Realschule
    • Walther-Rathenau-Realschule
  • Hauptschulen
    • Albert Schweitzer-Volksschule
    • Auen-Volksschule
    • Frieden-Volksschule
    • Private Montessori-Schule
  • Bayernkolleg Schweinfurt
  • Friedrich-Fischer-Schule, Staatl. Fach- und Berufsoberschule
  • Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt
  • Berufsschulen
    • Dr.-Georg-Schäfer-Schule - Staatliche Berufsschule I
    • Ludwig-Erhard-Berufsschule Schweinfurt - Kaufmännische Berufsschule II
    • Alfons Goppel Berufsschule - Staatliche Berufsschule III

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • mitte 10. Jhd. Heinrich von Schweinfurt, genannt "Hezilo", Markgraf von Schweinfurt, † 18. September 1017
  • etwa 1003 Judith von Schweinfurt, Herzogin von Böhmen
  • 1473, Johannes Cuspinian, † 1529, Humanist, Dicher und kaiserlicher Diplomat
  • 1522, 2. März - Heinrich Salmuth, † 20. März 1576 , Theologe
  • 1605, 30. September - Johann Lorenz Bausch, † 17. November 1665, Mediziner
  • 1695, 10. September - Johann Lorenz Bach, † 14. Dezember 1773, Komponist
  • 1705, 12. Februar - Johann Elias Bach, † 30. November 1755, Komponist
  • 1788, 16. Mai - Friedrich Rückert, † 31. Januar 1866, Orientalist, Dichter
  • 1812, Philipp Moritz Fischer, † 1890, Erfinder, Konstrukteur
  • 1844, Carl Christian Giegler alias Giegler Pascha †1921, Telegrapheningenieur und Gouverneur des Sudan
  • 1883, 13. November - Erich Toenniessen, † 1958, Internist
  • 1896, 23. Juli - Willy Sachs, † 19. November 1958, dt. Industrieller, SS-Mann und Sturmbannführer
  • 1896, 7. August - Georg Schäfer, † 27. Januar 1975, Unternehmer
  • 1898, 26. Februar - Karl Astel, † 04. April 1945 in Jena, Rassenhygieniker
  • 1902, 20. Februar - Otto Koch, † 03. Januar 1948 in Weimar/Buchenwald, Oberbürgermeister von Weimar im Dritten Reich
  • 1904, 13. März Erhart Kästner, † 03. Februar 1974 in Staufen im Breisgau, Schriftsteller und Bibliothekar
  • 1907, 15. April - Giselher Wirsing, † 23. Mai 1975 in Stuttgart, Journalist
  • 1911, 30. März - Heini Dittmar, † 28. April 1960, Segelflieger
  • 1912, 1. Februar - Albin Kitzinger, † 6. August 1970, Fußballnationalspieler
  • 1914, 7. Mai - Andreas "Ander" Kupfer, † 30. April 2001, Fußballnationalspieler
  • 1928, 23. Dezember - Hubert Glaser, Historiker
  • 1937, 13. Dezember - Paul Maar, Kinderbuchautor
  • 1964, 20. Juni - Stefan Marquard, Spitzenkoch

Weitere Persönlichkeiten

  • Gustav Gunsenheimer, Komponist und Chorleiter, Träger des Bundesverdienstkreuzes

Trivia

Für die Dauer der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 war Schweinfurt Gastgeber für die tunesische Fußballnationalmannschaft. Die Tunesier wurden Dritte der Gruppe H und erreichten somit das Achtelfinale nicht.

Siehe auch

  • Schweinfurt (Adelsgeschlecht)
  • Landkreis Schweinfurt

Quellen




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Informationsportal über Schweinfurt in Bayern - 26.5.2012