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Sögel ist eine Gemeinde und der Verwaltungssitz in der Samtgemeinde Sögel im Landkreis Emsland im westlichen Niedersachsen (Deutschland). Die Gemeinde, die sich über 55,2 km² Fläche erstreckt, hatte Mitte des Jahres 2005 etwa 6.700 Einwohner. GeografieLageSögel liegt innerhalb der Region Hümmling in der Hügellandschaft Hümmling (Geestrücken mit Heidelandschaft). Östlich von Sögel befindet sich das Quellgebiet der Nordradde, einem Nebenfluss der Ems. NachbargemeindenNachbargemeinden sind im Norden die Gemeinden Werpeloh und Spahnharrenstätte, im Osten die Gemeinden Werlte und Lahn in der Samtgemeinde Werlte, im Süden die Gemeinden Hüven und Groß Berßen und im Westen die Gemeinde Stavern, sowie in der Samtgemeinde Lathen die Gemeinden Lathen und Renkenberge. GeschichteSögel wurde um 1000 als „sugila" erstmals erwähnt. Das Kloster Corvey besaß hier im 11. Jahrhundert drei Höfe. Bis 1932 war Sögel Sitz des früheren Amtes und späteren Kreises Hümmling, der dann mit Aschendorf zum Landkreis Aschendorf-Hümmling (bis 1977) zusammengelegt wurde. Heute gehört Sögel zum Landkreis Emsland mit Meppen als Kreisstadt. EingemeindungenMit dem Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden in den Räumen Leer und Aschendorf-Hümmling wurde am 1. Januar 1973 die Gemeinde Eisten in die Gemeinde Sögel eingegliedert. Einwohnerentwicklung(einschließlich des eingemeindeten Ortsteils Eisten)
PolitikGemeinderatDer Gemeinderat hat 19 gewählte Mitglieder. Ihm gehören seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 vier Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.
SehenswürdigkeitenSögel ist heute Staatlich anerkannter Erholungsort und wird von Einheimischen für seine idyllische Lage auf dem Hümmling wertgeschätzt. Sögel ist von Wald umgeben und bietet gleichsam Erholungssuchenden wie auch Sportlern ein breites Angebot. Von überregionaler Bedeutung ist die barocke Schlossanlage Clemenswerth, in der sich acht sternförmig angeordnete kleinere Pavillionhäuser um einen größeren Zentralbau gruppieren. Die einzelnen Bauten sind eingefügt in eine historische Eichen-Allee und bilden so einen Stern. Errichtet wurde die Anlage in der Zeit von 1737 bis 1749 vom kurfürstlichen Architekten Johann Conrad Schlaun für den Kölner Erzbischof und Kurfürsten, Fürstbischof von Münster und Träger weiterer Titel Clemens August I. von Bayern. Das Jagdschloß Clemenswerth ist das am besten erhaltene barocke Jagd- und Lustschloß seiner Art in Europa. Die sternförmige Anlage ist gekennzeichnet von einzelnen Achsen, die jeweils in eine Allee ragen und vom Zentralpavillon aus nur aus angewinkelter Position aus dem Fenster erblickt werden können. Die unmittelbare Umgebung des Waldes ermöglichte die Jagd. Teil der Anlage sind auch die Schloßteiche, die ebenfalls auf Achsen liegen, sowie der historische Marstall, der heute eine Jugendbildungsstätte beinhaltet. Auch ein Kapuzinerkloster, in dem auch heute noch einige wenige Patres leben, gehören zur Schloßkapelle. Dieser angegliedert ist auch ein kleiner Klostergarten für die Patres. Clemenswerth ist heute Museum, z.B. auch Ton-Töpferei und Sitz der Emsländischen Landschaft. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der ehemals herzogliche Ludmillenhof, der heute das Rathaus beherbergt, sowie der alte Amtsbrunnen, das sog. "Sögeler Meer", der Heimathof oder das Schücking-Museum. Im Ortsteil Eisten befindet sich ein kleiner Tierpark. Überall in der Samtgemeinde gibt es rund 5000 Jahre alte Stein- und Hügelgräber, andere Zeugen aus der Vorzeit und interessante Naturschutzgebiete. Ein alter Güterbahnhof findet sich an der Emsländischen Eisenbahn, die Gemeinde ist durch Landesstraßen an das Straßennetz angeschlossen. Einen eigenen Personenbahnhof gibt es im Hümmlingort Sögel nicht; hier sind die Bahnhöfe der Umgebung in Meppen oder Lathen anzufahren. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
