Sigmaringen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Koordinaten: 48° 5′ N, 9° 13′ O
Höhe: 578–794 m ü. NN
Fläche: 92,85 km²
Einwohner: 16.658
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72481–72488
Vorwahl: 07571
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 104
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fürst-Wilhelm-Str. 15
72488 Sigmaringen
Webpräsenz: www.sigmaringen.de
Bürgermeister: Dr. Daniel Rapp (CDU)

Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt an der oberen Donau

Geografie

Geografische Lage

Sigmaringen liegt im Donautal, an der Ferienstraße Hohenzollernstraße.

Nachbargemeinden

Sigmaringen grenzt im Norden an Winterlingen (Zollernalbkreis) und Veringenstadt, im Osten an Bingen, Sigmaringendorf und Scheer, im Süden an Mengen, Krauchenwies, Inzigkofen und Meßkirch sowie im Westen an Leibertingen, Beuron und Stetten am kalten Markt (Aufzählung im Uhrzeigersinn).

Stadtgliederung

Sigmaringen besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Gutenstein, Jungnau, Laiz, Oberschmeien und Unterschmeien. Die Stadt liegt am Fuß der Schwäbischen Alb und an dem Fluss Donau.

Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

  • Bereits als Siedlungsgebiet der Urnenfelderkultur ist der heutige Ortsteil Laiz von 1000 bis 500 v. Chr. nachgewiesen.
  • Aus der Hallstattzeit wurden zahlreiche Grabhügel, u.a. in Laiz, mit reichbemalten und ornamentierten Gegenständen entdeckt.
  • 50 bis 80 n. Chr. bildete die Donau die Grenze des Römischen Reichs. Zu dieser Zeit führte eine Römerstraße vom Bodensee nach Winterlingen, Burladingen über Laiz, eine andere von Singen über Vilsingen nach Bingen, Scheer, Hundersingen. Sie gingen durch die Furt unterhalb des Donauwehres, wo bei der Donauregulierung 1975 Reste einer Holzbrücke gefunden wurden. Funde und Ausgrabungen von Gutshöfen in Laiz im Gewann „Bergöschle”, Inzigkofen im Gewann „Krummäcker”, Sigmaringen im Gewann „Steinäcker” und „Wachtelhau” sowie des Römischen Gutshofes in Laucherthal weisen auf die Bedeutung Sigmaringens als Agrarregion in römischer Zeit hin.
  • Ein frühalemannisches Gräberfeld liegt im Südosten der heutigen Stadt. Dieses ist stummes Zeugnis der Siedlungsgründung des „Sigmar”.

Mittelalter

  • Im 11. Jahrhundert, dem Ende des Frühmittelalters, entsteht die erste Burganlage auf dem talabriegelnden Felsen.
  • Die erste urkundliche Erwähnung[1] stammt aus dem Jahre 1077, als König Rudolf von Schwaben die Sigmaringer Burg vergeblich belagerte.
  • Über die Grafen von Werdenberg gelangte Sigmaringen an das bedeutende Hochadelsgeschlecht der Hohenzollern.
  • 1061 wurden die Stammväter Burchard und Wezil von Zollern getötet.
  • 1192 übernimmt Friedrich I. die Burggrafschaft Nürnberg.
  • Die offizielle Stadtgründung war 1250.
  • Der erste Pfarrer in Laiz wird 1231 erwähnt. 1275 gehörten zum Dekanat Laiz 15 Pfarreien. Zum Kirchspiel Laiz gehörend, werden 1377 die Filialen Sigmaringen, Brenzkofen, Gorheim, Hedingen, Bold (Paulterhof), Inzigkofen, Ober- und Unterschmeien genannt.
  • 1325 wird die Stadt an Graf Ulrich III. von Württemberg verkauft.
  • 1415 erhält Friedrich VI. die Markgrafschaft Brandenburg statt.

Politik

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften bestehen mit

Feldkirch (Österreich)
Boxmeer (Niederlande)
Thann im Elsass (Frankreich)

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Dr. Daniel Rapp endet 2014.

