Sorge in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wernigerode
Verwaltungsge-
meinschaft:
Brocken-Hochharz
Koordinaten: 51° 42′ N, 10° 42′ O
Fläche: 5,92 km²
Einwohner: 133
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38875
Kfz-Kennzeichen: WR
Gemeindeschlüssel: 15 3 69 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Försterbergstr. 3
38875 Sorge
Bürgermeisterin: Inge Winkel

Sorge ist eine kleine Gemeinde im Harz, die zur Verwaltungsgemeinschaft Brocken-Hochharz im Landkreis Wernigerode des Bundeslandes Sachsen-Anhalt gehört.

Geografische Lage

Sorge liegt an der Bundesstraße 242 zwischen Braunlage und Tanne (Harz), unweit der niedersächsischen Grenze. Westlich der Ortes zeigt eine Verbindungsstraße über das Forsthaus Wietfeld nach Elend (Harz) ab. Ferner führt durch den Ort die Harzquerbahn, die hier über einen Bahnhof verfügt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Ort über die Südharz-Eisenbahn nach Tanne Anschluss an die Rübelandbahn nach Blankenburg (Harz).

Namensentstehung

Der Name Sorge leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort Zarge=Grenze ab. Im Mittelalter und ab dem 16.Jahrhundert verliefen bei Sorge die Grenzen verschiedener Herrschaftsbereiche. Nach dem Wiener Kongress verlief bei Sorge die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Herzogtum Braunschweig. Von 1945 bis 1990 lag Sorge an der deutsch-deutschen Grenze.

Geschichte

Der Ort ist aus einem Hüttenwerk hervorgegangen, welches 1224 als Niedervogelsfelde erwähnt wird. Das eigentliche Hüttenwerk Sorge entsteht erst im 16.Jahrhundert. 1506 wird ein Hüttenmeister zu Sorge erwähnt. Der Ort lag früher im Amt Benneckenstein des hannoverschen Anteils der Grafschaft Hohenstein. Zur Zeit der französischen Besetzung des Harzes gehörte Sorge zum Königreich Westfalen und war Teil des Harzdepartement, Distrikt Nordhausen, Kanton Benneckenstein.

Benneckenstein mit Sorge gehörte vor dem 2. Weltkrieg nicht zum Hannoverschen Anteil der Grafschaft Hohnstein, sondern als Exklave zum preußischen Kreis Grafschaft Hohenstein (s. z.B. Karte der Grafschaft Hohenstein, um 1910). Bis ca. 1740 war Benneckenstein schwarzburgisch (teils Sondershausen, teils Rudolstadt) und wurde damals von Preußen erworben.

Am 25. Juli 1952 wurde Sorge in den Kreis Wernigerode des neugebildeten DDR-Bezirks Magdeburg integriert. Seit 1990 gehört es zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Tourismus

Sorge ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts touristisch erschlossen. Einerseits sorgten die beiden Bahnlinien (Südharz-Eisenbahn Braunlage - Sorge - Tanne) und Harzquerbahn (Nordhausen - Wernigerode) für eine sehr gute verkehrliche Erschließung. Andererseits hatte die Eröffnung der Johanniter-Heilstätte auf dem Ochsenberg bei Sorge Bedeutung für den Fremdenverkehr. Die beschauliche Lage und das malerische Ortsbild sind bis heute bedeutende Tourismusfaktoren für den kleinen Ort.

Museen und Ausstellungen

Die Dokumentationsstätte im Landhaus Weichelt, Köhlerberg 4 bietet Informationen zur Ortsgeschichte. Darüber hinaus Ausstellungen zu verschiedenen Themen (unlängst z.B. "archäologische Funde beim Neubau der Bundesstraße B6n" oder "Otto der Große - Bayern und Europa") geboten.




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Informationsportal über Sorge in Sachsen-Anhalt - 26.5.2012