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Syke ist eine Stadt in Niedersachsen und Mittelzentrum im Norden des Landkreises Diepholz. Syke - abgeleitet von Senke (Bodensenke, Sieke) - wird wie 'Sieke' ausgesprochen, nicht wie 'Süke'. GeografieGeografische LageSyke ist die größte Stadt im Landkreis Diepholz. Sie liegt im Osten des Naturparks Wildeshauser Geest, etwa 19 Kilometer (Luftlinie) südlich von Bremen. Die Stadt wird von der Hache durchflossen. Als "Stadt im Grünen" wird Syke von den Staatsforsten Friedeholz und Westermark geprägt, die nicht nur Einheimische bei schönem Wetter besuchen. Stadtteile (EinwohnerInnen per 31.12.2006)Syke hatte am 1.1.1979 insgesamt 19.413 Einwohnerinnen und Einwohner. Bis zum 1.1.1989 war ein leichter Rückgang auf 18.776 Personen zu verzeichnen. Dieser Trend wurde in den Folgejahren nicht nur gestoppt, sondern sogar umgedreht. Am 1.1.1999 lebten bereit 24.398 Personen in Syke. Am 1.1.2007 sind es inzwischen 25.841 Personen.
KlimaGemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Syke 8,5° - 9,0°C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden. GeschichteBereits in der um 1225 entstandenen Weserbrückenliste, die den Ort erstmalig erwähnt, taucht die heute gültige Version des Namens auf. 1974 entstand die heutige Stadt aus der bisherigen Stadt Syke und zwölf Umlandgemeinden. Bis 1977 hinein war Syke Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Hoya. Auch nach der Kreisreform im Jahre 1978 befand sich eine große Außenstelle der Verwaltung des Landkreises Diepholz in Syke. Erst 2004 zentralisierte der Landkreis seine komplette Verwaltung in -teilweise- angemieteten Räumen in Diepholz. Im ehemaligen Syker Kreishaus haben sich zwischenzeitlich andere Behörden und behördenähnliche Einrichtungen angesiedelt. Heute befindet sich dort auch eine Zweigstelle des Syker Gymnasiums. Das Kfz-Kennzeichen des Landkreises Grafschaft Hoya war SY. Nach der Verwaltungsreform 1978 wurde dieser Landkreis aufgeteilt unter den Landkreisen Nienburg, Oldenburg und dem Landkreis Diepholz. - Da der ehemalige Landkreis Grafschaft Hoya überwiegend landwirtschaftlich geprägt ist, kann man vereinzelt auf landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge bzw. Anhänger treffen, die noch das Kennzeichen SY tragen. PolitikStadtratAm 10. September 2006 wurden in Niedersachsen neue Kommunalparlamente gewählt, die seit dem 1. November 2006 im Amt sind. Der Syker Stadtrat wurde auf Beschluss des bisherigen Rates von bisher 34 Sitzen auf nun 30 Sitze (zuzüglich Bürgermeister) reduziert. Der neue Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen:
Die FDP-Fraktion und der WSB-Vertreter haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Der amtierende Bürgermeister Dr. Harald Behrens verfehlte am ersten Wahltag die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen um lediglich 18 Stimmen. In der am 24. September 2006 folgenden Stichwahl siegte er dann deutlich mit über 76% der abgegebenen Stimmen. Er ist damit für weitere acht Jahre von den Syker Bürgern im Amt bestätigt. WappenDas Wappen der Stadt Syke zeigt im Schild eine aufrecht stehende schwarze Bärenklaue mit roten Krallen auf goldenem Grund. Städtepartner- und -patenschaftenSyke übernahm in den 50er Jahren eine Patenschaft für ehemalige Einwohner der einstigen Kreisstadt Wehlau in Ostpreußen. Im Syker Kreismuseum findet sich eine "Wehlauer Heimatstube" mit entsprechenden Exponaten. Jährlich findet hier auch ein Heimattreffen statt. Seit 1973 unterhält Syke eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Canton La Chartre-sur-le-Loir im Département Sarthe. Seit 2006 besteht eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Wabrzezno im nördlichen Zentralpolen, etwa 50 km nordöstlich von Torun in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern Seit Anfang der 90er Jahre gibt es freundschaftliche Kontakte zur polnischen Stadt Brodnica. Das Syker Gymnasium pflegt einen regelmäßigen Schulaustausch mit dem Gymnasium in Brodnica. Kultur und SehenswürdigkeitenTheater und Musik