  • 1968 – 1992: Rudolf Kuhn (parteilos)
  • 1992 – 2006: Wolfgang Gerstner (CDU)
  • seit 2006: Dr. Daniel Rapp (CDU)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Heimatmuseum im Runden Turm: Der Wehrturm ist Teil der alten Stadtbefestigung, die im Zusammenhang mit der ersten Stadterweiterung steht. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, dann aber als Wohnturm wieder aufgebaut. Seine Fassade zieren die Wappen des Schlosses und der Stadt. Seit 1970 beherbergt er das Sigmaringer Heimatmuseum mit Exponaten der Stadtgeschichte.
  • Museum „Altes Wasserwerk”
  • Staatsarchiv Sigmaringen: 1865 als preußisches Staatsarchiv gegründet. Hier werden die schriftliche Überlieferungen der staatlichen Mittel- und Lokalbehörden im Regierungsbezirk Tübingen ab 1806 sowie die Bestände der Zentralbehörden des Landes Württemberg-Hohenzollern aus der Zeit 1945-1952 aufbewahrt. Im ehemaligen fürstlichen Palais sind die Unterlagen der bis zum Jahre 1850 souveränen Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen sowie des bis 1945 bestehenden preußischen Regierungsbezirks Sigmaringen untergebracht. Fotosammlungen dokumentieren Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts.
  • Wechselnde Kunstaustellungen im Kulturzentrum „Alte Schule”
  • Kunstworkshops und Ausstellungen in den „Ateliers im Alten Schlachthof”

Bauwerke

  • Schloss Sigmaringen - Stammschloss der Hohenzollern - Besichtigung der Prunksäle und der großen Waffensammlung lohnend
  • Stadtpfarrkirche St. Johann Evangelist: Die 1756 bis 1763 erbaute Barockkirche ist mit Werken der Künstler damaliger Zeit geschmückt, darunter auch die des in Sigmaringen geborene Malers Meinrad von Ow. Als wahres Kleinod haben im linken Seitenschiff der kostbare Fidelisschrein, das Armreliquiar des Heiligen Fidelis, sowie die Fideliswiege ihren Platz gefunden. Der Heilige Fidelis wurde unter dem Namen Markus Roy 1577 in Sigmaringen geboren.
  • Josefskapelle: Sie wurde im Jahr 1629 vom Renaissancebaumeister Hans Albertal aus Dillingen erbaut und trägt eine aus der Hand von Nikolaus Schütz aus Landsberg und Josef Ignaz Wegscheider aus Riedlingen stammende barocke Innenausstattung von 1739.
  • Rathausplatz mit Rathaus, Ehrenmal und Marktbrunnen
  • Fidelishaus - Geburtshaus des heiligen Fidelis von Sigmaringen (1577-1622)
  • Bilharz-Apotheke - Geburtshaus der Brüder Alfons (1836-1925) und Theodor_Bilharz (1825-1862)
  • Leopoldsplatz mit Reiterstandbild Füsten Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen
  • Der Alte Prinzenbau - Wohnsitz der Fürstin Amalie Zephyrine
  • Karlstraße und Evangelische Stadtkirche - Sie wurde 1861/62 durch den preußischen Oberhofbaurat Friedrich August Stüler errichtet
  • Hoftheater - Im Jahr 1862 von Fürst Anton Alois erworben und zum Theater umgebaut, heute beherbergt es ein Kino

Parks

  • Prinzengarten

Naturdenkmäler

  • Der Mühlberg mit dem „Hirschsprung”

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Die Sigmaringer Fasnet (Fasnacht) mit dem historischen Bräuteln am Fasnetsdienstagmorgen
  • Sigmaringer Stadtfest jeweils im letzten Juni-Wochenende
  • Sigmaringer Weihnachtsmarkt in der Altstadt jeweils am ersten Dezember-Wochenende
  • Sigmaringen on Ice - Eislauffläche auf dem Rathausplatz

Gesundheitswesen

Krankenhäuser

Sigmaringen ist der Sitz der "Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH". Diese ist Trägerin der drei Krankenhäuser an den Standorten Sigmaringen, Pfullendorf und Bad Saulgau sowie des Psychiatrischen Pflegeheims "Anna-Haus" in Sigmaringen. Gesellschafter sind der Landkreis Sigmaringen (74 v.H.) und der Spitalfonds Pfullendorf (26 v.H.). Mit insgesamt 623 Krankenhausbetten und 66 Pflegeheimplätzen ist die "Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH" eine der großen Krankenhausträger im Regierungsbezirk Tübingen und mit rund 1.200 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Geschichte

Das Kreiskrankenhaus Sigmaringen (heute 380 Planbetten) geht auf eine Stiftung des Sigmaringer Fürstenhauses zurück, die in den Jahren 1841 – 1846 zu Errichtung des hohenzollerischen Landesspitals in Sigmaringen führt. Als Fürst-Carl-Landesspital bzw. später Fürst-Carl-Landeskrankenhaus besteht diese Einrichtung bis 1979, allerdings mit wechselnden Verantwortungsträgern. So geht die Verantwortung vom Fürstentum mit dessen staatlichen Anschluss an Preußen 1850 an die preußische Regierung über, die die Verwaltung 1874 an den Landeskommunalverband der Hohenzollerischen Lande überträgt. 1963 übernimmt dann der Kreis Sigmaringen die Verwaltung der Stiftung und errichtet in der Zeit von 1974 bis 1979 das neue Kreiskrankenhaus Sigmaringen an seinem heutigen Standort. Im Jahre 1979 erlischt mit der Inbetriebnahme des neuen Kreiskrankenhauses die alte Stiftung. Mit Gründung der "Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH" im Jahre 1996, konnte das Ziel verwirklicht werden, alle Krankenhäuser des Landkreises in einer Gesellschaft zu vereinen, um so eine abgestimmte und umfassende Gesundheitsversorgung für den gesamten Landkreis Sigmaringen anzubieten.

