Senheim in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Cochem-Land
Koordinaten: 50° 5′ N, 7° 13′ O
Höhe: 91 m ü. NN
Fläche: 12,58 km²
Einwohner: 588
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56820
Vorwahl: 02673
Kfz-Kennzeichen: COC
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 079
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Verbandsverwaltung:
VGverw. Cochem-Land
Ravenéstraße 61
56812 Cochem
Webpräsenz: www.senheim.de
Ortsbürgermeister: Lothar Stenz

Senheim an der Mosel ist ein Ort im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz.

Geografie

Geografische Lage

Der Ort liegt beiderseits der Mosel. Senheim liegt in Richtung Hunsrück, während das wesentlich kleinere Senhals auf der Eifel-Seite des Flusses liegt. Beide Ortsteile sind seit 1967 durch eine Brücke verbunden.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Senheim besteht aus den Ortsteilen Senheim und Senhals.

Geschichte

Erste Aufzeichnungen aus dem Jahr 1067 belegen die Existenz von Besitztümern der Kirche in Senhals. Senheim wird erstmals im Jahre 1140 urkundlich erwähnt.

Senheim war „dreiherrig”, d.h . sein Territorium teilten sich drei Landesherren und übten in ihrem Landesteil die Landeshoheit aus und zwar:

  • der Kurfürst von Trier
  • der Graf von Sponheim
  • der Graf von Braunshorn- Metternich- Beilstein.

Ab 1778 war Kur-Trier alleiniger Landesherrscher. Sie erlosch im Jahre 1784 mit der Besetzung durch die französische Revolutionsarmee.

Senheim-Senhals war im Mittelalter ein wichtiger Brückenkopf im Zuge der Handelsstraße. Die aus den Niederlanden kommend durch die Eifel und über Senheim über den Hunsrück nach Frankfurt und Augsburg führt.

Die Senheimer lebten schon im Mittelalter vom Weinbau und Landwirtschaft (Rottwirtschaft). Aus der kurtrierischen Steuerstatistik aus dem Jahre 1702 ist es ersichtlich, dass der Weinbergsbesitz in den Händen der Kirche und des Adels auf 300.000 Stock geschätzt wurde. 200.000 Stock waren Senheimer Güter in Besitz der Winzer. Der Sponheimische Besitz ist mit 100.000 Stock angegeben.

Dieses alte Senheim des 17. und 18. Jahrhunderts mit seinen Befestigungsmauern, Türmen, Zinnen und Toren, mit der großen Zahl stattlicher Adels- und Klosterhöfe findet am 13.Augusut 1839 ein jähes Ende: ein Großbrand legte innerhalb kurzer Zeit den mittelalterlichen Ort in Schutt und Asche. Nur wenige Gehöfte und Kelterhäuser überstanden den Brand. Auch die katholische Kirche und dass Pfarrhaus überlebten das Inferno.

Beim Wiederaufbau des Ortes gab man ihm einen großzügigen Orts- und Lageplan. Dadurch fanden 24 Einwohner im Ort selbst keine Heimstätte mehr. Für sie wurde auf der Hunsrückhöhe eine neue Siedlung gegründet. Diese erhielt zu Ehren ihres Förderers, Landrat Moritz, den Namen Moritzheim.

Durch eine unbeschreiblich große Not, die in der Mitte des 19. Jahrhundert hier herrschte, veranlasste 97 in sehr ärmlichen Verhältnissen lebende Bürger auf Vorschlag der Gemeinde (und meist auf deren Kosten) nach Nordamerika auszuwandern. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt geworden.




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Informationsportal über Senheim in Rheinland-Pfalz - 26.5.2012