Die Kulturinitiativen Jazz Folk Klassik in Syke e.V. und Rüttelschuh in der Wassermühle e.V. veranstalten regelmäßig Konzerte mit den Schwerpunkten Jazz, Folk, Blues, Klassik und Liedermacher. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts fanden in Syke die "Syker Songtage" statt, ein erfolgreiches und renommiertes Folklorefestival. Im Jahre 2003 wurde auf Initiative von JFK Syke ein neues Festivalkonzept entwickelt, das 2004 den Niedersächsischen Tourismuspreis erhielt. Das neue Festival "Jazz Folk & Bike Syke" findet alljährlich am ersten Septemberwochenende statt. MuseenDas am Ortsausgang links von der B6 (in Syke: Herrlichkeit) in Richtung Bremen gelegene Kreismuseum ist ein Heimat- und Freilichtmuseum mit vielen Aktionen. Ausstellungsschwerpunkte sind Handwerk, bäuerliche Produktionsmethoden, Hauswirtschaft, Kulturgeschichte, Vor- und Frühgeschichte und Naturkunde. Das Museum besteht seit 1937 und entstand aus einem 1747 errichteten Bauernhaus. Daneben gibt es im Ortsteil Henstedt das privat betriebene Henstedter Dorfmuseum. Hier werden Exponate mit Ortsbezug ausgestellt. Zum Dorfmuseum gehört auch ein original eingerichteter Schutzraum, der bis 1945 von mehreren Familien benutzt wurde. BauwerkeZu den bekannten Gebäuden Sykes zählt vor allem der Syker Amtshof, der heute u.a. Sitz des Amtsgerichts ist. Er besteht aus den Überresten eines mittelalterlichen Ringwalls und dem Kornzinshaus aus dem Jahre 1592. Daneben ist auch die ev.-luth. Christuskirche stadtbildprägend, die direkt an der Bundesstraße 6 steht. Wenn man von Westen nach Syke hineinfährt, sieht man auch die stadtbekannte "Finkenburg". SportIn Syke gibt es, abgesehen von den klassischen Wintersportarten, für alle Sportinteressierten entsprechende Angebote. Neben den klassischen Sportarten wie Fußball, Handball etc. erfreut sich der Tanzsport in Syke großer Beliebtheit. Die Lateinformation des TSC Hansa Syke ist die erfolgreichste Mannschaft Niedersachsens in ihrer Sparte. Auch im TSV Barrien und im FC Gessel-Leerßen kann man den Tanzsport betreiben. Seit dem Jahr 2006 kann man beim TSV Barrien auch dem Baseballsport nachgehen. Für Freunde des Karate empfiehlt sich der SKIP Syke. Der Golfclub Syke e.V. betreibt in Syke - Okel einen landschaftlich schön gelegenen 18-Loch Golfplatz, der momentan um 9 Bahnen erweitert wird. Für Wassersportler die nicht nur schwimmen wollen, empfiehlt sich die Wasserball-Abteilung des TuS-Syke. Der ca. 2000 - Mitglieder starke Verein betreibt den Fußball natürlich als die am stärksten ausgeprägte Sportart. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehr
Ansässige UnternehmenWichtige Industriezweige umfassen den Maschinenbau und die Lebensmittelherstellung. Zudem ist Syke Sitz regionaler Behörden und ein wichtiger Presse-Standort. In Syke befindet sich das Verlagshaus der Kreiszeitung Syke, die für mehrere Landkreise Tageszeitungen mit jeweils wechselndem Namen produziert (85.000 Auflage) und die überregionalen Seiten für mehrere Tageszeitung herstellt (u.a. Oranienburg, Gronau, Fehmarn und Salzwedel in der Altmark). Daneben wird in Syke ein Teil der Bild-Zeitung gedruckt (Nordausgabe, etwa 330.000 Auflage). BildungSchulen
PersönlichkeitenEhrenbürger1978 - Anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft mit La Chartre- wurde der damalige Bürgermeister der Partnerstadt, Dr. Roland Lebrun, für seine unermüdliche Unterstützung der Bemühungen um eine Aufarbeitung der historischen Wunden zwischen Deutschen und Franzosen vom Syker Stadtrat mit der Verleihung der Ehrenbürgerrechte gewürdigt. Dr. Lebrun verstarb am 22. Januar 2006 im Alter von 88 Jahren. 1993 - Mit Josette Ribot ehrte der Stadtrat anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft mit La Chartre eine Pionierin der Partnerschaftsarbeit. Josette Ribot, die als Lehrerin am College in La Chartre tätig war, ebnete einer Vielzahl von Schülergruppen und auch einzelnen Bürgern der beiden Städte den Weg zueinander. Josette Ribot lebt heute in Tours. 2006 - In einer feierlichen Sondersitzung des Stadtrates wurde am 31. Mai 2006 der heute in Sao Paulo in Brasilien lebende, in Syke aufgewachsene, Edgar Deichmann zum Ehrenbürger der Stadt Syke ernannt. Edgar Deichmann war unter derm Druck des Nationalsozialismus 1937 nach Brasilien ausgewandert. Teile seiner Familie starben in deutschen Konzentrationslagern. Edgar Deichmann fand in den 1970-Jahren erstmals wieder den Weg in seine alte Heimat. Er traf hier auf Menschen, denen sein Schicksal nicht gleichgültig war. Insbesondere im Dialog mit Schülern und jungen Menschen warb Edgar Deichmann für Toleranz. Inzwischen 92-jährig (2006) fühlt er sich in Syke wieder zu Hause. Er nahm die Ehrung des Stadtrates stellvertretend für alle Syker Juden an, die die Zeit des Holocaust nicht überlebt haben. Söhne und Töchter der Stadt
Seit vielen Jahren hat die Stadt Syke auch eine Patenschaft für ein Mädchen mit dem Namen Syke. Weitere Persönlichkeiten
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