Leistungen und Ausstattung

Das Kreiskrankenhaus Sigmaringen ist heute ein modernes Krankenhaus mit allen Einrichtungen, die ein Krankenhaus der Regelversorgung benötigt, welches ein großes räumliches Einzugsgebiet versorgt. Rund 19.000 Patienten werden jährlich stationär in den 623 Betten der drei Krankenhäuser mit ihren insgesamt 19 Abteilungen behandelt. Dazu kommen rund 38.000 ambulant behandelte Patienten.

In einigen Teilbereichen nimmt das Kreiskrankenhaus auch Versorgungsaufgaben wahr, die sonst eher in Krankenhäusern höherer Versorgungsstufen anzutreffen sind und bietet darüber hinaus auch medizinische Leistungen für kleinere Krankenhäuser an, die diese ohne den Verbund nicht vorhalten könnten. So ist Sigmaringen insbesondere Standort für Großgeräte wie z.B. einem Kernspintomographen (MRT), einem Computertomographen (CT) und einem Herzkatheterlabor. Aber auch die regionale Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit), das Brustzentrum Neckar-Donau, ein angesehener onkologischer Bereich oder die große Intensivstation nehmen zentrale Versorgungsaufgaben wahr. Abgerundet wird das somatische Versorgungsangebot durch eine große Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass auch seelische oder psychosomatische Erkrankungen in Sigmaringen fachkompetent behandelt werden können.

Im Einzelnen verfügt das Kreiskrankenhaus Sigmaringen über die Fachdisziplinen Chirurgie (mit den Schwerpunkten Allgemein- u. Visceral- sowie Unfall- und Wiederherstellungschirurgie), Gynäkologie u. Geburtshilfe, Urologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (Belegabteilung), Augenheilkunde (Belegabteilung), Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Anästhesie und Radiologie.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Sigmaringen treffen sich drei Bahnlinien. Sigmaringen ist Station auf der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. In Sigmaringen trifft die Donautalbahn auf die Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf. Sigmaringen ist ebenfalls Anfangspunkt der Nebenbahn Sigmaringen – Gammertingen – Hechingen. Diese wird von der Hohenzollerischen Landesbahn betrieben.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) organisiert. Sigmaringen war eine der ersten Kleinstädte die ein eigenes Stadtbussystem aufgebaut haben, noch heute kommen jährlich etliche Delegationen aus anderen Städten um sich das Sigmaringer Stadtbussystem anzusehen.

Bei Sigmaringen kreuzen sich die Bundesstraßen B 32 HechingenRavensburg und die B 313 Reutlingen – Bodensee.

Öffentliche Einrichtungen

Sigmaringen beherbergt als Behördenstadt ein Verwaltungsgericht, ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Hechingen gehört, ein Staatsarchiv, ein Finanzamt, ein Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung Außenstelle Sigmaringen (Zollschule), ein Chemisches Untersuchungsamt, ein Veterinäruntersuchungsamt (CVUA, früher Chemische Landesuntersuchungsanstalt)

Bundeswehr (von-Stauffenberg-Kaserne): Sigmaringen ist Divisionsstadt mit dem Stab der 10. Panzerdivision, dem Fernmeldebataillon 10 und einer Ausbildungskompanie des 5. Artileriebataillons 295.

Die Stadt ist Sitz des Dekanats Sigmaringen des Erzbistums Freiburg.

Bildung

Sigmaringen bietet als Schulstadt vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten:

Hochschule, Fachhochschule und Erwachsenenbildung

  • Hochschule Albstadt-Sigmaringen für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.
  • Modefachschule Sigmaringen. Hier kann ein dreijähriges Berufskolleg zum Modedesigner absolviert werden.
  • Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung. Sigmaringen ist zentraler Ausbildungsort für Vollzugsbeamte der Bundeszollverwaltung
  • Gewerbeakademie der Handwerkskammer Reutlingen

Berufsausbildung:

