Steinheim in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heidenheim
Koordinaten: 48° 42′ N, 10° 4′ O
Höhe: 540 m ü. NN
Fläche: 82,41 km²
Einwohner: 8930
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89555
Vorwahl: 07329
Kfz-Kennzeichen: HDH
Gemeindeschlüssel: 08 1 35 032
Gemeindegliederung: 9 Teilorte
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 24
89555 Steinheim
Webpräsenz: www.steinheim.com
Bürgermeister: Rainer Schaller

Die Meteorkratergemeinde Steinheim am Albuch liegt am nordöstlichen Ende der Schwäbischen Alb am Albuch.

Geografie

Geografische Lage

Steinheim und der Ortsteil Sontheim liegen im Steinheimer Becken, einem Kraterkessel zwischen 503 und 718 Meter Höhe und Randdurchmesser von 3,5km, der vor ca. 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden ist. Es wird vermutet, dass der Meteorit Teil eines größeren Meteoriten war, der durch seinen Einschlag das Nördlinger Ries gebildet hat. Inmitten des Kraterkessels liegt der Klosterberg (Zentralhügel), auf ihm befinden sich der beliebte Kletterfelsen Steinhirt und ein Weiher.

Mehr als die Hälfte der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt. Dazu kommen 400 ha beweidetes Heideland.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde gehören die Teilorte Bibersol, Dudelhof, Gnannenweiler, Irmannsweiler, Küpfendorf, Neuselhalden, Söhnstetten, Sontheim im Stubental, Ziegelhütten.

Geschichte

Eine erste Besiedelung von Steinheim am Albuch fand vermutlich in der Hallstattzeit 800-480 v. Chr. statt. Davon zeugen einzelne Grabhügel. Anfang des 5. Jahrhunderts siedelten sich die Alemannen an.

Urkundlich wurde Steinheim erstmals 839 in einem Grundverzeichnis des Kloster Fulda erwähnt. An dieses ging es vermutlich durch eine Schenkung des fränkischen König Pippin oder Karls des Großen. 1190 wurde durch die Brüder Wittegow und Berengar von Albeck ein Augustiner-Chorherrenstift auf dem Klosterberg gegründet, das später an die Grafen von Helfenstein fiel. Der römisch-deutsche König Albrecht I. erwarb es 1302 und übergab es mit allen Rechten und Besitz an das neugegründete Zisterzienserkloster Königsbronn. Im 15. Jahrhundert wurde der Klosterhof aufgegeben und Bauern übernahmen die Bewirtschaftung. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zu zwei Dritteln zerstört.

Religionen

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurden „Ungarndeutsche” – noch unter Bürgermeister Hahn – angesiedelt. Da diese meist zur römisch-katholischen Konfession gehörten, entstand auch eine römisch-katholische Gemeinde. Vorher lebten etwa 2 oder 3 römisch-katholische Familien im ansonsten evangelischen Ort.

Eingemeindungen

  • 1. Januar 1971: Söhnstetten

Politik

Gemeinderat

(Wahl am 13. Juni 2004; 23 statt 22 Sitze)

  • FWG 41,1% (-2,0) – 10 Sitze (=)
  • CDU 30,6% (+1,2) – 7 Sitze (+1)
  • SPD 28,3% (+0,8) – 6 Sitze (=)

Bürgermeister

  • 1980er: Dieter Eisele
  • heute: Rainer Schaller

Gemeindepartnerschaften

seit 1986: Colombelles (Frankreich)

Wirtschaft

Bis zum 19. Jahrhundert herrschten Weberei und Landwirtschaft vor. Heutzutage Fertigbau, Handwerk, mittelständische Industrie und Landwirtschaft.

Bildungseinrichtungen

Mit der nach Philipp Friedrich Hiller benannten Hillerschule gibt es im Hauptort eine Grund-, Haupt- und Realschule. Im Ortsteil Söhnstetten besteht darüber hinaus noch eine Grund- und Hauptschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Heimatstube auf dem Klosterberg
  • Meteorkratermuseum im Ortsteil Sontheim.

Naturdenkmäler

Das Wental ist ein Trockental mit sehenswerten Steinfindlingen

Literatur

Der aus Steinheim stammende Heimatdichter Rudolf Weit hat zahlreiche schwäbische Gedichte und Geschichten verfasst (z. B. Buchtitel „Sodele – sell wär´s”).

Söhne und Töchter der Stadt

  • Bernd Nehrig, Fußballer beim VfB Stuttgart



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Informationsportal über Steinheim in Baden-Württemberg - 26.5.2012