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Sundern (Sauerland) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Hochsauerlandkreis. GeografieGeografische LageDas Gebiet Sunderns liegt an der nördlichen Abdachung des rechtsreinischen Schiefergebirge. Durch das Stadtgebiet fließen unter anderem die Flüsse Röhr und Sorpe. Im Westen von Sundern befindet sich das Erholungsgebiet um den Sorpesee. Die Stadt wird von meistens über 500 Meter hohen Bergen umrahmt. Im Süden findet sich als höchste Erhebung der 648 m hohe Schomberg. Einen Großteil des Stadtgebietes nimmt der Naturpark Homert ein. NachbargemeindenIm Norden von Sundern liegt die Stadt Arnsberg, im Nordosten grenzt Sundern an die Stadt Meschede, südöstlich liegt die Gemeinde Eslohe. Südlich grenzt die Gemeinde Finnentrop (Kreis Olpe) an. Im Südwesten grenzt Sundern an die Stadt Plettenberg und im Westen an die Stadt Balve, sowie an die Stadt Neuenrade. Stadtgliederung
GeschichteEinige Ortsteile der heutigen Stadt Sundern wurden im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirchenorganisation durch das Erzbistum Köln erstmals erwähnt. So gab es in Endorf einen bedeutenden, dem zu Beginn des 10. Jahrhundert gegründeten Kloster in Meschede gehörenden Hofverband. Auch die Arnsberger Grafen hatten etwa in Seidfeld, Amecke oder Hennighausen erhebliche Besitzungen, die 1165 erstmals erwähnt wurden. In der Phase des Landesausbaus der Grafschaft Arnsberg wurden die Freiheiten Stockum (976), Hagen (1296), Sundern (vor 1310) und Langscheid (1307) gegründet. Nach dem Übergang der Grafschaft an das kurkölnische Herzogtum Westfalen erhielt Allendorf (1407) sogar Stadtrechte. Während die Orte Allendorf, Sundern, Hagen, Hachen und Langscheid bei den Landtagen des Herzogtums Mitglied der Städtekurie waren, waren aus dem Gebiet Sundern die Freiherrn von Wrede (Amecke) und von Plettenberg (Stockum) in der Ritterkurie vertreten. Im Mittelalter erhob Sundern den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Hanse, der allerdings stets umstritten blieb. In der frühen Neuzeit war das Gebiet der heutigen Stadt Sundern ein Zentrum des Bergbaus und der Eisenverhüttung. Überreste der frühen Bergbauindustrie finden sich noch in der sog. Hermannszeche im Stadtteil Allendorf. Mit der Industrialisierung brachen diese Einkommensquellen weitgehend zusammen. In Teilen des heutigen Stadtgebiets kam es zur Reagrarisierung und zu starken Abwanderungsbewegungen. Vor allem mit dem Bau der Röhrtalbahn begann in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung gestützt auf die metallindustrielle Fertigwarenproduktion. EingemeindungenDie Stadt Sundern entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss von mehreren bisher selbstständigen Gemeinden, darunter Allendorf, Amecke, Endorf, Hagen, Hellefeld, Hachen, Langscheid und Stockum. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (Gemeinde Sundern, ohne Eingemeindungen) 1858–1939
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 jeweils zum 31. Dezember):
PolitikGemeinderatBei der Kommunalwahl am 26. September 2004 hat sich folgende Sitzverteilung im Stadtrat ergeben:
Bürgermeister
Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
BauwerkeEtwa fünf Kilometer südöstlich des Ortsteiles Endorf liegt mitten im Wald das Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegebene Kloster Brunnen mit einer sehenswerten kleinen Kirche und einer als heilkräftig angesehenen Quelle. Der Stifter des Klosters war der Kölner Kurfürst Clemens August. Berühmt ist vor allem die Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die heute noch zu Konzerten erklingt. In der Kirche findet sonntags ein Gottesdienst statt, der vor allem Menschen aus den umliegenden Orten der Stadt Sundern und der Gemeinde Eslohe anzieht. Das Klostergebäude selbst wird heute von der Katholischen Jungen Gemeinde benutzt. Bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts befand sich hier eine einklassige Volksschule, eine so genannte „Zwergschule”, mit den Klassen 1 bis 8, die alle gemeinsam von einem einzigen Lehrer unterrichtet wurden. Besucht wurde sie von Schülern aus Brenschede und Röhrenspring. Beide Orte gehörten zur früheren politischen Gemeinde Endorf. Bemerkenswert ist auch die barocke Kirche des Stadtteils Allendorf (etwa 1725), mit einer Orgel aus dem späten 18. Jahrhundert. Im Turmgeschoss spätgotisches Sakramentshaus. Monumentaler, grünmarmorierter Hochaltar (etwa 1750) Naturdenkmäler
Wirtschaft und InfrastrukturDie gewerbliche Struktur der Stadt ist durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Es überwiegt die metallverarbeitende Industrie, die Herstellung von Leuchten sowie die Produktion von Papier und Kartonagen. Die Firma Severin (Produktion von Elektro-, Haus- und Küchengeräten) zählt zu den größten ortsansässigen Unternehmen. Weitere bedeutende Unternehmen ist die Wellpappenfabrik Tillmann, der Produzent von Einrichtungszubehör Blome oder die Haushaltswarenfabrik Schulte&Ufer. Der produzierende Sektor konzentriert sich im Wesentlichen entlang der Röhr zwischen den Stadtteilen Sundern, Stemel und Hachen. War der produzierende Bereich mit früher 70 Prozent Anteil an der Gewerbestruktur überrepräsentiert, nahm in den letzten Jahren die Bedeutung von Handel und Dienstleistungen deutlich zu. Erhebliche Bedeutung hat zudem der Tourismus insbesondere rund um den Sorpesee. VerkehrFür eine Stadt mit der industriellen Bedeutung wie Sundern ungewöhnlich ist, dass sie vor allem von Land-, Kreis- und Ortsstraßen erschloßen wird. Von Bundesstraßen wird das Gebiet nur gestreift und eine direkte Anbindung an eine Bundesautobahn besteht nicht. Eine erhebliche Verbesserung der Verkehrsanbindung der Stadt Sundern im Sauerland würde die Reaktivierung der Röhrtalbahn für den Personenverkehr bringen. Inzwischen ist die Bahn-Anbindung der Stadt Sundern in der Verkehrsplanung des Landes NRW (IGVP) „als Bedarf ab 2015” eingestuft. MedienBis vor kurzem gab es in Sundern Geschäftsstellen der Regionalzeitungen Westfälische Rundschau und Westfalenpost. Beide Blätter haben weiterhin Redaktionen in der Stadt. Neben einigen Anzeigenblättern existiert mit Dorf!nfo.de ein tagesaktueller lokaler Onlinedienst, der auch kostenlos Presseinformationen von örtlichen Institutionen, Vereinen und von Bürgern veröffentlicht. BildungIn Sundern gibt es ein Schulzentrum, zu dem zwei Hauptschulen, die Realschule (1925 als Rektoratsschule gegründet) und das 1970 gegründete Gymnasium gehören. Im Primarbereich bestehen in der Kernstadt und den umliegenden Dörfern insgesamt neun Grundschulen. Außerdem existiert eine Förderschule für Lernbehinderte. Von überlokaler Bedeutung ist das Bildungszentrum Sorpesee des Hochsauerlandkreises im Ortsteil Langscheid. PersönlichkeitenEhrenbürgerDie Ehrenbürger der Stadt Sundern und ihrer ehemaligen Gemeinden:
Söhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Literatur
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