Simbach in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 1′ O
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 47,33 km²
Einwohner: 10.005
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84359
Vorwahl: 08571
Kfz-Kennzeichen: PAN
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 145
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Innstraße 14
84359 Simbach a. Inn
Webpräsenz: www.simbach.de
Bürgermeister: Richard Findl (CSU)

Simbach am Inn (amtlich: Simbach a.Inn) ist eine Stadt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und liegt am Inn, genau gegenüber von Braunau am Inn (Österreich).

Geografie

Geografische Lage

Simbach am Inn liegt im Süden Niederbayerns, etwa 15 km östlich des Zusammenflusses von Inn und Salzach. Simbach liegt damit unmittelbar an der bayerisch-österreichischen Grenze, die in der Flussmitte des Inn verläuft.

Nachbargemeinden

Die bayerischen Nachbargemeinden sind Kirchdorf a.Inn, Reut, Stubenberg und Wittibreut. Der österreichische Nachbar ist Braunau.

Geschichte

Simbach wird als Sunninpah erstmals 927 urkundlich erwähnt. Am Ende des 18. Jahrhunderts 1777/1779 wurde das Innviertel an Österreich abgetreten, dadurch fällt für die Umgebung Simbachs das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Braunau am Inn weg. Als Reaktion beginnt ab dieser Zeit der wirtschaftliche Aufschwung der Grenzstadt. Das stärkste Wachstum erfährt Simbach nach dem Bau der Bahnlinie München - Simbach - Braunau - Linz - Wien. Der große Grenzbahnhof führt unter anderem zur Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen, z. B. die deutsche Heraklith AG, trotzdem waren die Bahnen beiderseits der Grenze über lange Zeit der weitaus größte Arbeitgeber in Simbach, daher wurde Simbach die "Eisenbahnerstadt" genannt. 1951 wurde Simbach zur Stadt erhoben und ist damit die jüngste Stadt im Landkreis Rottal-Inn.

Ein Baustil dominiert im Stadtkern Simbachs: der Jugendstil. Als markantestes Beispiel dafür gilt das Rathaus. Es wurde in den Jahren 1988/89 renoviert.

Religionen

Die vorherrschende Konfession in Simbach ist die römisch-katholische. Es gibt in Simbach auch eine evangelische Pfarrgemeinde, deren Einzugsbereich sich über den südlichen Teil des Landkreises Rottal-Inn erstreckt.

Eingemeindungen

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform 1972 wurden die Gemeinden Kirchberg, Eggstetten und Erlach nach Simbach eingemeindet.

Politik

Stadtrat

Seit der Kommunalwahl 2002 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:

  • CSU: 14 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Bündnis90/Die Grünen: 3 Sitze
  • FW: 3 Sitze

Wappen

Die Wellen versinnbildlichen den Inn und den Zusatz zum Gemeindenamen. Die Brücke bezeichnet den wichtigen Übergang über den Fluss nach Österreich. Dem Stammwappen der Grafen von Toerring sind die drei Rosen entlehnt. Das Geschlecht besaß die Hofmarksherrschaft seit 1647; bis 1848 bestand sein patrimoniales Niedergericht. Nach der fast völligen Zerstörung des Ortes in der Schlacht bei Simbach am 9. Mai 1743 sorgten die Toerring für den Wiederaufbau ihrer Anwesen.

Städtepartnerschaften

  • Seit 1982 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Simbach und Skipton in England.
  • Eine weitere Partnerschaft besteht mit der italienischen Stadt Tolmezzo.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

  • In Simbach gibt es mehrere Chöre, wie die Chorgemeinschaft Liederkranz und den Vokalkreis.

Bauwerke

  • Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis, 1859-63 nach Plänen von Leonhard Schmidtner (später vereinfachend umgebaut)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pfingstdult, alljährlich stattfindendes Volksfest.
  • Stadtfest Bürgerfest, alljährlich am letzten Samstag im Juni
  • Advent in Simbach, alljährlich vom ersten Adventswochenende bis zum zweiten Adventssonntag

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt ist mit verschiedenen Bahnstrecken an das Schienennetz angeschlossen. München - Mühldorf am Inn - Simbach und von Simbach nach Salzburg sowie mit der Bahnstrecke Simbach - Linz - Wien. Bis 1969 gab es auch eine Bahnstrecke in Richtung Norden nach Pocking.

An das Straßennetz ist Simbach mit der Bundesstraße B 12 München - Simbach - Passau, der B 340 zur Bundesgrenze und weiter nach Salzburg oder Linz, nach Straubing, Burghausen und Freilassing über die B 20 angebunden. Es ist geplant die A 94 von München bis nach Simbach und weiter nach Norden zur A 3 zu bauen, diese soll die B 12 ersetzen.

Für Kleinflugzeuge ist Simbach über den nahegelegenen Flugplatz in Kirchdorf a.Inn erreichbar.

Energieversorgung

Mit der 2005 fertiggestellten Geothermieanlage betreibt Simbach zusammen mit der österreichischen Nachbarstadt Braunau die erste grenzüberschreitende Fernwärmeanlage Europas.

Ansässige Unternehmen

  • Elektrizitätswerk Hellmannsberger - Strom für Simbach und Umgebung
  • Deutsche Heraklith AG, Dämmplattenhersteller
  • erform GmbH, Möbelelementehersteller
  • Schütz-Werke GmbH & Co KGaA (Industrie-Großpackmittel-Hersteller)

Bildung

  • Tassilo-Gymnasium Simbach a. Inn
  • Staatliche Realschule Simbach a. Inn
  • Grundschule
  • Hauptschule
  • Betty-Greif-Schule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Simon Breu (1858-1933), Komponist
  • Hans Göttler (* 1953), Germanist



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Informationsportal über Simbach in Bayern - 26.5.2012