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Selters im Taunus ist eine Gemeinde mit 8.000 Einwohnern nördlich von Bad Camberg im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen, Deutschland. GeografieGeografische LageDer größere Teil des Selterser Gemeindegebeites mit den Ortsteilen Eisenbach, Münster und Haintchen liegt im Bereich des Östlichen Hintertaunus nördlich des Taunus-Hauptkamms, etwa fünf Kilometer von Bad Camberg entfernt. Naturräumlich zählt der Hauptort Niederselters noch zum Südostteil des Limburger Beckens und hat somit Anschluss zur Tallandschaft der Lahn. Der hier von Süden in das Becken mündende Grabenbruch der Idsteiner Senke ist entlang des zur Lahn entwässernden Emsbaches mit dem volkstümlichen Namen Goldener Grund belegt, welcher auf die Klimagunst und fruchtbaren Böden (Lösslehm) Bezug nimmt. Der nördliche Gemeindeteil um den Ort Münster gehört zur geologischen Lahnmulde, welche für ihren Reichtum an Bodenschätzen aus dem Mitteldevon bekannt ist. Von besonderer Bedeutung war hier der Eisenerzbergbau. Nachbargemeinden und -kreiseSelters grenzt im Norden an die Gemeinden Villmar und Weilmünster (beide Landkreis Limburg-Weilburg), im Osten an die Gemeinde Weilrod (Hochtaunuskreis), im Süden an die Stadt Bad Camberg, im Südwesten an die Gemeinde Hünfelden, sowie im Westen an die Gemeinde Brechen (alle drei im Landkreis Limburg-Weilburg). GliederungDie Gemeinde hat vier Ortsteile (hier mit Einwohnerzahl).
SelterswasserIm Ortsteil Niederselters befindet sich ein ergiebiger Mineralbrunnen, der dem Selterswasser seinen Namen gab. Die Selters-Quelle wurde im Jahre 772 erstmals erwähnt. Im Jahr 1581 widmete der Stadtarzt von Worms, Jakob Theodor Tabernaemontanus, dem Niederselterser Sauerbrunnen zehn Seiten in seiner Brunnenchronik "Neuw Wasserschatz" und legte damit den Grundstein für die Berühmtheit des Brunnens. Es entwickelte sich bald ein bescheidener Kurbetrieb. Neben der aber eher unbedeutenden Trinkkur betrieb Kurtrier einen sich schnell ausdehnenden Wasserversand in Steinkrügen aus dem Kannenbäckerland bis nach Skandinavien, Russland, Nordamerika, Afrika und sogar, wie es für das Jahr 1791 belegt ist, bis nach Batavia in niederländisch Ostindien. Der den Gefäßen aufgeprägte Ortsname "Selters" schuf dann auch bald den Namen "Selters-Wasser" als einen Markennamen für Mineralwasser von Weltruf. Das Herzogtum Nassau übernahm 1803 Niederselters als willkommene Einnahmequelle und baute das Exportgeschäft aus. Nach der Annexion von Nassau durch Preußen im Jahr 1866 wurde das Wasser sogar zu "Königlich-Selters" und nach dem Ende der Monarchie zur "Staatsquelle Niederselters". Das Land Hessen als Rechtsnachfolger Preußens verkaufte die Quelle 1970. Danach wechselten die Eigentümer immer schneller und 1999 wurde die Abfüllung am Brunnen in Niederselters eingestellt. Seit 2001 ist die Gemeinde Selters im Besitz der Quelle. VerkehrSelters ist mit der etwa 5 km südlich gelegenen Anschlussstelle Bad Camberg an der A 3 gut an das Fernstraßennetz gebunden. Der Ortsteil Niederselters hat einen Bahnhof an der Main-Lahn-Bahn. Zeugen JehovasDas Zentrum des deutschen Zweiges der Zeugen Jehovas befindet sich unter dem Namen "Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft der Zeugen Jehovas e.V." in der Gemeinde Selters im Taunus. Seit 1979 leben und arbeiten in Niederselters etwa 1.200 Mitglieder der Religionsgemeinschaft unter anderem in den Druckereien, Übersetzungs-Büros, Organisations- und Logistikabt., sowie in den Werkstätten in einer ordensähnlichen Gemeinschaft zusammen. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