  • Sybilla-Merian-Schule: Ernährungswissenschaftliches Gymnasium, Fachschule für Sozialpädagogik, Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft, zweijährige Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Berufsfachschule, zweijährige Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege, Hauswirtschaftliche Berufsfachschule, Berufsvorbereitungsjahr, Hauswirtschaftliche Berufsschule, Landwirtschaftliche Berufsschule
  • Albert-Reis-Fachschule für Technik, Landwirtschaftliche Unternehmerschule
  • Ludwig-Erhard-Schule Kaufmännische Schule: Wirtschaftsgymnasium, Kaufm. Berufskolleg I u. II mit Übungsfirma, Wirtschaftsschule, Kaufm. Berufschule
  • Ausbildungszentrum Bau - eine von vier überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Gemeinnützigen Berufsförderungsgesellschaft der Baden-Württembergischen Bauwirtschaft

Allgemeinbildende Schulen:

  • Hohenzollerngymnasium (HZG), gegr. 1818, Humanistisches Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und musischem Zug
  • Liebfrauenschule (Lize) Katholische Freie Schule, Gymnasium und Realschule
  • Theodor-Heuss-Realschule
  • Abendrealschule
  • Bilharzschule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule
  • GHS Laiz, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule
  • Geschwister-Scholl-Schule (Grundschule)
  • GS Jugnau
  • Luise-Leininger-Schule (Förderschule)
  • Sebastian-Ott-Schule (Schule für Erziehungshilfe, Grund- und Hauptschule, Förderschule)
  • Fidelis-Schule Schule für Geistigbehinderte

Einstiger Rundfunksender

Von 1948 bis 1964 betrieb der SWF bei 48° 5' 27″ N, 9° 14' 45″ O einen Rundfunksender für Mittelwelle, der als Sendeantenne einen 38 Meter hohen, gegen Erde isolierten abgespannten Sendemasten verwendete.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1577, Fidelis von Sigmaringen, † 24. April 1622 in Seewis im Prättigau: Advokat der Armen.
  • 1785, 20. Februar: Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, † 11. März 1853, Landesherr von Hohenzollern-Sigmaringen
  • 1811, 7. September: Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, † 2. Juni 1885, Landesherr von Hohenzollern-Sigmaringen, preußischer Ministerpräsident von 1858 bis 1862
  • 1825, 23. März, Theodor Bilharz, † 9. Mai 1862 in Kairo: Mediziner und Naturwissenschaftler.
  • 1839, 20. April, Carol I., † 10. Oktober 1914 in Pelesch: König von Rumänien
  • 1844, 19. Dezember (Sigmaringen-Gutenstein), Joseph Stöckle, † 27. Mai 1893 in Schwetzingen: Altphilologe, Schriftsteller, begründete 1891 in Schwetzingen den Scheffelbund in Deutschland.
  • 1890, 6. August Victor Arnaud, † 15. Januar 1958: Maler und Grafiker
  • 1896, 3. September (Sigmaringen-Gutenstein), Alfons Beil, † 3. März 1997 in Heidelberg: Monsignore, Pfarrer in Heidelberg und Dekan des Kapitels Heidelberg, Verfasser zahlreicher Bücher.
  • 1898, 16. August (Laiz), Prof. Josef Henselmann, † 19. Januar 1987 in München: Bildhauer und langjähriger Leiter der Akademie der Bildenden Künste in München.
  • 1936, 16. Mai, Karl Lehmann: Kardinal und Bischof von Mainz, seit 1987 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
  • 1937, 16. November, Lothar Späth: ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
  • 1938, 15. März, Dieter Hömig: Richter am Bundesverfassungsgericht.
  • 1969, 23. Juli, Tanja Gönner: Politikerin, Umweltministerin in Baden-Württemberg.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Gustl Bayrhammer und Toni Berger: Die beiden Schauspieler begannen im Herbst 1945 ihre Karrieren am Sigmaringer Theater.
  • Markolf Hoffmann: deutscher Fantasy-Autor, besuchte die Liebfrauenschule in Sigmaringen und machte dort Abitur
  • Winfried Kretschmann: Politiker, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg
  • Die französischen Schriftsteller Louis-Ferdinand Céline und Lucien Rebatet fürchteten wegen ihrer politischen und anti-jüdischen Schriften um ihr Leben und flohen 1944 gemeinsam mit der Vichy-Regierung nach Sigmaringen. Célines Roman "D'un chateau a l'autre", 1957 (dtsch. Von einem Schloss zum anderen) beschreibt die Eroberung Sigmaringens. Dieses Buch wurde 2006 unter dem Titel "Die Finsternis" in Co-Produktuion des ZDF verfilmt.

Anmerkungen

Literatur

  • Günter Schmitt: Sigmaringen. In: Ders.: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 3: Donautal. Wandern und entdecken zwischen Sigmaringen und Tuttlingen. S. 41-62. Biberacher Verlagsdruckerei. Biberach 1990. ISBN 3-924489-50-5



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Informationsportal über Sigmaringen in Baden-Württemberg - 3.9.2014